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6. Vorarlberger Wirtschaftsparlament: Bildung und Nachhaltigkeit im Fokus

WKV-Präsident Hans Peter Metzler zog Bilanz und verwies darauf, dass die weltweiten rasanten Veränderungen die Notwendigkeiten erhöhen, Reformen am heimischen Standort klar weiterzuverfolgen und ihnen aktiv zu begegnen.

Am 19.11. 2019 fand das 6. und letzte Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Vorarlberg in dieser fünfjährigen Funktionsperiode statt.
© WKV 6. Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Vorarlberg: Abstimmung der Anträge

Beim heutigen 6. Wirtschaftsparlament zog Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler Bilanz und gab einen Ausblick in die Zukunft. „Die weltweiten rasanten Veränderungen erhöhen die Notwendigkeit, Reformen am heimischen Standort klar weiterzuverfolgen und ihnen aktiv zu begegnen. Wir benötigen dringend gezielte steuerliche und bürokratische Entlastungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, damit allen mehr Netto von Brutto bleibt. Ebenso sind effektive Impulse notwendig, um die Investitionstätigkeit anzukurbeln.“Durch die gute Konjunktur konnten die Unternehmen in den Jahren 2018/2019 tausende neue Jobs schaffen, gleichzeitig hat sich der Fachkräftemangel aber noch weiter verschärft. „Ab 2023 werden wir zudem einen deutlichen Anstieg bei den Pensionierungen der geburtenstarken Jahrgänge erleben. Die demografische Entwicklung wird uns also massiv treffen und der Fachkräftemangel ein chronischer Begleiter werden“, sagt Metzler.

Vergangenes Jahr wurde mit dem Dis.Kurs Zukunft der größte Strategieprozess in der Geschichte der Wirtschaftskammer Vorarlberg gestartet, wie der WKV-Präsident berichtet: „Das ist ein starkes Signal von uns als Interessenvertretung, um die Zukunft unseres Landes in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht mutig mitzugestalten, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen und unsere Leistungen und die des gesamten Wirtschaftsstandortes darzustellen.“  Knapp 50 Projekte wurden Ende Jänner im Festspielhaus Bregenz vor über 1.000 Gästen aus der Wirtschaft präsentiert,    24 dieser Projekte sind bereits umgesetzt: „Dort, wo wir es selbst in der Hand haben, werden wir unentwegt weiter im Interesse des Vorarlberger Unternehmertums arbeiten. Zahlreiche weitere Projekte des Dis.Kurs Zukunft sind bereits in der Umsetzung und werden über das Jahr 2019 hinaus weiter vorangetrieben. Was mich sehr freut, ist, dass durch unseren Dis.Kurs Zukunft sichtbar wird, wie engagiert wir gemeinsam mit Partnern für den Standort Vorarlberg arbeiten. Wir müssen nicht immer nach Brüssel oder Wien schauen. Bei uns im Land ist definitiv mehr Spielraum vorhanden, als wir uns in der Vergangenheit zugetraut haben. Den nutzen wir jetzt“, erklärt Präsident Hans Peter Metzler.

Nachhaltigkeit

Mit dem neuen Schwerpunkt ­­Nachhaltigkeit soll einem der bedeutendsten Themen noch mehr Aufmerksamkeit zuteil werden, denn unser Wirtschaftsstandort muss fit und zukunftsfähig sein: Dazu gehört die Entwicklung und Pflege von Netzwerken in der Vorarlberger Wirtschaft, der damit verbundene Wissenstransfer sowie eine intensivere Bewusstseinsbildung zum Begriff Nachhaltigkeit. „Es  geht um die Balance zwischen Gesellschaft und Natur, immer in Anbetracht eines verantwortungsvollen Umgangs mit den vorhandenen Ressourcen. Die Wirtschaft ist dabei Teil der Lösung und nicht des Problems.“ Die Vision aus dem Strategieprozess sei daher auch eine klare: Vorarlberg soll ein Vorzeigeland für nachhaltige Entwicklung werden, um den Kindern einen chancenreichen Lebensraum für die Zukunft zu ermöglichen. Präsident Metzler lud alle Fraktionen ein, sich gemeinsam in diesem Vorhaben einzubringen. Die Wirtschaftskammer geht mit gutem Beispiel voran und wird mit all ihren Standorten (WIFI Dornbirn und Hohenems) im Frühjahr 2020 ökoprofit-zertifiziert werden.  

Bildung

Das Thema Bildung nimmt einen zentralen Schwerpunkt in der Arbeit der WKV ein. Viele Projekte aus dem Dis.Kurs Zukunft (Code4Kids, Duale Akademie, Digitale Lernfabrik, Werkstatt „Schule leiten“, Ausbildungsbotschafter etc.) sind auf Schiene. „Die Qualifikation der Menschen - egal ob Unternehmer oder Mitarbeiter - ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Wirtschaftsstandortes. Als Wirtschaftskammer arbeiten wir konsequent an der dualen Ausbildung, besseren Schulkonzepten und einer umfassenderen Berufsorientierung“, sagt Metzler. Mit der i-Messe wurde der größte Marktplatz zur Berufs- und Bildungsorientierung in Vorarlberg geschaffen. Bei der zweiten Auflage Anfang November konnten über 10.000 Besucher gezählt werden. „Der große Besucheransturm und die überaus positiven Rückmeldungen zeigen uns, dass wir mit der i auf dem richtigen Weg sind“, betont der WKV-Präsident. 

WKV ist Servicepartner Nr. 1 der heimischen Unternehmen

„Die Wirtschaftskammer ist ein solidarisches System mit einem breiten Leistungsspektrum, das von den Vorarlberger Unternehmen gerne in Anspruch genommen und in einer diesjährigen Erhebung des market-Instituts mit Bestnoten bewertet wurde: Wir sind für unsere Mitglieder der Servicepartner Nr. 1“, erklärt Präsident Metzler. Die WKV erreicht Top-Werte bei der Frage nach der wirkungsvollsten Vertretung der unternehmerischen Interessen und bei der Bewertung der Zufriedenheit mit der Interessenvertretung an sich. Eine weitere Frage zum Imageprofil der WKV zeigt, dass „die Mitglieder die Wirtschaftskammer als glaubwürdig (70 Prozent „sehr gut“ und „gut“), offen und transparent (63 Prozent „sehr gut“ und „gut“) und mitgliederorientiert (63 Prozent „sehr gut“ und „gut“) wahrnehmen – ein insgesamt sehr starkes Zeichen unserer Mitglieder für ihre Interessenvertretung“, resümiert Hans Peter Metzler. Dennoch bleibt der weitere Ausbau der Mitgliederservices und verbesserte Informationen für die Mitglieder eines der zentralen Ziele der Organisation. 

Anträge zum Wirtschaftsparlament

In den Delegiertenanträgen zum Wirtschaftsparlament wurden zukunftsweisende Entscheidungen für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg getroffen. Unter anderem ging es um einen Antrag der Vorarlberger Wirtschaft für einen „neuen Dualen Bildungsweg“.  Einstimmig wird die Wirtschaftskammer Österreich aufgefordert, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass auf Basis eines neuen Gesetzes für eine höhere Berufsausbildung der gewerblichen Wirtschaft neue, an der Berufspraxis orientierte Ausbildungsangebote und -abschlüsse auf NQR-Level 5 – 7 ermöglicht werden. In einem ersten Schritt sollen zwischen dem Abschluss einer Lehre und der Meister- bzw. Befähigungsprüfung auf gesetzlicher Basis neue Qualifikationen auf NQR-Stufe 5 eingerichtet werden.

Ebenso haben sich die Delegierten einhellig darauf geeinigt, an die Bundesregierung und die zuständigen Stellen heranzutreten und dazu aufzufordern, als dringend benötigte Impulse (weitere Entlastung für Unternehmer) für Österreichs Wirtschaft und Standort folgende Maßnahmen schnellstmöglich einzuleiten und umzusetzen:

  • weitere wichtige Maßnahmen, wie z.B. die Anhebung des Gewinnfreibetrages, die Tarifsenkung bei der Einkommensteuer und die Senkung der Körperschaftsteuer auf Schiene zu bringen
  • Einführung eines Investitionsfreibetrages
  • Vereinfachung bei der Abschreibung von Arbeitszimmern
  • Verkürzung und Entbürokratisierung der allgemeinen Abschreibregeln sowie
  • weitere Senkung der Abgabenquote Richtung 40 Prozent

Mit großer Mehrheit angenommen wurde auch ein Antrag der Vorarlberger Wirtschaft zur Reduktion der SVS-Beiträge. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg möge sich bei den zuständigen Stellen dafür einsetzen, dass

  1. der Kostenbeitrag von Versicherten auf 5 Prozent reduziert wird, wenn der Unternehmer seine Gesundheitsziele nachhaltig erreicht
  2. die SVS einen „Sicherheitshunderter“ zur Förderung der Prävention von Unfällen für die Unternehmer einführt
  3. die Umsatzgrenze bei Unternehmern bei geringen Versicherungszeiten beim Antragsrecht auf Entfall der Kranken- und Pensionsversicherung gestrichen wird
  4. das Informationsangebot für Jungunternehmer verbessert wird, um Versicherte vor Nachzahlungen zu schützen
  5. die SVS ein Vorreiter einer digitalen Serviceplattform für Selbstständige wird sowie
  6. ein Steuerbonus für Training in betrieblichen Freizeit- und Fitnesseinrichtungen eingeführt wird.

Ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen wurde der Antrag der Vorarlberger Wirtschaft „Klimaschutz: unternehmerische Nachhaltigkeit fördern“. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg wird darin aufgefordert, die Betriebe beim Thema Nachhaltigkeit noch stärker zu unterstützen und sich bei den zuständigen Stellen für eine ausgewogene und wirtschaftliche Energie- und Umweltpolitik einzusetzen. Unter anderem sollen ein „Investitionsklima“ in umweltfreundliche Maßnahmen durch steuerliche Impulse wie der KESt-Senkung für „Grüne Anleihen“ und Investitionsfreibeträge für „Ökoinvestitionen“ geschaffen werden. Vorarlberger Betriebe sollen zudem bei ihren Nachhaltigkeits-Aktivitäten verstärkt unterstützt und vernetzt werden.

Einstimmige Zustimmung fand ein Antrag der Grünen Wirtschaft, das Präsidium der Wirtschaftskammer Vorarlberg aufzufordern, sich bei der Landesregierung für die Einführung eines Reparaturbonus nach dem erfolgreichen Modell in Oberösterreich einzusetzen. Analog zur Idee des Handwerkerbonus soll es einen Bonus für die Reparatur von Elektrogeräten geben.

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