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Beschneiung bietet Sicherheit für den Tourismus in Vorarlberg

Die Seilbahnbranche – und damit auch der Tourismus - ist stark von natürlichen Wetterschwankungen abhängig. Planbarkeit und Sicherheit sind entscheidend.

Die Seilbahnbranche – und damit auch der Tourismus - ist stark von den natürlichen Schwankungen des Wetters abhängig. Die technische Beschneiung ist eine Möglichkeit, Planbarkeit und Sicherheit für Seilbahn- und Tourismusbetriebe zu ermöglichen.
© Frederick Sams Die Beschneiung ermöglicht es, die Abhängigkeit von Wetterkapriolen zu reduzieren.

Die technische Beschneiung ist eine Möglichkeit, Planbarkeit und Sicherheit für Seilbahn- und Tourismusbetriebe zu ermöglichen. Gäbe es keine technische Beschneiung, würde dies insgesamt 140 Millionen Euro an Umsatzeinbußen bedeuten, wie aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Manova hervorgeht. Die Vorarlberger Seilbahnbetriebe haben für die kommende Saison 9,7 Millionen Euro in die technische Beschneiung investiert – davon profitieren nicht nur die Bergbahnen, sondern vor allem der Tourismus sowie die Vorleisterbranchen.  

Keine technische Beschneiung? 

Das Marktforschungs- und Datenanalyseinstitut Manova kam in einer umfassenden Studie zu eindeutigen Ergebnissen: In den Monaten November und Dezember ist die Schneesicherheit der wichtigste Entscheidungsgrund für ein Skigebiet. „Wir Seilbahnbetriebe sind – genauso wie die Tourismusbetriebe in den Skigebieten – von der Schneelage abhängig. Touristen, die im Winter zu uns kommen, tun dies aufgrund der zahlreichen Wintersportmöglichkeiten im Land. Diese können wir ihnen aber nur bieten, wenn es genug Schnee gibt“, erklärt Hannes Jochum, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen, und ergänzt: „Es ist klar, dass es Niederschlags-Schwankungen gibt. Letztes Jahr hatten wir das Glück, dass zahlreiche Skigebiete schon früh aufsperren konnten, weil es das Wetter erlaubt hat. Wir hatten aber auch schon Jahre, in denen das nicht so war. Das ist in unserer Branche normal. Die Beschneiung ermöglicht es uns, die Abhängigkeit von Wetterkapriolen zu reduzieren.“

Die Seilbahnbranche – und damit auch der Tourismus - ist stark von den natürlichen Schwankungen des Wetters abhängig. Die technische Beschneiung ist eine Möglichkeit, Planbarkeit und Sicherheit für Seilbahn- und Tourismusbetriebe zu ermöglichen.
© Frederick Sams

Wichtige Faktoren

Weitere wichtige Faktoren sind die Qualität und die Anzahl der geöffneten Pisten. Dies gilt auch für Einheimische, die einen Tagesausflug in ein Skigebiet unternehmen: 89 Prozent der Tagesgäste, die vor allem aus Vorarlberg kommen, gaben „Schnee“ als den wichtigsten Faktor bei der Wahl des Skigebiets an. Besonders auffallend ist, dass „Schneesicherheit“ für wichtiger erachtet wird als Naturschnee. Kämen in Vorarlberg die Schneekanonen zum Saisonstart im November und Dezember nicht zum Einsatz, wäre mit einem drastischen Rückgang der Ersteintritte in den Skigebieten zu rechnen.

„Der Dezember ist für Skigebiete der wichtigste Monat. Gibt es nicht genug natürlichen Schnee, ist die technische Beschneiung also unerlässlich.“
Hannes Jochum MSc, Obmann Fachgruppe der Seilbahnen

Im schlimmsten Fall könnten bei ausbleibenden Schneefällen im gesamten Bundesland keine oder nur wenige Pisten geöffnet werden, was den Verlust eines Großteils der Wintersporttouristen zur Folge hätte. Diese würden wahrscheinlich in technisch beschneite Skigebiete ausweichen. Regionen, die technisch beschneien, können außerdem besser präparierte Pisten anbieten und haben dadurch einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Umsatzeinbußen

„Die Manova-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Skifahrer ohne technische Beschneiung ausbleiben würden. Sie fehlen aber nicht nur auf den Pisten, sondern auch in den Skischulen, im Handel und vor allem im Tourismus. Die Vorarlberger Hotellerie und Gastronomie müsste 41 Millionen Euro Umsatzeinbußen in der Saison hinnehmen, wenn die Skigebiete nicht beschneien würden“, betont Elmar Herburger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Vorarlberg. Dies bestätigt auch Fachgruppenobmann Hannes Jochum: „Die Seilbahnbranche ist ein Wertschöpfungsmotor in Vorarlberg. Durch das Ausbleiben von Wintersportlern würden nicht nur 90 Millionen Euro in den direkt begünstigten Branchen ausbleiben, sondern in weiterer Folge auch 50,6 Millionen Euro in Vorleisterbranchen.“ Hinzu komme die Herausforderung des Arbeitskräftemangels im Tourismus: „Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, Fachkräfte für die Gastronomie zu finden – diese Herausforderung kommt noch hinzu.“ 

Schonende, energieeffiziente Beschneiung

85 Prozent der Vorarlberger Skigebiete nutzen bereits erneuerbare Energien. Die neue Generation der Schneilanzen benötigt z.B. bereits 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Schneeerzeuger. „Dank laufender technischer Verbesserungen kann der Energieverbrauch pro Kubikmeter erzeugtem Schnee auf drei bis eine Kilowattstunde reduziert werden“, erklärt Jochum. Um die Schneesicherheit auch in der aktuellen Saison und in den nächsten Jahren gewährleisten zu können, haben die Vorarlberger Skigebiete in diesem Winter 9,7 Millionen Euro in den Ausbau der Beschneiung investiert. Insgesamt 1.850 Schneeerzeuger sorgen diesen Winter für Schneesicherheit in den Skigebieten – damit können heuer rund 710 Hektar Pistenfläche beschneit werden.

Die technische Beschneiung ist eine Möglichkeit, Planbarkeit und Sicherheit für Seilbahn- und Tourismusbetriebe zu ermöglichen.
© Frederick Sams Die technische Beschneiung ist eine Möglichkeit, Planbarkeit und Sicherheit für Seilbahn- und Tourismusbetriebe zu ermöglichen.

 

Factbox Seilbahnen Vorarlberg:

Vorstand: Obmann Hannes Jochum MSc (Bergbahnen Brandnertal GmbH)
                  Obmann-Stv. Mag. Christoph Pfefferkorn (Skilifte Lech Ing. Bildstein GmbH)
                  Obmann-Stv. Dr. Andreas Gapp (Kleinwalsertaler Bergbahn AG)
                  Geschäftsführer Mag. Michael Tagwerker

Mitglieder:    70 Betriebe, 32 Skigebiete

Liftanzahl:    307 Seilbahnen, Sessellifte, Schlepplifte


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