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Corona hat Spuren am Lehrlingsmarkt in Vorarlberg hinterlassen

Die Lehrlingsstatistik weist für das vergangene Jahr 6992 Lehrlinge in Ausbildung aus, damit zeigt sich ein leichter Rückgang der Lehrlingszahlen im Land. Fehlende Schnuppermöglichkeiten und die durch die Pandemie bedingte Unsicherheit bei den Betrieben haben sich spürbar auf den Lehrlingsmarkt ausgewirkt.

Motivation der Betriebe zur Lehrlingsausbildung weiter hoch: Die Zahl der Ausbildungsbetriebe lag in Vorarlberg im letzten Jahr – trotz der Pandemie - mit 1.815 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
© iStock Motivation der Betriebe zur Lehrlingsausbildung weiter hoch: Die Zahl der Ausbildungsbetriebe lag in Vorarlberg im letzten Jahr – trotz der Pandemie - mit 1.815 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammer Vorarlberg zeigt einen leichten Rückgang der Lehrlingszahlen im vergangenen Jahr: Ende 2020 standen 6992 Lehrlinge in Vorarlberg in Ausbildung. Das entspricht einem Minus von 122 Personen (-1,71 Prozent) im Vergleich zum Jahr 2019. Zusätzlich absolvieren 115 Personen ihre Ausbildung in der sogenannten Teilqualifikation. Im ersten Lehrjahr 2020 wurden 2.008 neue Lehrverträge abgeschlossen, das bedeutet ein Minus von 176 Lehranfängern im Vergleich zum Vorjahr. „In den Betrieben hat die Corona-Krise die Unsicherheit verstärkt, was zu einer erhöhten Vorsicht bei der Aufnahme von Lehrlingen geführt hat“, sieht Christoph Jenny, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) einen Grund für den Rückgang.

Erschwerter Kontakt zu Lehrbetrieben

Während des Lockdowns und des eingeschränkten Schulbetriebs war es für die Jugendlichen schwer mit den Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu treten. „Die für die Jugendlichen gerade während der Phase der Berufsfindung wichtige Unterstützungsstruktur hat stark unter der Pandemie gelitten, so konnten beispielsweise nur vereinzelt Schnuppertage in den Betrieben stattfinden und auch die Lehrlingsmessen mussten abgesagt werden. Damit hat aber die persönliche Begegnung zwischen den Jugendlichen und den Ausbildungsbetrieben vielfach einfach gefehlt. Das hat sich spürbar auf die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrlingsverträge ausgewirkt“, informiert Christoph Jenny. Man habe schnell auf die Situation reagiert, daraus ist unter anderem eine Kooperation zwischen dem Jugendcoaching des BIFO und den Ausbildungsberatern der Wirtschaftskammer entstanden. „Wir haben den Sommer gut genutzt und vielen Jugendlichen doch noch eine Lehrstelle vermittelt. Dennoch haben Jugendliche sich aber aufgrund der eingeschränkten Informations- und Kontaktmöglichkeiten zu den Betrieben verstärkt für eine weiterführende Schule entschieden. Für eine Lehre haben sich 2020 46,45 Prozent der Jugendlichen entschieden, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 4 Prozent. Ziel muss es sein, wieder über 50 Prozent zu kommen“, führt der Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg weiter aus.  

Motivation der Betriebe zur Lehrlingsausbildung weiter hoch

„Die Lehre ist ein chancenreicher Ausbildungsweg, den es weiterhin als solchen bei den Jugendlichen und Eltern im Land zu positionieren gilt“, betont WKV-Präsident Hans Peter Metzler: „Die Corona-Pandemie hat zwar ihre Spuren am Lehrstellenmarkt hinterlassen, positiv ist aber die weiterhin große Motivation der Betriebe zur Lehrlingsausbildung. Die Zahl der Ausbildungsbetriebe lag in Vorarlberg im letzten Jahr – trotz der Pandemie - mit 1.815 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.  

Schulbildung und Staatsbürgerschaft

Im Jahr 2020 hat die größte Gruppe der Jugendlichen vor dem Eintritt in das erste Lehrjahr eine Polytechnische Schule besucht (38,05 Prozent). 32,02 Prozent der Lehrlinge im ersten Lehrjahr haben zuletzt eine Neue Mittelschule, Haupt- oder sonstige Schule besucht und 24,35 Prozent kommen aus BMS, BHS und AHS.

Der Anteil der Lehrlinge mit nicht-österreichischen Staatsbürgerschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 15,8 Prozent etwas erhöht. Den höchsten Anteil an ausländischen Lehrlingen stellen die Jugendlichen aus Deutschland mit 4,15 Prozent, dahinter folgen mit 2,76 Prozent Jugendliche aus der Türkei.  

Beliebteste Lehrberufe 2020

Der beliebteste Lehrberuf bei den weiblichen Lehrlingen war 2020 wie auch schon im Vorjahr die Einzelhandelskauffrau. Darauf folgten Friseurin, Bürokauffrau, Metalltechnikerin, Verwaltungsassistentin und Restaurantfachfrau.

Bei den männlichen Lehrlingen sind der Metalltechniker, der Elektrotechniker, der Kraftfahrzeugtechniker, der Installations- und Gebäudetechniker sowie der Einzelhandelskaufmann die am häufigsten gewählten Lehrberufe des vergangenen Jahres.


Factbox: Die wichtigsten Kennzahlen der Lehrlingsstatistik 2020

  •  Ende 2020 standen 6992 Lehrlinge in Ausbildung. Das ist eine Differenz von -122 (-1,71%) zum Vorjahr.
  • 115 Personen absolvieren ihre Ausbildung gemäß § 8b(2) Berufsausbildungsgesetz in der sogenannten Teilqualifikation. (sind nicht eingerechnet)
  • Im ersten Lehrjahr gibt es 2008 Lehrlinge.
  • 46,45% der Jugendlichen haben sich für eine Lehre entschieden, 62,12% der Burschen, und 29,66% der Mädchen.
  • 38,05% der Lehrlinge kommen aus der Polytechnischen Schule, 32,02% aus der neuen Mittelschule,der Haupt- oder Sonstigen Schulen, 24,35% aus BMS, BHS und AHS.
  • 45,58% der Lehrlinge werden im Gewerbe und Handwerk ausgebildet.
  • Der Ausländeranteil bei den Lehrlingen ist mit 15,8% etwas höher als im Vorjahr.
  • Bei den weiblichen Lehrlingen werden 58,55% in den zehn beliebtesten Lehrberufen ausgebildet. Bei den männlichen Lehrlingen finden sich 62,76% in den zehn beliebtesten Lehrberufen
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