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Abholservice in der Gastronomie wieder erlaubt – Klarstellung bei Betretungsverbot in den Beherbergungsbetrieben

Die heimischen Wirte können ab sofort wieder unter Einhaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen einen Abholservice anbieten. Für Beherbergungsbetriebe wurden die Ausnahmeregelungen hinsichtlich des Betretungsverbotes nochmals klargestellt. WKV-Präsident Hans Peter Metzler: „Es gibt wieder ein wenig Licht am Ende des Tunnels für manche Teile der Tourismusbranche  - vor allem in den städtischen Regionen. Aber es braucht jetzt rasch konkrete Lösungen für die Geschäftsausfälle.“

Der Abholservice ist für viele der Vorarlberger Gastronomiebetriebe die einzige Möglichkeit, zumindest geringe Umsätze zu erwirtschaften.
© istock Der Abholservice ist für viele der Vorarlberger Gastronomiebetriebe die einzige Möglichkeit, zumindest geringe Umsätze zu erwirtschaften.

In der neuen Bundesverordnung heißt es: „Die Abholung vorbestellter Speisen ist zulässig, sofern diese nicht vor Ort konsumiert werden und sichergestellt ist, dass gegenüber anderen Personen dabei ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird.“ Bisher hat das Gesundheitsministerium zwar das Lieferservice erlaubt, das Abholen des bestellten Essens beim Wirt aber ausdrücklich untersagt. Für die Beherbergungsbetriebe gibt eine Klarstellung: Ausgenommen vom Betretungsverbot sind Personen, die sich am 4. April 2020 schon in Beherbergung befinden, für die im Vorfeld vereinbarte Dauer der Beherbergung, zum Zweck der Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen, aus beruflichen Gründen oder zur Stillung eines dringenden Wohnbedürfnisses (z.B. wenn die eigene Wohnung aufgrund eines Wasserrohrbruchs unbewohnbar wird). 

„Die Politik hat damit auf eine Notwendigkeit reagiert. Der Abholservice ist für viele unserer Betriebe die einzige Möglichkeit, zumindest geringe Umsätze zu erwirtschaften. Auch die Ausnahmen bei Betretungsverbot für die Beherbergungsbetriebe geben ein wenig Hoffnung in Richtung Normalisierung. Es sind für manche kleine Strohhalme, dennoch muss klar sein, dass dies nicht existenzsichernd ist“, sagt Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Metzler appelliert aber auch eindringlich an die Gastronomen, Hoteliers und Gäste, sich strikt an die Hygiene- und Abstandsregelungen zu halten.

Geschäftsentgänge rasch kompensieren

Es müssen weitere Maßnahmen zur Unterstützung der von der Krise stark getroffenen heimischen Tourismuswirtschaft folgen – und zwar schnell und unbürokratisch! Gerade im Tourismus sei die Sicherung der Liquidität entscheidend, um über die kommende Durststrecke zu kommen. „Der mit 15 Milliarden Euro dotierte Krisenfonds der Bundesregierung, der heute präsentiert wurde, kann auch für die von Totalausfällen betroffene Branche ein Hoffnungsschimmer sein. Jetzt gilt es rasch die Details auszuarbeiten, damit die Gelder auch unverzüglich bei den Betrieben ankommen“, sagt Präsident Metzler und erklärt weiter: „Wir werden alles daransetzen, um unseren Betrieben die ihnen rechtlich zustehenden Ansprüche zu sichern.“

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