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„Der Prozess ist kein Strohfeuer. Wir bleiben dran!“

Dis.Kurs Zukunft: Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler im Interview mit "Die Wirtschaft" über den groß angelegten Strategieprozess.

Dis.Kurs Zukunft. Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler über den groß angelegten Strategieprozess.
© Marcel Hagen

Ein Jahr ist es her, dass die Wirtschaftskammer Vorarlberg den Dis.Kurs gestartet hat.  Was ist seit damals passiert?
Zunächst, es ist ein bewusster Prozess, um den Blick der Unternehmerinnen und Unternehmer auf unser Haus und unsere Schwerpunkte zu fokussieren, und, das sage ich auch ganz offen, um Unterstützung zu erbitten. Beim Startschuss an der FH vor einem Jahr waren viele spannende Unternehmenspersönlichkeiten dabei, die uns geholfen haben Schwerpunkte zu setzen. Aus dem heraus ist dann ein Programm entwickelt worden, das konkrete Projekte beinhaltet. Klares Ziel: Weg von der Analyse hin zum Tun.

Also ein lebendiger und partizipativer Prozess?
Definitiv, wir konnten im vergangenen Jahr über 1.000 Personen inspirieren, die uns von außen über die neuen Medien ihre Schwerpunkte bzw. ihre Sicht mitgeteilt haben. Wir durften dies alles in ein Programm gießen und sind danach an die konkrete Umsetzung gegangen. Damit liegt eine klare Road Map vor uns. Im Jänner ist es uns dann mit über 1.000 Unternehmerinnen und Unternehmer im Festspielhaus gelungen, zu versinnbildlichen, was wir vorhaben.

Das heißt, es ist Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.
Ja, denn wir wollten uns immer der Frage stellen, „reden die nur oder tun die auch was“? Wir haben uns bewusst Vorgaben auferlegt, die kontrollierbar, beobachtbar sein sollten. Selbstbewusst können wir sagen, wir tun etwas und haben viele Projekte in den verschiedensten Themen in Umsetzung gebracht und auch teilweise schon umgesetzt. Jetzt geht es darum, das Thema Nachhaltigkeit besonders auch in Verbindung mit Energie und Klimaschutz  – auch aus aktuellem Anlass – neu aufzunehmen. Nachhaltigkeit ist  längst eine große Herausforderung für die Vorarlberger Wirtschaft, die, und das muss explizit gesagt sein, schon viel mehr in diesen Fragen unternimmt, als der Bevölkerung bewusst ist. Viele Betriebe sind aus einer Haltung heraus schon länger in diesem Thema unterwegs, nicht erst seit es en vogue ist.

Der Dis.Kurs ist als langfristiges Projekt angelegt...
Es geht darum, an diesem Prozess, der kein Strohfeuer sein darf, dranzubleiben. Nach einem Jahr wollen wir evaluieren, wo wir mit den Projekten stehen. Diese Evaluation mit wieder über 120 Teilnehmern soll uns helfen einen nächsten Schritt zu setzen, die nächsten Ideen und Visionen zu entwickeln, diese zu diskutieren und dann wieder in Projekte zu gießen.
Was können die vielen engagierten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft beisteuern?
Es gilt, vermehrt Unternehmer-Know-how nicht nur punktuell abzuholen, sondern in den Prozess zu integrieren. Ich habe da einige positive Rückmeldungen von Unternehmer/-innen bekommen, die im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten auch während des Jahres in der Umsetzung mitarbeiten wollen. Wir werden noch intensiver auf die Unternehmer zugehen und sie auch regelmäßig über die Projektstände informieren.

Wie sehr hat sich aus Ihrer Sicht der Strategieprozess schon manifestiert?
Es freut mich, dass es sichtbar wird, wie engagiert wir, auch gemeinsam mit Standortpartnern, für den Standort Vorarlberg arbeiten. Wir können vor Ort etwas bewegen und müssen nicht immer nur nach Brüssel oder Wien schauen. Es ist definitiv mehr Spielraum vorhanden, als wir uns in der Vergangenheit zugetraut haben. Themen wie Bildung, Digitalisierung bieten ganz sicher Handlungsspielräume aktiv zu werden und nicht auf die anderen zu warten. Der Dis.Kurs soll auch abbilden, was wir vor Ort tun können. Dies gilt auch für die Wirtschaftskammer als Haus. Denn zum einen dienen wir mit diesen Projekten dem Standort und dem Lebensraum und zum andern möchten wir uns auch als Wirtschaftskammer weiterentwickeln, um noch mehr Nutzen für die Unternehmen im Land zu stiften.

Wird die Wirtschaftskammer unterschätzt?

Ich denke ja, besonders was unsere Servicefähigkeit anlangt. Die, die mit uns zu tun haben, wissen, wie gut wir aufgestellt sind. Die jüngste market-Umfrage bestätigt uns, dass ein Großteil der Unternehmen, die mit uns in Kontakt sind, mit unseren Services und Leistungen sehr zufrieden sind. Daran muss man aber permanent arbeiten.

Wie geht es mit dem Dis.Kurs Zukunft weiter?

Die Orientierung ist eine mittel- bis langfristige, denn in einem Jahr ist nicht alles möglich. Doch wir können strukturiert Schritt für Schritt unsere Projekte, die wir gemeinsam mit unseren Unternehmen definiert haben, umsetzen. Da sind wir mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs. Manche Projekte sind anspruchsvoll und damit auch auf länger angelegt, manche sind bereits umgesetzt und sichtbar. Das Wichtigste ist: Wir bleiben dran und machen spürbar, dass diese Aktivitäten sinnvoll sind. Es ist nicht ein selber Verwalten, sondern ein Gestalten.

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Herbert Motter

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