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„Zeitarbeit – auf Partner in der Region vertrauen“

Die heimische Zeitarbeitsbranche wurde zu Unrecht mit dem Corona-Cluster in Frastanz in Zusammenhang gebracht, das stellen Branchenvertreter im Rahmen einer Pressekonferenz klar und betonen die Rolle der Branche als wichtige Partner der Vorarlberger Wirtschaft: Die Arbeitskräfteüberlassungsunternehmen unterstützen den Arbeitsmarkt und investieren in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter/-innen.

V.l.: Susanna Troy (GF der gewerblichen Dienstleister), Harald Ritter (Stv. Berufsgruppensprecher der Arbeitskräfteüberlasser), Manfred Kritzer (Berufsgruppensprecher der Arbeitskräfteüberlasser), Pius Nachbaur (Fachgruppenobmann der gew. Dienstleister).
© WKV V.l.: Susanna Troy (GF der gewerblichen Dienstleister), Harald Ritter (Stv. Berufsgruppensprecher der Arbeitskräfteüberlasser), Manfred Kritzer (Berufsgruppensprecher der Arbeitskräfteüberlasser), Pius Nachbaur (Fachgruppenobmann der gew. Dienstleister).

Die derzeit rund 1.900 Mitarbeiter/-innen (Jahresdurchschnitt 2019: 2.452) stehen im Mittelpunkt der Vorarlberger Arbeitskräfteüberlasser, wie deren Berufsgruppensprecher Manfred Kritzer einleitend betont: „Zeitarbeit bietet attraktive Beschäftigungsverhältnisse mit hohen Lohn- und Gehaltsniveaus und ist Türöffner in heimische Top-Unternehmen.“

Zeitarbeiter wertschätzen, nicht stigmatisieren 

Pius Nachbaur, Fachgruppenobmann der gewerblichen Dienstleister, stellt im Zusammenhang mit dem in Frastanz aufgetretenen Corona-Cluster klar, dass keine heimischen Zeitarbeitsunternehmen involviert waren. Er sieht die Branche öffentlich und pauschal unter Generalverdacht gestellt,

und dies ohne konkreten Hinweis oder durch eine Prüfung. Die im Wohnheim in Frastanz untergebrachten Mitarbeiter/-innen sind Subunternehmen, die baunahe Dienstleistungen in Vorarlberg ausführen, zuzuordnen. Unreflektierte Kritik und eine Schwarz-Weiß-Darstellung der Zeitarbeitsbranche will Nachbaur daher nicht gelten lassen – Zeitarbeit sei nicht per sè für Clusterbildungen verantwortlich.

Er appelliert, die rund 82.000 in Österreich beschäftigten Zeitarbeitnehmer/-innen nicht durch Begriffe wie „Leiharbeiter“ oder „Leasingpersonal“ zu stigmatisieren, sondern die Zeitarbeiter/-innen anhand ihrer Ausbildungen und Berufe wertzuschätzen. „Ein Elektrotechniker ist ein Elektrotechniker – unabhängig davon, ob sein Dienstverhältnis zu einer Zeitarbeitsfirma oder zu einem anderen Unternehmen besteht“, führt Nachbaur beispielhaft aus und stellt fest: „Zeitarbeit ist ein wichtiger Teil unserer Gesamtwirtschaft: Gerade in Vorarlberg, als stark exportorientiertes Land, kommt der Zeitarbeit eine sehr hohe Bedeutung zu, denn nur mit den zusätzlichen Fachkräften aus der Zeitarbeit lassen sich Auftragsspitzen kurzfristig und kompetent abarbeiten.“ 

Partnerschaft auf Augenhöhe

„Unsere Mitarbeiter/-innen sind unsere wertvollste Ressource. Wir achten auf unsere Leute und verstehen unsere Zusammenarbeit als Partnerschaft auf Augenhöhe“, stellt Manfred Kritzer, Berufsgruppensprecher der Vorarlberger Arbeitskräfteüberlasser, klar. Langfristige Arbeitsverhältnisse oder Mitarbeiter/-innen, die nach einer Probezeit in die Stammmannschaft des Beschäftigerbetriebes wechseln, bestätigen die Attraktivität der Zeitarbeitsbranche. Die Arbeitskräfteüberlassung biete Wiedereinsteiger/-innen, älteren und jüngeren Bewerber/-innen oder Langzeitarbeitsuchenden die Chance für einen Einstieg in ein Unternehmen.

Kritzer erläutert weiter, dass die Arbeitskräfteüberlassungsbranche durch das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz und einen eigenen Kollektivvertrag streng reglementiert und kontrolliert ist. Das Lohnniveau orientiert sich als Untergrenze am Metallgewerbe. „Gleichzeitig sorgt das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz durch entsprechende Gleichbehandlungsgebote und Diskriminierungsverbote dafür, dass Zeitarbeiter in praktisch allen Belangen des Entgeltanspruchs, der Arbeitszeiten, des Urlaubs u.ä. den Stammarbeitern eines Beschäftigerbetriebes gleichgestellt – oder in manchen Fällen sogar bessergestellt – sind“, führt der Berufsgruppensprecher aus. Mit einem von der Arbeitskräfteüberlassungsbranche selbst finanzierten „Sozial- und Weiterbildungsfonds“ wird aktiv in die Fachkräfteausbildung und Weiterbildung der Mitarbeiter/-innen investiert und Zeitarbeiter werden im Falle von Arbeitslosigkeit zusätzlich zu den Leistungen des AMS unterstützt.

Berufsgruppensprecher Manfred Kritzer stellt zudem klar, dass Zeitarbeit in keinem Zusammenhang mit prekären Wohnsituationen steht. Zeitarbeitsunternehmen unterstützen ihre Mitarbeitenden bei der Suche nach passenden Wohnsituationen – Wohnungen, Pensionen oder Privatunterkünfte. In seltenen Fällen, in denen Quartiere nicht den Standards entsprechen, werden die Mitarbeiter/-innen gegenüber dem Vermieter unterstützt oder es wird eine andere Unterkunft vermittelt. 

Regionale Auftragsvergabe forcieren 

Der stellvertretende Berufsgruppensprecher der Arbeitskräfteüberlasser, Harald Ritter, plädiert für eine regionale Auftragsvergabe: „Uns ist wichtig, dass die heimischen Unternehmen unsere Dienstleistungen in Personalangelegenheiten – wie Recruiting, Vermittlung, Überlassung und Lohnabrechnungen – in Anspruch nehmen.“

Egal ob in der Zeitarbeit oder in der Werkvertragserbringung von im Ausland ansässigen Firmen, macht Ritter auf die gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam, die auch grenzüberschreitend eingesetztem Personal das in Österreich geltende Lohnniveau garantiert. „Die Arbeitskräfteüberlasser unterliegen in Österreich strengen Kontrollen, das sichert auch unsere Kunden ab. Bei Lockangeboten und Billigstpreisen müssen hingegen die Alarmglocken schrillen. Auf Partner in der Region zu vertrauen ist der beste Schutz für eine faire Bezahlung der Mitarbeiter/-innen, für die Arbeitssicherheit, für die Zukunft unserer Branche und insgesamt zur Sicherung des Standortes Vorarlberg“, stellt Harald Ritter klar. 

Zeitarbeit in Zahlen 

Susanna Troy, Geschäftsführerin der gewerblichen Dienstleister in der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), führt aus, dass die Zeitarbeitsquote in Vorarlberg, bezogen auf den Gesamtbeschäftigtenstand in den vergangenen drei Jahren, zwischen 1,4 und 1,5 Prozent lag: „Zeitarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Arbeitslosigkeit. Je höher die Zeitarbeitsquote, desto geringer die Arbeitslosenquote.“ Die heimischen Zeitarbeitsunternehmen beschäftigen zu 44 Prozent inländische Mitarbeiter/-innen. Durch den hohen Fachkräftebedarf der vergangenen Jahre sind zu 8,5 Prozent Mitarbeitende aus Deutschland, 5 Prozent aus Ungarn, 4,3 Prozent aus Rumänien und 3,2 Prozent aus Polen im Mitarbeiterstamm der Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt (Jahresschnitt 2019). 

Mit 41 Prozent sind Zeitarbeitnehmer in Industrieunternehmen eingesetzt, gefolgt von Gewerbe und Handwerk (34 Prozent), Handel (7 Prozent), Transport und Verkehr (5,5 Prozent), Information und Consulting (5,1 Prozent) und Tourismus (2,9 Prozent); (Jahresschnitt 2019, bezogen auf ganz Österreich).

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