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„Die junge Generation hat die Marke Kästle emotional aufgenommen“

„Wir setzen auf Qualität, Funktionalität und Made in Austria“, sagt Kästle-Geschäftsführer Mag. Bernd Knünz.

Zwischen 16.000 und 18.000 Paar Ski produziert und verkauft die Vorarlberger Traditionsskimarke Kästle pro Jahr. „Wir setzen auf Qualität, Funktionalität und Made in Austria“, sagt Kästle-Geschäftsführer Mag. Bernd Knünz.
© WKV Kästle-Geschäftsführer Bernd Knünz präsentiert Modelle, die am Stammsitz des Traditionsunternehmens in Hohenems gebaut wurden.

Seit rund zwei Jahren ist Kästle wieder am ursprünglichen Standort in Hohenems angesiedelt. Eine gute Entscheidung?

Der Schritt zurück nach Vorarlberg an den ursprünglichen Firmensitz war eine wichtige strategische Überlegung, die sich als absolut richtig entpuppt hat. Kästle ist eine Vorarlberger Traditionsmarke mit langer und bewegter  Geschichte, die die Vorarlberger mit Hohenems verbinden.

Womit verbinden die Vorarlberger die Marke noch?

Kästle wird außerdem mit insgesamt 132 Olympia- und WM-Medaillen verbunden. Die Identifikation mit den Siegern - zum Beispiel mit der Allzeitgröße Pirmin Zurbriggen - war und ist riesig. Rund 400.000 Paar Ski wurden in den 1980er-Jahren pro Jahr verkauft. Kästle stellte einen enormen Faktor für die heimische Wirtschaft dar. Ich denke, dass die Energie aus all den Olympiasiegen und WM-Titeln die Marke aufgeladen hat und man sie immer und gerade heute wieder spürt in unserem Logo. Weltweit gibt es rund 350 international registrierte Skimarken, aber bloß eine Handvoll kann auf eine ähnliche Geschichte aufbauen wie wir. Auch darauf setzen wir."

Viele der älteren Generation haben nach wie vor ein emotionales Verhältnis mit Kästle. Wie schaut es mit den jungen Skifahrern, Freeridern und Tourengeher aus?

Die junge Generation hat die Marke wieder aufgenommen. Wir bieten unseren Kunden ein volles Sortiment - vom Alpinski über den Allmountainski bis zum Tourenski und ernten damit Erfolge. Unser Konzept, nur die besten Materialien zu verwenden und hohe Funktonalität zu bieten, kommt sehr gut an.“

Was unterscheidet die Marke noch von den Mitbewerbern?

Kästle steht überdies für „Made in Austria“. Wir sind jene österreichische Skimarke mit der größten Wertschöpfung in Österreich.  Hier in Hohenems entwickeln wir, stellen wir Prototypen und hochqualitative Kleinserien her. Rund 40 Mitarbeiter haben hier ihren Arbeitsplatz. Wir lassen hauptsächlich von österreichischen Firmen produzieren. Das funktioniert so, dass wir mit einem fertigen Konzept zu unseren Lieferanten fahren und die Produktion von Ski genau nach diesen Vorstellungen verlangen. Wir haben mit diesen Lieferanten Verträge, die die Produktion ausschließlich in Österreich festlegen. Tochterfirmen für den Vertrieb gibt es in der benachbarten Schweiz und in den USA.

In welchen Bereichen des Markts ist Kästle am stärksten vertreten?

Ganz stark sind wir im sogenannten  Allmountain-Segment. Das sind Ski, die man nicht nur auf der präparierten Piste, sondern ebenfalls abseits im Gelände fahren kann. Der Bereich der Tourenski nimmt mit der steigenden Zahl an Tourengehern stark zu. Hier sind wir mit dem TX sehr erfolgreich. Er bietet eine tolle Abfahrtsperformance. Gleichzeitig dringt er beim Gewicht in Regionen vor, in denen die leichtesten Tourenski überhaupt angesiedelt sind - eine perfekte Kombination.

Zwischen 16.000 und 18.000 Ski produziert Kästle pro Jahr. Wo befinden sich die Märkte für die extrem hochwertigen Produkte?

Ein Drittel der Ski werden innerhalb von Österreich verkauft, ein Drittel exportieren wir in die USA, ein weiteres Drittel in die Schweiz, nach Frankreich und Norwegen. Generell kann man sagen, dass die Alpen unseren wichtigsten Markt darstellen. In den USA sind wir beispielsweise in den Nobelorten Aspen und Vail stark vertreten.

Kästleprodukte - zu denen neben Ski auch Bindungen, Stöcke und Accessoirs gehören - sind preislich hoch angesiedelt.

Wir bieten ein Premiumprodukt, das im Rahmen einer Premiumproduktion entstanden ist. Das ist ein Grund, der den Preis rechtfertigt. Noch dazu halten unsere Produkte länger als billig erzeugte Ware. Außerdem produzieren wir bzw. lassen wir ja ausschließlich in Österreich produzieren. Jeder weiß, dass dies deutlich teurer kommt als beispielsweise in der Ukraine oder in Tschechien.

Die Produkte finden trotz des höheren Preises Anklang.

Ja, weil die Kunden die Qualität erkennen und schätzen. Die Konsumenten sind auch hinsichtlich der Erzeugung ausschließlich in Österreich inwischen sensibilisiert und heißen dies gut. Der Kunde entscheidet, wo die Wertschöpfung stattfindet. Preisschlachten machen wir nicht mit.

Kästle gibt es nur im Fachhandel?

Genau. Wir setzen beim Verkauf bzw. Vertrieb unserer Qualitätserzeugnisse auf Beratung. Kommunikation auf der Onlineschiene halte ich für wichtig, der Verkauf muss aber im gut sortierten stationären Fachhandel erfolgen. Auf diese Weise erwirtschaften wir derzeit einen Umsatz von 6 bis 6 1/2 Millionen Euro pro Jahr. Derzeit...

Kenner fahren Kästle, lautet ein Slogan.

Wir möchten Produkte entwickeln und bieten, die dank ihrer Qualität das Erlebnis des Konsumenten in der freien Natur noch unterstützen. Dafür ist die Marke, die von Anton Kästle im Jahr 1924 gegründet wurde und unzählige Innovationen auf den Markt brachte, immer schon gestanden. Wir befinden uns in einem herausfordernden Markt auf einem ausgezeichneten Weg.

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