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Abbiegesysteme: Sicherheit hat oberste Priorität

Lkw und Autobusse sollen mit neuesten Sicherheitsstandards zur Gefahrenvermeidung ausgerüstet werden.

Lkw und Autobusse sollen mit neuesten Sicherheitsstandards zur Gefahrenvermeidung ausgerüstet werden.
© iStock Toter Winkel: Eine der größten gefahren im Straßenverkehr.

Die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer hat für die Verkehrswirtschaft höchste Priorität. „Das gilt insbesondere in Sachen ‚toter Winkel‘, eine der größten Gefahren im Straßenverkehr“, sagt Gerhard Berkmann, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Daher steht die Sparte voll hinter dem Vorhaben, neu zugelassene Lkw und Busse so rasch wie möglich mit den neuesten Sicherheitsstandards zur Gefahrenvermeidung auszurüsten. Mitglieder sollen dabei bestmöglich unterstützt werden.

Ausgereift

Elektronische Abbiegesysteme, die Personen oder Hindernisse neben einem Lkw selbst erkennen und bei Bedarf eine Vollbremsung auslösen, werden dabei favorisiert. Der Vorteil gegenüber Spiegel- oder Kamerasystemen liegt auf der Hand, meint Berkmann: „Kameras zeigen in der Dunkelheit oder bei schlechter Witterung ihre Schwächen. Elektronische Systeme greifen hingegen hundertprozentig und sind auch ausgereift.“

Umsetzung

„Funktionierende Lösungen sollten auch schnellstmöglich eingesetzt werden“, fordert Berkmann. Einziger Wermutstropfen: Nachrüstsysteme für ältere Fahrzeuge sind oft kostspielig und funktionieren nicht immer einwandfrei. Hier muss auf jeden Fall an den Möglichkeiten in technischer und finanzieller Hinsicht gearbeitet werden. Die entsprechende technische Ausstattung von Lkw ist die eine Seite. Ebenso wichtig sind aber auch Maßnahmen, die sich zusammen mit den technischen Lösungen zu einem Maßnahmenpaket bündeln.

Sofortmaßnahmen

Weitere sinnvolle Maßnahmen können ohne großen Aufwand zu mehr Sicherheit beitragen:  Spezielle Bodenmarkierungen ermöglichen Fahrern eine optimale Spiegeleinstellung. Ampeln könnten so geregelt werden, dass Fahrzeug und Fußgänger nicht gleichzeitig auf der Kreuzung sind. Zudem könnten Schutzwege weiter weg von Kreuzungen angelegt werden, die mit zusätzlichen Spiegeln ausgestattet werden könnten. Großes Augenmerk sollte aber auch auf einer konsequenten Verkehrsbildung und Sensibilisierung sowohl für Lkw-Fahrer als auch Fußgänger, Radfahrer etc. liegen.

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