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„Realitätsfern“ – Koch und Kellner nicht auf Liste der Mangelberufe

Elmar Herburger, WKV-Spartenobmann Tourismus, kritisiert Entscheidung des Sozialministers heftig.

Im heimischen Tourismus kann man nicht nachvollziehen, dass Köche und Kellner nicht auf die
Mangelberufsliste der Fachkräfteverordnung 2017 genommen wurden. „Wir stehen in dem Punkt voll hinter der Meinung von Petra Nocker-Schwarzenbacher, der Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich“, sagt Elmar Herburger, Spartenobmann Tourismus in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Nocker-Schwarzenbacher hatte es in einer Aussendung als realitätsfern bezeichnet, dass Köche und Kellner keine Aufnahme in der Liste fanden.

 „Der Wintertourismus sucht verzweifelt Fachkräfte, dies wird aber vom zuständigen Sozialminister Stöger völlig ignoriert“, ärgert sich Elmar Herburger. Der Vorschlag, eine regionale Betrachtung der Stellenandrangszahlen vorzunehmen, wurde ebenfalls vom Tisch gewischt.
 
„Wir arbeiten laufend an Verbesserungen der Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeiter“, betont WKV-Spartenobmann Herburger. In dem Zusammenhang nimmt gerade Vorarlberg österreichweit eine Vorbildfunktion ein. „Sehr viele Betriebe im Land haben viel für gute Arbeitsbedingungen und Unterkünfte ihrer Mitarbeiter investiert“, sagt Herburger und verweist auch auf die Tourismusstrategie 2020, die den Mensch in den Mittelpunkt stellt. Zahlreiche Initiativen zielen darauf ab, Mitarbeitern einen Mehrwert zu bieten, um sie langfristig an Vorarlberg zu binden.
 
„Die Mangelberufsliste ist eine kurzfristige Maßnahme, um dem akut bestehenden Engpass sofort entgegenzuwirken“, sagt Bundesspartenobfrau Nocker-Schwarzenbacher. „Gerade der Tourismus ist eine wesentliche Stütze der österreichischen Wirtschaft. Anstatt diese Konjunkturlokomotive zu unterstützen, folgt Stöger scheinbar ideologischen Vorgaben, die die Branche bremsen.“

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