th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

„Forbearance für die Zeit der Pandemie aussetzen“

Vorarlbergs Regionalbanken brauchen flexiblere Lösungen, um starke Partner in Zeiten der Corona-Krise zu sein.

Vorarlbergs Regionalbanken wünschen sich flexiblere Lösungen, um Ihren Kunden in der Covid-Krise zielsicherer helfen zu können.
© iStock Vorarlbergs Bankenvertreter plädieren für eine Laufzeitverlängerung der Covid 19-Garantieprodukte.

Werner Böhler, Obmann der Sparte Bank und Versicherung, verdeutlicht, dass es zur Bewältigung der Krise Verbündete braucht. Das sind neben den Regulatoren insbesondere die Politik und vor allem die Kunden, denen Vorarlbergs Regionalbanken mit Offenheit gegenübertreten, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Nicht der Einzelfall bereite Sorgen, sondern die Summe der auftretenden Risikokosten.

Wiedereinführung des Forbearance-Schutzes

„Durch Stundungen können wir vielen Unternehmen eine enorme Entlastung bieten. Wenn die Stundungen aber durch den Wegfall der Forbearance-Erleichterungen zum Problem der Banken werden, dann sind auch uns die Hände gebunden, großzügig Stundungen zu gewähren. Da muss unbedingt eine Sondersituation weitergeführt werden“, sagt Spartenobmann Böhler und führt aus: „In der noch dauernden Pandemiesituation ist das Forbearance-Instrumentarium nicht nur unbrauchbar, sondern sogar schädlich. Banken könnten dadurch ihrem Auftrag, in dieser Zeit Partner der Wirtschaft zu sein, was sie bislang nachweislich unter Beweis gestellt haben, nicht mehr nachkommen.“ Der mit Ende September 2020 ausgelaufene Forbearance-Schutz der einschlägigen EBA-Guidelines zu Moratorien sollte in Anbetracht der veränderten Situation neuerlich eingeführt werden oder alternative, ebenso effektive Aufsichtsmaßnahmen angedacht werden.

Die Vorarlberger Banken hätten sich darüber hinaus in dieser schwierigen Situation als verlässliche Partner der Wirtschaft erwiesen und seien Teil der Lösung. Böhler: „Dennoch haben sich die Anforderungen an die Kreditinstitute verschärft. So muss beispielsweise zukünftig das Auslaufen gewährter Unterstützungsmaßnahmen und die dadurch erhöhten Verpflichtungen vollständig berücksichtigt werden.“  Auch wurden die Banken jüngst verpflichtet, „ein effektives Risikomanagement zu implementieren, das es ihnen ermöglicht, ein von der Krise betroffenes, aber grundsätzlich gesundes Unternehmen von nicht lebensfähigen Unternehmen zu unterscheiden“. Damit sollte gewährleistet sein, dass Banken mit der gebotenen Vorsicht ihr Kreditportfolio managen. Darüber hinausgehende Regelungen sind aus Sicht des Bankensprechers nicht erforderlich und eher hinderlich bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen mit den betroffenen Kunden.

Unternehmen entlasten

Mit heutigem Wissen wurden die vom Bund verbürgten COVID-Finanzierungen mit einer deutlich zu geringen Laufzeit vergeben, was zu erhöhten Rückzahlungsbelastungen der Unternehmen führt. Hier wären dringend Verlängerungen der Laufzeit dieser Kredite erforderlich, um die Unternehmen zu entlasten. Eine weitere Forderung der Vorarlberger Kreditwirtschaft ergeht an die Regierung, die aktuellen Bestimmungen des URG-Gesetzes (Unternehmensreorganisationsgesetz) zu lockern. Durch die coronabedingt zu erwartenden negativen Bilanzen werden viele Unternehmen an die im Gesetz festgelegten Grenzen stoßen und dadurch große Probleme bekommen. 

„Forbearance könnte somit für die Dauer der Pandemie überhaupt ausgesetzt werden, weil sie eine Vielzahl anderer wünschenswerter Aufgaben erschwert bzw. verhindert. Auch andere Regelungen, die in normalen Zeiten durchaus ihre Berechtigung haben, müssen an die aktuelle Sondersituation angepasst werden, weil ansonsten viele Unternehmen an ihre Grenzen stoßen werden,“ sagt der Spartenobmann.

von

Das könnte Sie auch interessieren

Solide Auftragslage für das erste Halbjahr 2021 – Krisensichere Arbeitsplätze am Bau – Immobilienmarkt in Vorarlberg stabil

Bauwirtschaft blickt auf positives Jahr 2020 zurück

Die heimische Bauwirtschaft ist insgesamt gut durch das von der Pandemie dominierte Jahr gekommen. Vorsichtig optimistisch sind  die Erwartungen an 2021, zeigen die Ergebnisse der Blitzumfrage zum Jahresende. mehr

45.985 „Vorarlberg isst…“-Gutscheine verkauft

Großer Erfolg: 45.985 Vorarlberg isst…-Gutscheine verkauft

Starkes Zeichen der Solidarität: 2020 wurden 45.985 Gutscheine im Wert von 943.855 Euro verkauft. „Ein großes Dankeschön an die Unternehmen, die Bevölkerung und die Raiffeisenbanken, die hier großartige Unterstützung geleistet haben. Das ist ein sensationeller Erfolg!“, sagt Mike P. Pansi, Obmann der Fachgruppe Gastronomie. mehr