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#Regionalität - Dis.Kurs Zukunft

Beim Thema Regionalität lautete die zentrale Frage: Wie finden und fördern wir mehr Initiativen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft im Wettbewerb der (EU-)Regionen?

Beim Thema Regionalität lautete die zentrale Frage: Wie finden und fördern wir mehr Initiativen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft im Wettbewerb der (EU-)Regionen?
© Studio Fasching Der Begriff „Regionalität“ hat mit einem zentralen Problem zu kämpfen: Er ist nicht klar definiert.

Lange vorbei sind die Zeiten, in denen „Region“ als Synonym für „Provinz“ und damit für rückständig und verschlafen galt. „Region“ steht heute für Lebensqualität, nachhaltige Wirtschaftskreisläufe und Zusammengehörigkeit. Gelebt wird dies besonders im traditionellen Handwerk und mit den regionalen Speisen und Gebräuchen. Doch der Begriff „Regionalität“ hat mit einem zentralen Problem zu kämpfen: Er ist nicht klar definiert und wird meist nur für Marketingzwecke verwendet. Oft fehlt die Substanz und zumeist liegt der Fokus auf Lebensmitteln und Handwerk und nicht auf dem gesamten Wirtschaftskreislauf. Dies alles macht Regionalität für Konsumenten nur schwer erkennbar. Vielen Konsumenten scheint immer noch nicht klar zu sein, was ihr Konsumverhalten für Auswirkungen hat. Dazu kommt, dass regionale Projekte oft aus privatem Interesse einzelner Personen ins Leben gerufen werden. Wenn finanzielle Mittel oder zeitliche Kapazität fehlen, versanden sie. Daher muss durch eine nachhaltige Finanzierung die Langlebigkeit solcher Initiativen sichergestellt werden.

„Nun braucht es konkrete Maßnahmen für die Umsetzung und eine gehörige Portion Mut, das auch wirklich durchzuziehen.“
Matthias Marxgut, Klosers Bäckerei

Diesen Herausforderungen stellt sich der Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft. Ziel ist es, Regionalität in den Köpfen der Vorarlberger Bevölkerung als ein Stück lebenswerte Zukunft zu verankern. Bewusstseinsbildung steht dabei ganz oben auf der To-do-Liste. Dazu gehören soll in erster Linie eine Sensibilisierungskampagne zum Wert regionaler Kreisläufe. Im Rahmen einer Bündelung der Kräfte sollen die Tourismusstrategie und die Landwirtschaftsstrategie des Landes zusammengeführt werden, um so in einem „Campus der Regionalität“ eine neue internationale Benchmark für qualitative Regionalität zu schaffen.
Auch ein Holzwirtschaftscluster für Vorarlberg wurde angedacht, der alle „Holz-Branchen“ zusammenführt sowie die Etablierung einer Messe der Regionalität.

„Ich bin als Holzbauer regional stark verankert und habe die Chance sehr gern ergriffen, mitzuarbeiten. Bewusstseinsbildung ist für die Regionalität das Wichtigste.“
Herbert Brunner, LOT Holzbau KG

Nach den Vorstellungen der Workshop-Teilnehmer/-innen soll zudem eine niederschwellige Kontakt- und Koordinationsstelle für die regionalen Unternehmen und die regionalen Initiativen geschaffen werden, die auch als Nahtstelle zur Wirtschaftskammer Vorarlberg fungieren soll. Der Wunsch nach mehr und intensiveren Kooperationen wurde klar zum Ausdruck gebracht und mündet in der Vision: „Die Wirtschaftskammer Vorarlberg ist Gastgeber zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe.“

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