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Attraktivierung der Lehrausbildung: Touristiker wollen neue Inhalte

Sparte Tourismus stimmt Ausweitung der Berufsschulstunden zu, Verwendung der zusätzliche Zeiten für die Persönlichkeitsbildung. 

Sparte Tourismus stimmt Ausweitung der Berufsschulstunden zu, zusätzliche Zeiten sollen aber vorrangig für die Persönlichkeitsbildung verwendet werden.
© Radius Images/Corbis Sparte Tourismus stimmt Ausweitung der Berufsschulstunden zu, zusätzliche Zeiten sollen aber vorrangig für die Persönlichkeitsbildung verwendet werden.

Die Bundesregierung hat jetzt ein neues Modell zur Attraktivierung der Lehrberufe präsentiert, das unter anderem eine Angleichung der Berufsschulstunden auf 1.260 bei allen dreijährigen Lehrberufen vorsieht. „Eine sinnvolle Entscheidung“, kommentiert Elmar Herburger, Spartenobmann und Bildungssprecher Tourismus in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. „Wir hatten einen solchen erweiterten Zeitrahmen seit langem gefordert.“ Auch die beabsichtigte bessere Aufteilung der 1.260 Stunden Berufsschulzeit auf die Bedürfnisse der Betriebe und Jugendlichen mit stärkerer Gewichtung im ersten und schwächerer Gewichtung im dritten Lehrjahr hält Herburger für sinnvoll. Für die Tourismusvertreter ist die Ausweitung allerdings an Bedingungen geknüpft, die die Ausbildung sowohl für die Jugendlichen als auch für die Betriebe attraktiver macht. Deshalb haben die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie mit dem Bildungsministerium ein Memorandum of Understanding ausgearbeitet.

Forderung nach neuen Lehrinhalten

Die Touristiker wünschen sich neue Lehrinhalte. „Die zusätzliche Zeit muss nicht vorrangig der Vertiefung der handwerklichen Fähigkeiten gewidmet sein, sondern sollte mit Themen gefüllt werden, die die Persönlichkeit der jungen Menschen bilden und ihre Kompetenzen im Umgang mit dem Gast stärken“, fordert Bildungssprecher Herburger. Herburger verweist in dem Zusammenhang auf die GASCHT, die neue Gastgeberschule für Tourismusberufe in Vorarlberg, die hier mit bestem Beispiel voranginge. „Wir hoffen, dass unsere Forderungen im Rahmen des Begutachtungsverfahrens in den nächsten Wochen und Monaten gut ausgearbeitet und dann entsprechend umgesetzt werden“, sagt der Bildungssprecher.

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