th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

„Wertschöpfung muss jeden Tag hart erarbeitet werden“

Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler, Initiator des Strategieprozesses Dis.Kurs Zukunft, im Gespräch über die Not-wendigkeit, die aktuellen und künftigen Herausforderungen in Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit anzupacken.

Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler: „Unser Prozess ist Ausdruck von Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit.“
© Matthias Rhomberg Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler: „Unser Prozess ist Ausdruck von Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit.“

Über 1.000 Unternehmerinnen und Unternehmer sind Ende Jänner Ihrer Einladung ins Festspielhaus gefolgt. Hat Sie so viel Zuspruch überrascht?

Ja, und gleichzeitig sehr erfreut, weil ich von ganz Vielen signalisiert bekommen habe, dass wir uns damit auf dem richtigen Weg befinden. So viel geballtes Unternehmertum hat man sehr selten beisammen. Sie alle, kleine Betriebe, KMU, Hidden Champions, Großbetriebe, Weltmarktführer, repräsentieren die ganze Bandbreite und Stärke unseres Wirtschaftsstandortes. Für die Risikobereitschaft, den Mut, für die tägliche unternehmerische Kraft, gebührt ihnen großer Dank und Respekt. Sie sind das Fundament unserer Zukunftsfähigkeit.

Und doch bemängeln Sie immer wieder fehlende Wertschätzung für das Unternehmertum...

Viele verstehen die Zusammenhänge nicht mehr. Wertschöpfung erzeugt nicht die Politik und sie wächst auch nicht auf den Bäumen. Sie muss jeden Tag erarbeitet werden, von den Unternehmen gemeinsam mit ihren Mitarbeiter/-innen. Wir sind in großer Mehrheit ehrbare Kaufleute, Vertreter Unternehmertum auf  Vorarlberger  Art, und nicht aufs schnelle Geld aus. Wir sind Familienbetriebe, wir denken in Generationen, wir sind nicht die Umweltzerstörer oder Grund-und-Boden-Diebe. Was wir brauchen, sind Entwicklungsmöglichkeiten, um im Wettbewerb zu bestehen und damit nachhaltig die Zukunft für das Land und die Menschen zu sichern.

Daher auch der Strategieprozess?

Aber nicht als Selbstzweck, sondern als ein aufrichtiger Prozess, bei dem wir als Wirtschaftskammer  unseren Beitrag für eine gute Entwicklung und Zukunftsfähigkeit unseres Lebens- und Wirtschaftsstandortes leisten wollen. Wir wollen zeigen, dass wir was bewegen und uns der Zukunft stellen. Dabei sehen wir uns zum einen als Weichensteller, das heißt, wir wollen Entwicklungen ermöglichen, aber wir wollen uns zum anderen auch als Themengeber positionieren, als Institution, die Themen vorgibt und Mut zu deren Umsetzung macht.

Ihnen ist die Balance im Land zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Mensch und Natur wichtig...

Da sind wir in Vorarlberg nicht so schlecht unterwegs. Das dürfen wir uns auch von verschiedenen Ebenen nicht kaputtreden lassen. Wirtschaft ist für mich unteilbar und die Basis für ein demokratisches, friedliches, soziales, kulturelles und gesellschaftspolitisches Zusammenleben.

Es geht also nur gemeinsam?

Davon bin ich überzeugt. Wir müssen vom Schwarz-Weiß-Denken wegkommen, Brücken bauen und das Gemeinsame erkennen. Wir erwarten uns keine Vorteile, fordern aber mehr Fairness, Verständnis und Wertschätzung für das Unternehmertum auch vonseiten der Politik, Bevölkerung, den Behörden und den Institutionen. Am Ende des Tages sitzen wir nämlich alle im selben Boot. Ohne Unternehmertum wäre es dunkel in diesem Land.


Interview: Herbert Motter

Das könnte Sie auch interessieren

  • Meinung
Um einen „Change“-Prozess erfolgreich umsetzen zu können, müsse man sich klarmachen, wie das menschliche Gehirn funktioniert, sagt Psychologe Axel Koch.

„Man darf nicht alles auf einmal verändern wollen“

Change. Kein Unternehmen kommt auf Dauer ohne Veränderungen aus. Diplom-Psychologe und Autor Axel Koch warnt aber davor, in einen „Change“-Wahn zu verfallen, weil dadurch nicht nur die Mitarbeiter leiden, sondern auch der Unternehmenserfolg. mehr

  • Meinung
Das Ziel der Positiven Psychologie ist es, Menschen und Organisationen aufblühen zu lassen, erklärt Psychotherapeut und Pädagoge Bertram Strolz im Interview mit "Die Wirtschaft".

„Gewinnmaximierung allein schafft keine sinnerfüllte Arbeit“

Menschen wollen in ihren Stärken herausgefordert werden. Kompetenzen und Talente sollen entdeckt, richtig eingesetzt und gefördert werden. Das Ziel der Positiven Psychologie ist es, Menschen und Organisationen aufblühen zu lassen, erklärt Psychotherapeut und Pädagoge Bertram Strolz. mehr

  • Meinung
Im Interview: Christian Kesberg, Wirtschaftsdelegierter in London.

BREXIT: Die Zeichen stehen auf Sturm

Der neue britische Premier Boris Johnson ist nun der Hauptverhandlungspartner der EU um den Brexit. Auch wenn Österreich vom BREXIT im EU-Vergleich geringer als andere Länder betroffen ist, geht es um einen wichtigen Exportmarkt. „Die Wirtschaft“ hat Christian Kesberg, Wirtschaftsdelegierter in London, um seine Einschätzung gebeten. mehr