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Reisewarnungen klar entgegenwirken!

WKV-Präsident Hans Peter Metzler
© Frederick Sams
Die aktuelle Corona-Politik in Europa bringt in den Ländern des Alpenraums massive existenzielle Bedrohungen mit sich, die letzten Endes nicht nur die Tourismuswirtschaft, sondern sämtliche regionale Wirtschaftskreisläufe bedrohen. Die unterschiedlichen Maßnahmen der europäischen Staaten und insbesondere die inzwischen ausufernden Reisewarnungen bzw. -beschränkungen sind wahres Gift für die europäische Wirtschaft und zugleich für das europäische Gemeinschaftsgefühl. Mit Blick darauf, dass die Quelle für Ansteckungen derzeit vor allem auf private Feiern und Zusammentreffen zurückzuführen ist, bringen diese unsere regionalen Unternehmen unnötig in Gefahr und steigern lediglich die Verunsicherung. Ich bin davon überzeugt, dass das Corona-Virus mit strengen Hygienemaßnahmen und dem Gebot des Abstandhaltens auch ohne Reisewarnungen in Schach gehalten werden kann. In unseren Tourismusbetrieben ist das gelebte Praxis. Das gegenseitige Bombardieren mit Reisewarnungen richtet großen volkswirtschaftlichen Schaden für alle Beteiligten an. Die Rückkehr des Nationalismus und des Protektionismus darf in Europa keine Chance haben. Verschärft werden die problematischen Reisewarnungen durch die verschiedenen Ampelsysteme und die unterschiedlichen Kriterien für Reisebeschränkungen. Ich appelliere an eine koordinierte europäische Vorgehensweise, um eine stabile Wintersaison zu ermöglichen, was über den Tourismus hinaus für zahlreiche weitere Branchen wichtig ist.

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