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„In rund zehn Jahren wird es in allen Berufen digitale Fähigkeiten brauchen“

Beim Schulprojekt „Code4Kids“ machen Volksschulkinder auf spielerische Art erste Erfahrungen mit der Schlüsselkompetenz Programmieren. Initiator Udo Filzmaier im Interview.

Im Vordergrund standen die Freude und das große Interesse der Schüler.
© BIFO Im Vordergrund standen die Freude und das große Interesse der Schüler.

Um was geht es beim Projekt Code4Kids?
Das Projekt „Code4Kids“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, schon unseren Jüngsten einen sehr natürlichen und intuitiven Zugang zum Thema Digitalisierung zu ermöglichen. Durch einen eher spielerischen Ansatz können Volksschulkindern innerhalb kürzester Zeit erste Erfolge erzielen. Ein einfaches Programm können die Kids beispielsweise schon nach zwei Stunden selbstständig schreiben. Den jungen wissbegierigen Schülerinnen und Schülern werden viele Themen rund um die Möglichkeiten des Programmierens aufgezeigt und erste Techniken beigebracht, wie sie komplexe Probleme strategisch lösen und ihre Kreativität digital umsetzen können. Genau dieser kreative und lösungsorientierte Ansatz ist auch der Grund, warum es keine klaren Vorgaben oder Aufgaben gibt, die erfüllt werden sollen. Was programmiert wird, entscheiden die Volksschulkinder stets auf freiwilliger Basis.

Was programmieren die Kinder genau?
Es geht vor allem darum, eine Figur – wie eine Katze oder einen Fußballspieler – in Bewegung zu setzen. Dabei werden Bausteine mit unterschiedlichen Befehlen aneinandergereiht und ergeben somit jeweils eigene Handlungsstränge.


Programmiert wird doch in mehr oder weniger komplexen Programmiersprachen?

Als wichtige Grundlage dient die Software „Scratch“ des Massachusetts Institute of Technology, die speziell für Kinder im Volksschulalter entwickelt wurde. Sie bricht die komplexen Programmiersprachen sozusagen auf die Basiselemente herunter. Unterstützung bei der Bedienung bekommen die Kinder dabei von HTL-Schüler/innen, die in die Schulen kommen und auf eine persönliche und vor allem spielerisch-lockere Art und Weise ihr Wissen an die Kinder weitergeben.

Es fanden bereits im Schuljahr 2017/18 erste Pilotprojekte statt. Welche Erfahrungen konnte das Projekt hier mitnehmen?
Besonders bewegend - und für mich persönlich spannend - war es zu sehen, wie offen und unglaublich agil die Kids sind. Die „digital natives“ haben absolut gar keine Berührungsängste mehr mit dem Thema Digitalisierung – alles ist möglich, nichts macht Angst. In welcher Geschwindigkeit auch komplexe Lerninhalte durch diese grundlegenden Voraussetzungen  hier möglich und sichtbar werden, ist absolut beeindruckend und lässt eine unglaublich kreative und innovative Zukunft erahnen.

Kürzlich fanden die ersten Einsätze von Code4Kids in Dornbirn, Hohenems und Lustenau statt. Wie geht es weiter? Wie wird das Projekt angenommen?
Die Koordination des Pilotprojekts erfolgt ja seit diesem Semester durch das BIFO in Dornbirn, das sehr viel Erfahrung in der Abwicklung und Betreuung von diversen Schulprojekten hat. Die ersten Einsätze (Rockets) des Pilots sind sowohl bei den Kindern als auch den Lehrern super angekommen und alle freuen sich bereits auf die weiteren Termine. Davon wird es nach der Rocket noch vier geben, die dann von Studentinnen und Studenten der Pädagogischen Hochschule Feldkirch betreut werden. Das BIFO arbeitet auch hinsichtlich der Evaluation des Projekts eng mit der PH zusammen und wird die Ergebnisse Ende Juni auswerten. Dann werden wir uns ansehen, inwieweit wir das Projekt weiterentwickeln und auf andere Schulen in Vorarlberg ausweiten können.


Sie haben es sich zur persönlichen Angelegenheit gemacht, bestimmte Schlüsselkompetenzen bei Kindern zu fördern. Warum ist Ihnen – als erfolgreicher Unternehmer eines Elektronik-Hightech-Unternehmens – die „Nachwuchsarbeit“ so wichtig?
Kurzum: In unseren Kindern liegt die Zukunft. Wir leben in einer extrem schnellen und veränderungsreichen Zeit. Es kommt der Moment, da werden wir unseren Planeten in die Hände unserer Kinder übergeben. Unsere Verantwortung ist es, die Kids zu diesem Zeitpunkt mit allem nötigen Wissen versorgt zu haben, das diese neue Welt von ihnen verlangen wird. Deshalb gilt es, hier früh Interesse zu fördern und Optionen aufzuzeigen. Die so entwickelten Lernmethoden werden mit Sicherheit auch im Bildungsbereich bald nicht mehr wegzudenken sein. In einigen Volksschulen werden bereits innovative Lehrmethoden und digitalisierte Unterrichtsformen miteinbezogen – stets mit sehr großem Erfolg. Das muss für uns der Weg der Zukunft sein.

Was wird künftig zum nötigen Rüstzeug für berufliche Zukunft und Arbeitsmarkt gehören?
Besonders wichtig sind geistige Agilität und der sichere Umgang mit modernen Techniken und Methodiken. Deshalb ist es sehr wichtig, dort bereits frühzeitig mit geeigneten Mitteln anzusetzen und das Interesse an und die Vorstellung von digitalen Möglichkeiten – wie etwa dem Programmieren – zu wecken. Bereits in den Volksschulen werden für die Kinder wichtige Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

Welches Potenzial hat „Code4Kids“ als eine der ersten Erfahrungen in der digitalen Bildung?
In rund zehn Jahren wird es in allen Berufen digitale Fähigkeiten brauchen. Gerade in Vorarlberg bestehen hier große Chancen. Deswegen ist es wichtig, bereits bei den Jüngsten anzusetzen und ihnen mit geeigneten Mitteln und auf spielerische Weise Möglichkeiten aufzuzeigen – ohne ihnen irgendetwas aufzuzwingen.


Code4Kids

Das Schulprojekt wurde von Udo Filzmaier, Gründer und Geschäftsführer der renommierten S.I.E-Group, gemeinsam mit der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Vorarlberg, der Plattform für Digitale Initiativen und der HTL Dornbirn initiiert. Das Land Vorarlberg und die Wirtschaftskammer Vorarlberg haben dem BIFO nun die Koordination von „Code4Kids“ in 20 Klassen im Bezirk Dornbirn übertragen.

initiator Udo Filzmaier
© S.I.E Initiator Udo Filzmaier

Hier gibt es mehr Informationen zum Projekt


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