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„Wir sind die Treiber der digitalen Transformation“

Seit neun Jahren steht der Kommunikationsexperte Dieter Bitschnau als Spartenobmann an der Spitze der rund 3.700 aktiven Informations- und Consultingdienstleister in Vorarlberg. Im Interview mit „Die Wirtschaft“ spricht er über die anstehende WK-Wahl, die Schwerpunkte seiner Branche und das wichtige Thema Krankenzusatzversicherung.

Dieter Bitschnau, Obmann der Sparte Information und Consulting in der WKV.
© clavis Dieter Bitschnau, Obmann der Sparte Information und Consulting in der WKV.
Wie geht es den wissensbasierten Dienstleistern?
Unsere Unternehmen konnten in den vergangenen Jahren laufend Umsatzzuwächse verbuchen und die Stimmung ist weiterhin gut. Ende März werden wir das Geschäftsjahr 2019 bilanzieren, aber ich rechne mit weiterem Umsatzwachstum und einer positiven Aussicht auf das aktuelle Geschäftsjahr.

In wenigen Tagen wählen die Vorarlberger Gewerbetreibenden bei der Wirtschaftskammerwahl ihre Branchenvertretungen für die nächsten fünf Jahre neu. Was erwarten Sie von der Wahl?

Jede Stimme ist wichtig, ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung. Wesentlich ist, dass sich qualifizierte Unternehmerinnen und Unternehmer der Wahl stellen, um ihre jeweilige Branche mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Eine Solidargemeinschaft wie die Wirtschaftskammer stellt sicher, dass Interessenvertretung, Service und Weiterbildung für alle Betriebe zugänglich sind – egal, ob Ein-Personen-Unternehmen, Klein-, Mittel- oder Großunternehmen. Deshalb muss der Fokus auch künftig auf der Sacharbeit, den Anliegen der Mitglieder und der Zukunft der Branche liegen; parteipolitische Interessen dürfen nicht im Vordergrund stehen. Deswegen schätze ich auch unseren Präsidenten Hans Peter Metzler, der mit seinem Ansatz „Unternehmertum auf Vorarl-
berger Art“, die Richtung vorgibt und stets das große Ganze im Blick hat.  

Auf welche Themen setzt die Sparte Information und Consulting?

Die Digitalisierung wird wesentlich durch unsere Branche vorangetrieben, wissensbasierte Dienstleister sind die Treiber der digitalen Transformation und entwickeln stetig neue  Anwendungen und Dienstleistungen. Es ist wichtig, dass wir diese Beratungs- und Umsetzungskompetenz sichtbar machen und allen Mitgliedsbetrieben der WKV zugänglich machen. Wir schauen stets über den eigenen Tellerrand und haben den Blick für das Gesamte: Über zahlreiche Workshops, Veranstaltungen und innovative Formate gelingt es uns,  auch die Unternehmen aus anderen Branchen für die Digitalisierungsthemen zu sensibilisieren, Bewusstsein zu schaffen und Wissen zu vermitteln.

Ist auch die Kreativwirtschaft ein Treiber für Innovation?

Die Kreativwirtschaft hat in den vergangenen Jahren massiv an Bedeutung gewonnen, gerade bei potenziellen Auftraggebern: Kommunikationsaufgaben sind nicht nur „nice to have“, sondern mittlerweile ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Ich möchte die Kooperation zwischen der Kreativwirtschaft und anderen Branchen weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang hat sich das designforum gut etabliert, aber es gilt auch hier in die Zukunft zu denken: Kooperationen mit der Kreativwirtschaft müssen forciert und initiiert werden und auch die Vernetzung der Akteure innerhalb der Kreativwirtschaft wollen wir über das Design hinaus vorantreiben.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Ein sehr spannendes und innovatives Format gab es bei der  Ausschreibung des Corporate Design für die Marke Vorarlberg: Ein Kreativtag anstelle klassischer Agenturpitches. 39 Teams mit über 100 Personen kamen zum Kreativtag und erarbeiteten tolle Entwürfe für das Coporate Design der Marke Vorarlberg. Diese geballte Vielfalt an unterschiedlichen Unternehmen und die zahlreichen hervorragenden Ideen waren ein starkes Zeichen der Vorarlberger Kreativwirtschaft!

Auch beim Thema Cybercrime sind Sie engagiert...

Zum einen können sich Unternehmen, die Opfer einer Cyberattacke wurden, jederzeit an die Cyber-Security-Hotline wenden. Zum anderen sind präventive Unterstützungsangebote wichtig: Dazu schnüren wir aktuell mit Branchenkollegen ein Beratungspaket für alle WKV-Mitglieder, bei dem sich Firmen einem IT-Security-Check unterziehen. Es wird anhand simulierter Angriffe getestet, ob die IT-Sicherheit funktioniert und analysiert, wo es  potenzielle Sicherheitslücken gibt. Wurde ein Unternehmen bereits Opfer eines Hackerangriffs, sind Prozesse und Produktion oft lahmgelegt, was einen enormen Umsatzverlust bedeuten kann. Zusätzliche Kosten fallen zum Beispiel durch die Datenwiederherstellung an. Hier entwickeln wir aktuell eine Idee für eine "Cybercrime-Versicherung", denn die Chancen der Digitalisierung sind riesig, aber auch das Risiko ist groß. Speziell im Bereich der Cybersicherheit haben die Betriebe in unserer Branche hervorragendes Expertenwissen, das wir zum Nutzen aller Unternehmen sichtbar machen wollen.  

Stichwort „Versicherung": Der Sparte Information und Consulting ist es gelungen, mit einem Versicherungsunternehmen ein sehr attraktives Paket für eine Krankenzusatzversicherung zu schnüren...
Wir bauen in der Interessenvertretung einerseits auf ein dichtes Netz der sozialen Absicherung im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls. Mittelfristig sollte die Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) daher auch das Krankengeld für Selbständige an das tatsächliche Einkommen anpassen, wobei für Unternehmer, die auf Basis der Mindestbeitragsgrundlagen eingestuft sind, natürlich der bestehende Mindestbetrag an Krankengeld beibehalten werden muss. Ergänzend zur gesetzlichen Absicherung macht es Sinn, die Menge von rund 130.000 Informations- und Consultingunternehmen in Österreich in die Waagschale zu werfen, um besonders attraktive Konditionen für eine Krankenzusatzversicherung zu verhandeln.

Vielen Dank für das Gespräch!

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