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12.131 EPU sind Zeugnis neuer Arbeitswelten

Susanne Rauch-Zehetner, EPU-Sprecherin, und Dieter Bitschnau, Obmann der Sparte Information und Consulting, informierten anhand aktueller Umfrageergebnisse über die Situation der 12.131 EPU in Vorarlberg.

Eine Umfrage zur Situation von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) in Vorarlberg zeigt: Die rund 12.000 EPU punkten mit individueller Expertise, hoher Spezialisierung und persönlicher Kundenbetreuung.
© Istock Eine Umfrage zur Situation von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) in Vorarlberg zeigt: Die rund 12.000 EPU punkten mit individueller Expertise, hoher Spezialisierung und persönlicher Kundenbetreuung.

„EPU haben sich als eine neue Form des Unternehmertums etabliert und bereichern die Vorarlberger Wirtschaft“, sagt Susanne Rauch-Zehetner, EPU-Sprecherin der Wirtschafskammer Vorarlberg, im Rahmen einer Pressekonferenz. Mit einem Anteil von rund 55 Prozent machen die 12.131 EPU über die Hälfte der Unternehmen in Vorarlberg aus. „Und Sie versprechen weiterhin Wachstumspotenzial“, sieht sich Rauch-Zehetner in den aktuellen Umfrageergebnissen einer Befragung von knapp 500 EPU bestätigt. Speziell im Dienstleistungssektor entwickelt sich das Unternehmertum hin zu flexiblen, kleinen und individualisierten Unternehmenseinheiten. So sind in der Kreativbranche, in der IT- und Digitalisierung und bei personennahen Dienstleistungen neue Geschäftsfelder entstanden. „Die Nachfrage nach der individuellen Expertise, hoher Spezialisierung und der persönlichen Betreuung des Kunden stellt die Grundlage für das große Potenzial von EPU dar“, erklärt die EPU-Sprecherin. 

Susanne Rauch-Zehetner, EPU-Sprecherin, und Dietmar Bitschnau, Obmann der Sparte Information und Consulting, machen Vorschläge für bessere Rahmenbedingungen für EPU.
© Istock Susanne Rauch-Zehetner, EPU-Sprecherin, und Dietmar Bitschnau, Obmann der Sparte Information und Consulting, machen Vorschläge für bessere Rahmenbedingungen für EPU.


Ein weiterer Trend, der den Erfolg von EPU prägt, ist die zunehmend vernetzte und projektbezogene Arbeitsweise. In diesen Netzwerken und Kooperationen entstehen wiederum Innovationen und neue Dienstleistungsangebote für die gesamte Vorarlberger Wirtschaft. „Um dieses Potenzial für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg zu sichern, braucht es Rahmenbedingungen, die eine moderne Form des Arbeitens ermöglichen“, betont Dieter Bitschnau, Obmann der Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. 

EPU brauchen gute Rahmenbedingungen

Konkret fordern Rauch-Zehetner und Bitschnau eine Verbesserung der sozialen Absicherung für Kleinstbetriebe in Form einer einkommensabhängigen Ausgestaltung des Krankengeldes für hauptberufliche EPU. Ein weiterer Punkt betrifft die einfachere steuerliche Abzugsfähigkeit für ein Arbeitszimmer zu Hause: „Und zwar auch dann, wenn dieses räumlich nicht abgrenzbar ist oder auch Tätigkeiten außerhalb dieses Büros erbracht werden. Wir fordern eine pauschale steuerliche Abzugsfähigkeit von 1.250 Euro pro Jahr“, führt Bitschnau aus.

Sehr kritisch bewerten EPU-Sprecherin Rauch-Zehetner und Spartenobmann Bitschnau das sogenannte Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz, das seit einem Jahr in Kraft ist. Der ursprüngliche Ansatz, mehr Rechtssicherheit für EPU und Auftraggeber zu schaffen, wurde nur bedingt erreicht. In der Praxis schafft die neue Regelung viel Aufwand, löst aber nicht das Problem. „Solange es kein Recht auf Selbstständigkeit gibt, wird weiter über den Kopf des EPU hinweg entschieden, ob er Unternehmer sein darf oder nicht“, erklärt Bitschnau und weiter: „Wir fordern das Recht auf Selbstständigkeit. Wer sich für das Unternehmertum entscheidet und ein Gewerbe anmeldet, soll ein Recht darauf haben, selbstständig zu sein.“

Ergebnisse der EPU-Umfrage in Vorarlberg

(Zeitraum 13. bis 27. August 2018 | 476 Online-Interviews von Vorarlberger EPU)

  • 12.131 EPU in Vorarlberg (Stand 31.12.2017)
  • 55,4 % EPU-Anteil in Vorarlberg
  • knapp 59 % aller EPU sind fünf und mehr Jahre selbstständig – „EPU sein“ bezieht sich nicht ausschließlich auf Neugründer und Jungunternehmer, sondern ist eine langfristige Form des Unternehmertums
  • 60 % aller EPU sind hauptberuflich selbstständig, sie erzielen Einkünfte nur aus der selbstständigen Tätigkeit
  • rund ein Viertel aller EPU sind hybride Unternehmer, die als EPU selbstständig sind und gleichzeitig in einem Dienstverhältnis stehen

 

Motive für den Schritt in die Selbständigkeit als EPU

  • Selbstverwirklichung: 40 %
  • sein eigener Chef sein: 46 %
  • Unabhängigkeit und flexible Zeiteinteilung: 52 %
  • Marktchancen/Fachwissen nutzen/Produkt oder Dienstleistungsidee: 33 %
  • Steigerung des Einkommens: 15 %
  • bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf: 26 %
  • Zuverdienst: 17 %
  • Unzufriedenheit mit ehemaligem Job: 22 %
  • (drohende) Arbeitslosigkeit/Outsourcing: 6 %

 

Vernetztes Arbeiten

  • 60 % aller EPU arbeiten gelegentlich oder regelmäßig mit Netzwerkpartnern zusammen.
  • knapp 60 % aller EPU haben ihr Büro/ihre Werkstatt/ihr Geschäftslokal zu Hause, einen externen Geschäftsstandort haben 30 %
  • 27 % sind bei der Erbringung ihrer Dienstleistung direkt beim Kunden
  • knapp 7 % arbeiten in Coworking-Räumlichkeiten

 

Wirtschaftliche Situation von hauptberuflichen EPU

  • das Einkommen von EPU hängt wesentlich von der Dauer des Marktauftritts ab
  • 91 % der hauptberuflichen EPU sind mit der Entwicklung ihres Unternehmens zufrieden oder sogar sehr zufrieden
  • 92 % blicken optimistisch oder sehr optimistisch in die Zukunft
  • vor die Frage gestellt, ob man sich noch einmal als EPU selbstständig machen würde, antworten 88 % mit einem klaren „Ja“
  • lediglich 9 % der hauptberuflichen EPU sind mit der Entwicklung ihres EPU unzufrieden oder sehr unzufrieden, knapp 8 % schätzen die Zukunftschancen eher schlecht oder schlecht ein
  • 85 % jener EPU, die aufgrund von (drohender) Arbeitslosigkeit oder Outsourcing den Schritt in die Selbständigkeit gewagt haben, sind mit der Entwicklung ihres Unternehmens zufrieden oder sogar sehr zufrieden, 78 % dieser Gruppe würden sich – vor die Wahl gestellt – wieder als EPU selbstständig machen

 

Wachstumsziele der Vorarlberger Ein-Personen-Unternehmen

  • 9 % wollen mittelfristig (3-Jahres-Zeitraum) Mitarbeiter anstellen
  • 48 % streben ein Umsatzwachstum an
  • 22 % sehen Wachstum eher in qualitativen Faktoren bewertet, sie wollen ihr Produkt- oder Dienstleistungsangebot qualitativ erweitern
  • 42 % aller EPU sagen, dass sie mit der Situation ihres Ein-Personen-Unternehmens zufrieden sind und kein weiteres Wachstum anstreben
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