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Bauwirtschaft blickt auf positives Jahr 2020 zurück

Die heimische Bauwirtschaft ist insgesamt gut durch das von der Pandemie dominierte Jahr gekommen. Vorsichtig optimistisch sind  die Erwartungen an 2021, zeigen die Ergebnisse der Blitzumfrage zum Jahresende.

Solide Auftragslage für das erste Halbjahr 2021 – Krisensichere Arbeitsplätze am Bau – Immobilienmarkt in Vorarlberg stabil
© iStock Solide Auftragslage für das erste Halbjahr 2021 – Krisensichere Arbeitsplätze am Bau – Immobilienmarkt in Vorarlberg stabil

In den Bereichen Wohnbau und Sanierungen wird mit einem weiteren leichten Wachstum gerechnet, gewisse Sorgen bereitet der Bauwirtschaft die Entwicklung im gewerblichen und öffentlichen Hoch- und Tiefbau. Insgesamt sieht die Baubranche trotz wachsender Herausforderungen zuversichtlich nach vorne. Wie krisensicher die Bauwirtschaft ist, bestätigt auch die Tatsache, dass kein Personal abgebaut wurde – im Gegenteil, es wird dringend nach Facharbeitern und Lehrlingen gesucht, so Keckeis. 

Die Konjunkturlokomotive Bau beweist einmal mehr ihre Krisenresistenz. Das Stimmungsbild der Vorarlberger Bauunternehmen zeigt sich nach dem Corona-Jahr und einer bereits im Vorjahr spürbaren leichten Konjunkturabflachung dennoch positiv. Im Vergleich zum Dezember 2019 wird die Auftragslage von den Bauunternehmern aktuell mit einem leichten Plus von drei Prozent eingeschätzt. Auch die Auftragslage für das erste Halbjahr 2021 wird konstant bzw mit einem leichten Zuwachs von zwei Prozent positiv gesehen. Es fällt jedoch auf, dass die Einschätzungen heuer deutlich niedriger ausfallen als im Dezember 2019 – vor einem Jahr wurden sowohl der Auftragsstand als auch die Erwartungen an das erste halbe Jahr 2020 mit einem Plus von 10 Prozent angegeben, gibt Innungsmeister Peter Keckeis zu bedenken. „Man spürt die Verunsicherung vor allem von kleineren Bauunternehmern, die oft in Regionen tätig sind, die stark vom Tourismus leben. Diese Situation trifft auch viele kleine Handwerker und Gewerbetreibende.“ 

Covid-19 Folgen: Sorge um Tourismus und Dynamik durch Förderungen

Auch die Bauunternehmen und ihre Mitarbeiter waren gefordert, die Covid-19 Maßnahmen konsequent einzuhalten. Im Gegensatz zum ersten Lockdown im März und April hat der zweite Lockdown im Herbst für die Bauwirtschaft keinen Stillstand gebracht, berichtet Alexander Stroppa, stellvertretender Innungsmeister. Man hat gelernt mit der Pandemie umzugehen und blickt mit Zuversicht nach vorne: „Das Investitionsprogramm für den Landesstraßenbau wird auch in diesem Jahr in seiner Größenordnung unverändert bleiben und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur stabilen Arbeitsplatzsituation. Außerdem stellen wir derzeit aufgrund der Investitionsförderungen eine deutlich gestiegene Nachfrage von Gewerbe und Industrie fest. Die AWS-Investitionsprämien haben in einigen Branchen einen richtigen Bauboom ausgelöst und werden im kommenden Jahr noch einiges an Dynamik in die Bauunternehmen bringen,“ so Stroppa.   

2021 stehen einige Großprojekte in Vorarlberg zur Umsetzung an: im Straßenbau ist dies der neue Autobahnknoten Dornbirn Süd mit umfangreichen Bauarbeiten an der L39 und L45, weitere Vorarbeiten für den Stadttunnel Feldkirch, die Verbindung Lech-Warth, Sanierung und Ausbau der Viktorsbergerstraße sowie Sanierungen der A14 im Bereich Nüziders/Bürs.

Größere Projekte im öffentlichen Bereich sind unter anderem der Ausbau der Volksschule, neuen Mittelschule und Polytechnischen Schule in Hittisau, der BA03 (Aufstockung Mitteltrakt Süd) beim Landeskrankenhaus Feldkirch sowie umfangreiche Um- und Neubauten beim LKH Rankweil. 

Wohnbau und Sanierungen mit zuverlässiger Auftragslage

Die Bereiche Wohnbau und Sanierungen werden auch im kommenden Jahr für eine gute Auslastung der Betriebe sorgen, allerdings nicht mehr in dem Ausmaß wie in den letzten Jahren. Während vor einem Jahr noch ca 10 prozentige Zuwächse erwartet wurden, liegen jetzt die Erwartungen im ersten Halbjahr 2021 an den Wohnbau bei knapp zwei Prozent, bei den Sanierungen bei gut drei Prozent, erklärt Johannes Wilhelm, Wohnbausprecher und stellvertretender Innungsmeister. Eine leichte Entspannung im gemeinnützigen Wohnbau macht sich für 2021 bemerkbar, zugleich investieren viele Menschen in Wohnqualität und sanieren ihre Häuser und Wohnungen. Auch zahlreiche ältere Wohnanlagen werden nach wie vor optisch und energetisch auf den neusten Stand gebracht. 

Immobilienmarkt zeigt Stabilität

Von Corona unbeeindruckt hat sich der heimische Immobilienmarkt im letzten Jahr auf einem guten Niveau halten können, erklärt Günther Ammann, Fachgruppenobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Es sind sowohl Grundstücke als auch Wohnungen auf dem Markt, die Pandemie hat laut Ammann zu keinen auffallenden Veränderungen am Markt geführt. Auch der Mietwohnungsmarkt hat sich eingependelt und findet mit dem Angebot ein gutes Auslangen. Ammann geht aktuell von einem Bedarf von ca. 3.200 bis 3.400 Neubauwohnungen pro Jahr in Vorarlberg aus. Sorge bereitet nach wie vor die fehlende Anpassung der Wohnbauförderung an die reale Situation etwa bei den Grundstückspreisen, Baukosten oder durch zusätzliche Aufwendungen für gesetzlich verordnete Auflagen. „Wenn hier nicht rasch gegengesteuert wird, können sich viele Menschen in Vorarlberg kein Eigenheim mehr leisten, obwohl die Wohnbauförderungsmittel vorhanden wären,“ kritisiert Ammann. 

Bauwirtschaft ist krisensicher: Facharbeiter und Lehrlinge gesucht

Gerade in unsicheren Zeiten werden zuverlässige Arbeitgeber gesucht und geschätzt. In der heimischen Baubranche konnte der Mitarbeiterstand im vergangenen Jahr insgesamt gehalten werden. Laut Blitzumfrage wollen die Unternehmen im kommenden Jahr ihren Personalstand weiter erhöhen, bei den Lehrlingen ist sogar eine Aufstockung um vier Prozent geplant. Für eine Lehre am Bau spricht aber nicht nur die Sicherheit des Arbeitsplatzes, erklärt Innungsmeister Peter Keckeis. Auch die Qualität der Ausbildung wurde in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt und verbessert. Die zunehmende Digitalisierung am Bau hat einen wichtigen Platz als neuer Ausbildungsschwerpunkt. Derzeit werden über 200 Lehrlinge in der heimischen Bauwirtschaft ausgebildet. 


Personalstand im Jahresmittel 2020:

Mitarbeitende: 4.000

Lehrlinge: ca. 200

Innung Bau

Bmst DI Hilmar Müller
Wirtschaftskammer Vorarlberg
Fachgruppengeschäftsführer Bau

Wichnergasse 9 | 6800 Feldkirch
T 05522/305-228
M 0664/8410881
E mueller.hilmar@wkv.at

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