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Zwei-Faktor-Check: Mehr Zeit für Umstellung in Betrieben

EU-Verordnung schreibt strengere Regeln beim Zahlen mit Karte vor. Ein Aufschub der Umsetzungsfrist wurde nun erreicht. 

EU-Verordnung schreibt doppelte Authentifizierung bei Online-Zahlungen vor – Betriebe müssen sich dafür wappnen.
© kkolosov stock.adobe.com EU-Verordnung schreibt doppelte Authentifizierung bei Online-Zahlungen vor – Betriebe müssen sich dafür wappnen.

Um die Sicherheit bei Online- und Kartenzahlungen zu erhöhen, kommen mit einer neuen EU-Verordnung strengere Regeln auf Kunden und Betriebe zu. Diese „Starke Kundenauthentifizierung“ oder „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ sieht vor, dass sich Kunden mindestens zweimal identifizieren müssen, damit eine Zahlung als sicher eingestuft wird – und die Bank das Geld freigibt. „Bei Bezahlungen an Kartenterminals ist das eigentlich bereits üblich, da mit dem Chip auf der Karte und dem Passwort bereits zwei voneinander unabhängige Schutzmechanismen – also der Kartenbesitz und das Wissen des Besitzers – abgefragt werden“, erklärt WKO-Rechtsexperting Corinna Wiesner. 

Dennoch gebe es Bereiche in der Abwicklung von Onlinezahlungen, die dem neuen, strengen Gesetz nicht standhalten. „Wir raten Händlern, sich mit ihren Zahlungsdienstleistern bzw. der Bank in Verbindung zu setzen, um zu prüfen, ob das von ihnen angebotene Bezahlsystem auch der Verordnung entspricht“, so Wiesner. 

Erleichterung herrsche nun, da die ursprüngliche Frist für das Inkrafttreten dieser neuen Vorgaben mit dem 14. September 2019 vorerst vom Tisch ist. „Die neue Richtlinie erfordert in vielen Betrieben technische Adaptierungen für die Abwicklung von Online-Zahlungen. Nach konstruktiven Gesprächen der Wirtschaftskammer mit der FMA ist nun ein Aufschub dieser Umsetzungsfrist fix“, so WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf: „So haben betroffene Betriebe mehr Zeit, sich über etwaige notwendige Aufrüstungen zu informieren und diese umzusetzen.“ 

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