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Vorarlberger Fitnessbetriebe brauchen dringend Perspektiven

"Ein 80-prozentiger Umsatzersatz ist für unsere Fitnessbetriebe unumgänglich – sie brauchen dringend Perspektiven und Planungssicherheit", sagt Branchensprecher Manfred Scheel.

Manfred Scheel
© Scheel

Im Jahr 2020 haben die heimischen Fitnessbetriebe mehr als 25 Prozent ihrer Kunden verloren. Die dadurch fehlenden Umsätze sind kaum aufzuholen, denn die Kompensation durch Neukundengewinnung wird bis zu fünf Jahre dauern. „Deswegen ist ein 80-prozentiger Umsatzersatz für das Überleben der Branche unumgänglich – In Vorarlberg gibt es über 110 Fitnessbetriebe, die dringend Perspektiven und Planungssicherheit brauchen“, sagt Fitnessbetriebe-Branchensprecher der WKV, Manfred Scheel. Dass die Fitnessbetriebe bei den Lockerungen der Maßnahmen nicht berücksichtig wurden, sorgt für Unverständnis in der Branche.

„Nicht nur dass man sich geradezu vergessen fühlt, auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich nun nochmals verschlechtert“, sagt Scheel und führt aus: „Das Umsatzminus wird unsere Betriebe einige Jahre belasten, sofern sie überhaupt überleben. Die Reduzierung des Umsatzersatzes auf nur mehr 50 Prozent ist eine ernsthafte Existenzbedrohung. Das liegt allein deswegen schon auf der Hand, weil die Kalkulationen und Kostenrechnungen in der Fitnessbranche einfach nicht mit denen in anderen Branchen vergleichbar sind – ein 50-prozentiger Ersatz deckt nicht einmal laufende Betriebskosten.“ Dabei habe es keinen einzigen Cluster in einem gewerblichen Fitnessbetrieb gegeben. Laut Sanitätsdirektionen der Länder lag das Infektionsgeschehen in den Betrieben unter einem Prozent. Das Contact Tracing sei jederzeit lückenlos möglich, die Leitung der Besucherströme und die Abstandregeln realisiert und die Hygienestandards ohnehin extrem hoch. 

Langer Atem geht aus

Der Aderlass an Mitgliedern sowie die Tatsache, dass eine Kompensation durch Neukundengewinnung bis zu fünf Jahre dauern wird, bereitet Kopfzerbrechen – die Branche stehe mit dem Rücken zur Wand, sagt Scheel: „Deswegen ist ein 80-prozentiger Umsatzersatz unerlässlich. Es braucht zudem auch eine definitive Zusage, dass wir am 7. Jänner 2021 öffnen dürfen. Nur das gibt uns die nötige Planungssicherheit und eine ernsthafte Chance, denn immerhin ist der Jänner der stärkste Monat für die Neukundengewinnung“, erklärt der Branchensprecher. Bereits im März wurden drei Forderungen an Bund und Länder übergeben: Die Senkung der Mehrwertsteuer für die Mitgliedsbeiträge auf zehn Prozent, die Abschreibfähigkeit der Beiträge für Unternehmen im Rahmen der Firmenfitness ohne Sachbezug für die Mitarbeiter/-innen und die Absetzbarkeit von Fitnessbeiträgen im Einkommenssteuerbescheid. „Alle diese machbaren Maßnahmen, die zumindest für eine Chancengleichheit am Markt gesorgt hätten, haben weder im Frühjahr noch jetzt bei den Vertretern der Politik Gehör finden. Dabei haben viele andere Branchen oder Vereine weitaus bessere Bedingungen: Etwa der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Gastronomiebetriebe bis Ende 2021 – bei den Fitnessbetrieben ist dieser Satz unverändert bei 20 Prozent geblieben“, betont Scheel. 

Faktor Gesundheit

Dabei wären die Fitnessbetriebe mit österreichweit 1,2 Millionen Trainierenden eigentlich Teil der Lösung zur Bekämpfung der Corona Pandemie. „Expert/-innen sind sich einig, dass gezieltes Muskeltraining das Immunsystem und die Abwehrkräfte des Körpers stärkt, somit ein wesentlicher Baustein in der Vorbeugung gegen Krankheiten ist. Es ist die Grundlage zur Bewältigung des privaten und sportlichen Alltags, das Verletzungsrisiko wird durch eine gute Grundkonstitution minimiert. Trotz dieses Wissens bleiben, durch ausstehende und aktuelle Entscheidungen der Politik, die Betriebe geschlossen und in ihrer Existenz gefährdet“, kritisiert der Fitnessbetriebe-Branchensprecher und betont daher einmal mehr die gemeinsamen Forderungen der österreichischen Fitnessbetriebe: 

  • Umsatzersatz von 80 Prozent für Dezember
  • Definitive Öffnungszusage für 7. Jänner 2021
  • Senkung der Mehrwertsteuer auf zehn Prozent für Mitgliedsbeiträge
  • Abschreibbarkeit der Mitgliedsbeiträge für Unternehmen im Rahmen von Firmenfitness
  • Kein Sachbezug für Mitarbeiter/-innen bei Teilnahme an Firmenfitness-Programmen
  • Absetzbarkeit der Fitnessbeiträge bei der Einkommenssteuererklärung
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