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25 Jahre in in der EU: Ein Gewinn für Österreich

Nach 25 Jahren EU-Mitgliedschaft belegen alle vorliegenden Zahlen, Daten und Fakten, dass die mit dem Binnenmarkt verbundenen Chancen von der heimischen Wirtschaft genützt wurden. Österreich gehört zu den Top-Gewinnern der europäischen Integration.

Österreich ist 2020 seit 25 Jahren Mitglied der Europäischen Union: Unser Land konnte die Chancen des europäischen Binnenmarktes perfekt für sich nutzen.
© istock Österreich ist 2020 seit 25 Jahren Mitglied der Europäischen Union: Unser Land konnte die Chancen des europäischen Binnenmarktes perfekt für sich nutzen.

Bereits ein Vierteljahrhundert ist Österreich Teil der Europäischen Union, die als erfolgreiches Friedensprojekt auch schon den Friedensnobelpreis erhalten hat. 1995 ist Österreich mit dem Beitritt zur damaligen Europäischen Gemeinschaft vom östlichen Rand in die Mitte Europas gerückt – mit seither anhaltenden, positiven Auswirkungen auf Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum. 

So profitiert Österreich als EU-Mitgliedsland

Als kleine offene Volkswirtschaft konnte Österreichs Wirtschaft von der europäischen Integration besonders profitieren. Denn mit dem EU Beitritt kam der Außenhandel Österreichs erst richtig in Schwung. Und das spiegelte sich in der Wirtschaftsleistung wider. Ökonomen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) haben einen Vergleich angestellt und errechnet, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich seit dem EU Beitritt pro Jahr um rund 0,7 Prozentpunkte höher ausfiel, als es ohne EU-Beitritt der Fall gewesen wäre. Seit 1995 lag das durchschnittliche Wachstum bei 1,9 Prozent pro Jahr.

Auch die Exporte in die anderen EU-Mitgliedstaaten haben sich von 33 Milliarden Euro im Jahr 1995 auf 105 Milliarden Euro im Jahr 2018 mehr als verdreifacht und es konnte die 150 Mrd.-Schallmauer der weltweiten Gesamtexporte durchbrochen werden.

Auch ausländische Investoren erkannten die Attraktivität Österreichs als Wirtschaftsstandort und als „Drehscheibe“ zu Osteuropa: Ausländische Unternehmen investierten in Österreich seit dem EU-Beitritt durchschnittlich (1995 – 2018) rund 6,9 Milliarden Euro pro Jahr. In den drei Jahren vor dem Beitritt waren es ca. 1, 3 Milliarden Euro. Die Investitionen ausländischer Unternehmen in Österreich sind damit im Durchschnitt auf das Fünffache angestiegen, der Bestand an Direktinvestitionen in Österreich hat sich von rund 16 Mrd. Euro im Jahr 1995 auf rund 176 Mrd. Euro im Jahr 2018 erhöht!

Wirtschafts- und Währungsunion

Der Maastricht-Vertrag und die damit beschlossene Teilnahme an der Wirtschafts- und Währungsunion legten Österreich und den anderen EU-Staaten Beschränkungen auf, die sich in einer notwendigen Budgetkonsolidierung und einer rückläufigen Staatsverschuldung äußerten. Durch die Einsparung bei öffentlichen Ausgaben, aber auch durch Steuererhöhungen, wurden allerdings verringerte Konsumausgaben in Kauf genommen, die sich in einem relativ niedrigen Wirtschaftswachstum niederschlugen. Andere Länder leiteten aufgrund äußerer Umstände (z. B. Finnland aufgrund des Wegfalls des Handels mit der Sowjetunion nach 1989) diesen Konsolidierungsprozess bereits früher ein. Von der EU-Erweiterung um die Länder aus Mittel- und Osteuropa sowie Malta und Zypern profitierte Österreich wie kein anderes Land. Die Exporte in diese Region boomten, die österreichischen Direktinvestitionen in diesen Ländern erreichten Rekordwerte. Österreich zählt in seinen Nachbarländern zu den größten Investoren. Der Ausbruch der Finanzkrise hat allen Ländern weltweit einen Dämpfer versetzt. Die EU hat rasch und beherzt reagiert und binnen kurzer Zeit war sie Schutzschirm hinsichtlich der europäischen Finanzmärkte und Kreditwirtschaft. Ohne den schützenden Schirm der EU und insbesondere der Währungsunion hätte Österreich die Wirtschaftskrise nicht so gut überstanden.  Sowohl das WIFO als auch die Bertelsmann Stiftung sprechen von einem deutlichen Gewinn Österreichs durch die EU-Integration: Laut WIFO konnte Österreich ein kumuliertes zusätzliches Wirtschaftswachstum in Höhe von 63 Mrd. Euro (seit 1989, hochgerechnet bis 2015) erzielen, wodurch rund 18.500 zusätzliche Arbeitsplätze pro Jahr geschaffen wurden. Laut Bertelsmann Stiftung profitieren am stärksten vor allem verhältnismäßig kleine, aber exportstarke Nationen im geografischen Zentrum Europas, so auch Österreich.

WKV-Vizepräsident Michael Grahammer: „Unsere Betriebe haben heute grenzenlosen Zugang zu einem Markt mit nunmehr 440 Millionen Konsumenten. Für ein kleines exportorientiertes Land im Herzen Europas und an der Schwelle zwischen Ost und West ist das ein unbezahlbarer Vorteil. Heute kann aus wirtschaftlicher Sicht nur ein Resümee gezogen werden: Die Entscheidung für den EU-Beitritt war richtig!“ 

Das sagen die Österreicher zur EU-Mitgliedschaft 

Laut aktueller Eurobarometer-Umfrage sehen 49 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die EU Mitgliedschaft positiv, 16 Prozent negativ und 35 Prozent sind neutral eingestellt. Seit Beginn der EU-Mitgliedschaft vor 25 Jahren, als Befürworter und Gegner jeweils etwa 30 Prozent ausmachten, hat sich die Stimmung dennoch deutlich verbessert. Was hat sich aus Sicht der heimischen Bevölkerung durch den Beitritt zur Europäischen Union per 1. Jänner 1995 positiv entwickelt? Als positivste Errungenschaften der EU sehen Österreicher- innen und Österreicher gemäß der Eurobarometer-Umfrage den freien Verkehr von Personen, Gütern und Dienstleistungen (59 Prozent), den Frieden zwischen den Mitgliedstaaten (47 Prozent) sowie den Euro (38 Prozent).


BREXIT: „Kein guter Tag für Europa“

WKV-Präsident Hans Peter Metzler bedauert den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union und sichert volle Unterstützung für die Exportbetriebe zu.

Den 31. Jänner 2020 bezeichnete Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler als einen traurigen Tag für Europa. „Aber dennoch gilt es, bis zum Jahresende nach vorne zu schauen und eine möglichst enge Partnerschaft zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich auszuhandeln“, erklärt der WKV-Präsident. „Wir werden unsere Unternehmen in dieser Situation mit unserem AußenwirtschaftsCenter in London und unserem Team in der Außenwirtschaftsabteilung weiterhin bestmöglich unterstützen“, sagt Metzler. Klar sei, der BREXIT schadet nicht nur dem Vereinigten Königreich und seinen Bürgerinnen und Bürgern, sondern schwächt auch die Europäische Union erheblich. Eine aktuelle Studie des Londoner Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung (NIESR) belege, dass der BREXIT dem Vereinigten Königreich weit mehr als der Mitgliedsbeitrag an die EU kostet: Über die nächsten Jahre werden der britischen Wirtschaft umgerechnet mehr als 80 Milliarden Euro verloren gehen.

Mit dem EU-Austritt tritt eine Übergangsphase in Kraft, die bis Ende Dezember 2020 dauert. Das bedeutet für österreichische Unternehmen, dass es bis Jahresende 2020 keine Änderungen in der Geschäftstätigkeit mit dem Vereinigten Königreich geben wird und man
•  weiterhin reibungslos im Rahmen der Warenverkehrsfreiheit in das Vereinigten Königreich liefern kann.
•  weiterhin keine Zollformalitäten befolgen muss und auch keine Einfuhrumsatzsteuer fällig ist.
•  weiterhin Dienstleistungen im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit erbringen kann.
•  weiterhin Fachkräfte in das Vereinigte Königreich im Rahmen der Personenfreizügigkeit entsenden kann.
 
Vereinigtes Königreich bleibt ein wichtiger Handelspartner

Trotz BREXIT bleibt das Vereinigte Königreich für uns ein wichtiger Handelspartner und Absatzmarkt. Aus Sicht der Wirtschaftskammer und im Sinne unserer Betriebe muss deswegen ein möglichst umfassendes EU-Abkommen das Ziel der Verhandlungen sein. Ist das bis Ende 2020 nicht zu schaffen, sollte diese Übergangsphase unbedingt verlängert werden“, erklärt Präsident Metzler. Für Vorarlbergs Wirtschaft geht es beim Vereinigten Königreich um den siebtwichtigsten Exportmarkt. Im ersten Halbjahr wuchs das Exportvolumen um 5,2 Prozent. Das Wachstum sei wohl auch damit zu erklären, dass viele Firmen aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem BREXIT ihre Lager in Großbritannien gefüllt und Lieferungen noch forciert haben.
 Die Wirtschaftskammer bietet heimischen Unternehmen mit dem BREXIT-Infopoint weiterhin umfassende Information, Beratung und Service.

Unterstützung durch die Wirtschaftskammer: BREXIT INFOPOINT
t 0590900-5590
Mo-Do 8:00-16:30 Uhr
Fr 8:00-16:00 Uhr
brexit@wko.at
wko.at/brexit

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