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Auf der Gewürzstraße zum internationalen Erfolg

Eine Vorarlberger Erfolgsgeschichte in Oberösterreich: Helmut Gstöhl ist seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer bei Zaltech - einem sehr erfolgreichen Gewürzhersteller.

Eine Vorarlberger Erfolgsgeschichte in Ober-österreich: Helmut Gstöhl stammt aus Götzis und betreibt gemeinsam mit Helmut Lenz, der ebenfalls aus Vorarlberg kommt, den Gewürzhersteller Zaltech mit Sitz in Moosdorf/OÖ.
© Zaltech Seit dem Jahr 2000 ist der aus Götzis stammende Helmut Gstöhl Geschäftsführer bei Zaltech in Oberösterreich..

Eine Vorarlberger Erfolgsgeschichte in Ober-österreich: Helmut Gstöhl stammt aus Götzis und betreibt gemeinsam mit Helmut Lenz, der ebenfalls aus Vorarlberg kommt, den Gewürzhersteller Zaltech mit Sitz in Moosdorf/OÖ. Zaltech exportiert 99 Prozent seiner Produkte in mehr als 40 Länder weltweit. Die Junge Wirtschaft Vorarlberg lud den innovativen Unternehmer Anfang März zu einer vielbeachteten Veranstaltung, aber auch zu einem Interview mit „Die Wirtschaft“. Im Gespräch erzählt Helmut Gstöhl von den Herausforderungen der Digitalisierung und seinen Zielen für die Zukunft.

„Die Wirtschaft: „Herr Gstöhl, in Zeiten der digitalen Transformation ist die Anpassung der Geschäftsmodelle gefragt – insbesondere am internationalen Markt. Wie geht Ihr Unternehmen mit der Digitalisierung um?

Helmut Gstöhl: Die digitale Transformation war für uns ein entscheidender Grund für den weiteren Ausbau und Neubau von Zaltech. Die Anforderungen an Lebensmittelbetriebe sind in den letzten Jahren extrem gestiegen. Wer nicht rechtzeitig investiert, verliert früher oder später den Anschluss und hat somit einen starken Wettbewerbsnachteil. Wenn man investiert sollte man es zukunftsorientiert machen. Dazu gehört Digitalisierung genauso wie Nachhaltigkeit oder Familienfreundlichkeit.

Ist in diesem digitalen Zeitalter der Ort, an dem etwas entwickelt und produziert wird, noch von Bedeutung?

Für uns spielt das eine untergeordnete Rolle. Unsere Produkte gehen in 40 Länder nach Skandinavien, Osteuropa, Südosteuropa, Zentralasien, Naher Osten, Asien bis Wladiwostok. Wir profitieren auf jeden Fall vom guten Image Österreichs in Bezug auf Qualität, Zuverlässigkeit und einer intakten Umwelt. 

Sie betreiben auch Standorte in Polen und in der Ukraine – wie handhaben Sie die Zusammenarbeit und die Kommunikation über die Landesgrenzen?

Partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Wir versuchen, wenn es möglich ist, Beteiligungen zu machen. Zaltech ist ein internationales Unternehmen und wir beschäftigen auch internationale Mitarbeiter. In unserem Team am Standort in Moosdorf, Oberösterreich beschäftigen wir Mitarbeiter aus neun unterschiedlichen Nationen. Wir haben sogar Native Speaker aus Russland und China bei uns in Moosdorf beschäftigt – das erleichtert die Kommunikation mit unseren Partnern vor Ort sehr.

Apropos Moosdorf: Dort haben Sie vor einem Jahr Ihr neues Hauptquartier eröffnet. Worauf haben Sie bei der Auswahl des Standortes und dem Neubau der Zentrale geachtet?

Die Lage und genügend Flächen für mögliche spätere Erweiterungen waren die ausschlaggebenden Kriterien warum wir uns für diesen Standort entschieden haben.

Wie wichtig ist die Infrastruktur für die Mitarbeiter? Wie wichtig ist es, dass sich Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld wohl fühlen?

Die Mitarbeiter sind das wichtigste Gut unseres Unternehmens, darum ist uns auch wichtig, dass unsere Mitarbeiter gerne bei uns sind. Während es früher genügte ein „sicherer“ Arbeitgeber zu sein, der am Ende des Monats den Lohn überweist, gehört heute viel mehr dazu, um die richtigen Mitarbeiter zu bekommen und zu halten. Zaltech hat dafür in den letzten Jahren sehr viel gemacht und viele attraktive Maßnahmen für die Mitarbeiter in unserem Neubau umgesetzt.  Wir haben zum Beispiel einen Ruheraum für Powernapping-Möglichkeiten eingerichtet und einen Fitnessraum mit Sauna und wöchentlichem Fitnesstrainer eingerichtet und eine restaurantähnliche Kantine mit gemeinsamem, täglichem Frühstück umgesetzt. Eine Besonderheit an unserem Standort in Moosdorf ist außerdem der Fischteich mit Fischerhütte, die unsere Mitarbeiter auch am Wochenende mit ihren Familien nutzen können.

Ihren Umsatz konnten Sie in den vergangenen zehn Jahren versechsfachen – was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre und wie wollen Sie diese Erfolgsgeschichte fortführen?

Durch das neue Werk haben wir selbstverständlich die davor fehlenden Kapazitäten geschaffen. Wir werden in den nächsten Jahren versuchen vernünftig zu wachsen, ohne dass wir unbedingt wachsen müssen. Es sind noch sehr viele weiße Flecken auf unserer Weltkarte.        


New Work: Fitnesscenter, Sauna und tägliches gemeinsames Frühstück – Am neuen Standort in Moosdorf steht das Wohlbefinden der Mitarbeiter im  Vordergrund.
© Zaltech
New Work: Fitnesscenter, Sauna und tägliches gemeinsames Frühstück – Am neuen Standort in Moosdorf steht das Wohlbefinden der Mitarbeiter im
Vordergrund.  
 

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