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„Wir müssen naiv, arrogant und wichtigtuerisch sein“

Thomas Gabriel, Mitinitiator der kürzlich gestarteten Initiative „Startupland“ und selbst Start-up-Gründer, spricht mit „Die Wirtschaft“ über die nächsten Schritte der frischen Initiative.

Thomas Gabriel, Mitinitiator der kürzlich gestarteten Initiative „Startupland“ und selbst Start-up-Gründer, spricht mit „Die Wirtschaft“ über die nächsten Schritte der frischen Initiative.
© Thomas Gabriel/Molindo Thomas Gabriel ist Mitinitiator der kürzlich gestarteten Initiative „Startupland“ und selbst Start-up-Gründer.

Vor Kurzem wurde die Initiative Startupland gestartet. Wie war der Auftakt und wie geht es weiter?

Die Geburtsstunde von Startup-land war mit internationalen Referenten und über 200 Gästen ein großer Erfolg. Das mediale und politische Echo hat uns gezeigt, dass wir mit der Initiative zum richtigen Zeitpunkt losgelegt haben. Es geht Schlag auf Schlag. Wir organisieren mit unserem großartigen Team gerade die Veranstaltungen „Startupland- & Brutkasten-Meet-up“ mit Georg Hauer von N26 am 17. Mai und das „2 Minuten 2 Millionen Vorarlberg Special“ am 19. Juni. Außerdem erarbeiten wir ein Maßnahmenpaket, mit dem wir Vorarlberg zu einem erfolgreichen Startupland machen wollen. 

Was waren die Auslöser und Motive für die Gründung von Startupland?

Im internationalen Kontext haben andere Regionen einen erheblichen Vorsprung in Sachen Start-up-Kultur. Start-ups sind Innovationstreiber und schaffen direkt und indirekt Wertschöpfung in der Region. Der Kampf um Ideen, Talente und Schlüsselarbeitskräfte nimmt national und international rasant zu. Anfang des Jahres führten wir erstmals einen eigenen Start-up-Barometer in Vorarlberg durch. Das Stimmungsbild zeigt: Vorarlberg ist bei Start-ups nicht an der Spitze.

Nachdem neulich die Digitale Agenda vorgestellt wurde, gab es auch Verwunderung über die Einschätzung, Vorarlberg sei (noch) kein Start-up-Land...

Wir sprechen hier von ca. 50 Start-ups, die in Vorarlberg ihr Glück versuchen. Bei dem ganzen internationalen Start-up-Hype fällt auf, dass Vorarlberg eine sehr kleine Szene hat. Die meisten Start-ups befinden sich in der Anfangsphase und kaum in der großen, schnellen Wachstumsphase. Der Fachkräftemangel – insbesondere im IT-Bereich – betrifft gravierend die Start-ups. Zudem stufen Start-ups die Finanzierungssituation in Vorarlberg als schwach ein. Es fehlt schlicht der Zugang zu Business Angels und Investoren. Wir müssen mit einer gut durchdachten Strategie daran arbeiten, dass wir eine Start-up-Kultur im Land entwickeln und das Ökosystem wachsen kann.

Was wollt ihr mit der Initiative Startupland erreichen?

Wir wollen eine Interessenvertretung für die Vorarlberger Start-ups aufbauen. Wir wollen Wegweiser sein und mit unserem Netzwerk Zugang zu Experten schaffen. Hierfür werden wir uns auch dafür einsetzen, dass die Initiative Startupland eine Verortung in Vorarlberg bekommt, um dies noch besser ausüben zu können. Start-ups sollen in Vorarlberg wachsen können und nicht aus irgendwelchen Gründen gezwungen sein, in die großen Metropolen dieser Welt abwandern zu müssen.

Inwiefern gilt ein Jungunternehmen eigentlich als Start-up?

Es gibt im Wesentlichen zwei Kriterien. Eines ist Innovation. Ein Start-up hat immer ein innovatives Geschäftsmodell. Das kann bis zur „Disruption“ gehen, wenn bestehende oder traditionelle Geschäftsmodelle verdrängt oder vollkommen ersetzt werden. Das zweite Kriterium ist die Skalierbarkeit.

Welche Eigenschaften muss man für ein Start-up mitbringen?

Wir Gründer und auch unsere Mitarbeiter müssen naiv, arrogant und wichtigtuerisch sein. Und das meine ich jetzt ganz im positiven Sinn: Naiv deswegen, weil wir uns  sonst nicht trauen, etwas völlig Neues zu machen. Arrogant, weil die meisten Leute uns nur erklären wollen, warum unsere Idee nicht funktionieren wird. Und wichtigtuerisch, weil uns sonst keiner ernst nimmt. Ein Start-up lebt für das Produkt und das Team. In kleinen Teams hat der einzelne Mitarbeiter noch eine bedeutendere Rolle. Deshalb wissen alle, wofür sie arbeiten. Das macht einen großen Unterschied in der täglichen Arbeit aus und man fährt die berühmte „Achterbahn“ gemeinsam. 

Mehr Informationen unter www.startupland.at

Von Simon Groß

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