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Bau- und Immobilienwirtschaft: Mut und Zuversicht gefragt

Die Bau- und Immobilienwirtschaft gilt als Konjunkturlokomotive, aber auch als Wirtschaftsbarometer. Wie sich diese Branchen entwickeln, hat Einfluss auf Handwerk und Gewerbe, auf den Arbeitsmarkt und den Konsum.

Bau- und Immobilienwirtschaft: Mut und Zuversicht gefragt
© iStock
Auch wenn die Auftragslage noch zufriedenstellend ist, warnen die verantwortlichen Innungsmeister Peter Keckeis (Bau) und Günther Ammann (Immobilientreuhänder) vor einer negativen Entwicklung, wenn jetzt nicht die richtigen Weichen gestellt werden.
 

Als das tägliche Leben während der Corona-Zeit stillstand, ging der Betrieb auf den Baustellen im Land mit wenig Unterbrechungen weiter. „Bauarbeiter und Handwerker zählen zwar offiziell nicht zu den systemerhaltenden Berufen, aber auch ihr Einsatz war notwendig, um systemrelevante Infrastruktur und den Wirtschaftsmotor am Leben zu halten“, erklärt Innungsmeister Peter Keckeis und führt fort: „Auch diesen Helden des Alltags sollte Wertschätzung entgegengebracht werden – ohne sie würden wir jetzt, insbesondere wirtschaftlich, schlechter dastehen."

Positive Impulse für die Wirtschaft

Mit 600 Unternehmen und rund 4770 Mitarbeitenden ist die Bau- und Immobilienbranche eine der größten in Vorarlberg. Umso wichtiger ist es, dass gerade nach dem Lockdown im April/Mai jetzt positive Signale für die Belebung der Wirtschaft gesendet werden. Nach den Erfahrungen von Immobilien-Fachgruppenobmann Günther Ammann zeigt sich zunehmend Verunsicherung bei vielen Unternehmern. Besonders betroffen ist der gesamte Tourismus, aber auch andere Branchen warten mit geplanten Investitionen ab. Keckeis und Ammann appellieren gemeinsam an die öffentliche Hand, bei einem ausgewogenen Investitionsprogramm zu bleiben, um wirtschaftliche Stabilität und auch Zuversicht in unsicheren Zeiten zu vermitteln. Wenn öffentliche Projekte durchgeführt werden, ermutigt das auch private Unternehmer, ihre geplanten Investitionen durchzuführen und nicht zu verschieben oder abzusagen. „Stillstand ist für die Vorarlberger Bauinnung keine Option. Die Baubranche ist und bleibt ein starker Wirtschaftsmotor, der für hohe Beschäftigung sorgt. Positive Impulse seitens der Politik sind daher gerade jetzt notwendig“, ist sich Peter Keckeis sicher: „Um die Wirtschaft in Gang zu halten, ist es essenziell, laufende Baustellen fortzuführen und geplante Projekte verstärkt und zeitnah zu vergeben."

Krise als Antrieb für rasche Problemlösungen

Die Bauinnung sieht die Krise auch als Chance, für drängende Fragen wie der Bautechnikverordnung endlich praxisnahe Lösungen zu finden. „Wir haben schon vor Corona so viel Zeit verloren, jetzt sind alle gefordert, rasch zu handeln“, so Günther Ammann. Ein zweites Thema, das dringend überarbeitet werden muss, ist die Wohnbauförderung. „Die vergangenen Monate haben den Menschen gezeigt, wie wichtig das eigene Zuhause ist und so den emotionalen Wert der Immobilie wieder mehr ins Bewusstsein gerückt“, erläutert Immobiliensprecher Ammann und führt fort: „Die Nachfrage nach Eigentum ist und bleibt ungebremst, aber für viele kaum leistbar. Wir sind daher gefordert, die Bautechnikverordnung sowie die Wohnbauförderung schnellstmöglich zu überarbeiten – zum Wohle von Privatpersonen und Unternehmen.“ Ebenfalls noch ungeklärt ist bis dato die Rohstoffversorgung und der Mangel an verfügbaren Bodenaushubdeponien im Land. „Entsprechende Abbau- und Deponiebewilligungen sind ein Gebot der Stunde. Nur so können Bauprojekte in einer entsprechenden Zeit zu vernünftigen Kosten realisiert werden“, appelliert Innungsmeister Peter Keckeis an die Politik.

von

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