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Zusammen ist man weniger allein

Welche Benefits Coworking Spaces bieten? – Wir haben die besondere Arbeitsform der „Büro-WG“ etwas genauer unter die Lupe genommen.

Architektin Nina Halbedl (1. v. re.) wollte nicht alleine im Büro arbeiten und gründete einen Coworking-Space.
© Foto Fischer Architektin Nina Halbedl (1. v. re.) wollte nicht alleine im Büro arbeiten und gründete einen Coworking-Space.

Sie wollte die von ihr in Eigenregie umgebauten 160 Quadratmeter Raumfläche in einer ehemaligen Grazer Fabrik nicht alleine nutzen. „Nicht nur im Sinne der Ressourcenschonung, sondern auch, weil man im gemeinsamen Austausch in der eigenen Arbeit doch immer profitiert“, erzählt die Architektin Nina Halbedl. Deshalb wurde sie vor sieben Jahren – sozusagen im „Nebenberuf“ – zur Gründerin eines Coworking Spaces in Graz. Und damit zählt sie laut unseren Recherchen zu mittlerweile 36 steirischen Anbietern dieser besonderen Arbeitsplatzform (Liste der Coworking Spaces), die sich immer größerer Beliebheit erfreut.

Warum das so ist, wird beim „Lokalaugenschein“ in Halbedls WERKStudio schnell deutlich: Hier teilen sich aktuell sieben Unternehmer unterschiedlichster Branchen das „Großraumbüro“. Dennoch ist es erstaunlich ruhig. „Man muss natürlich Rücksicht aufeinander nehmen“, betont die Architektin: „Entschädigt wird man dafür aber mit Inputs von Kollegen, wenn man gerade einmal nicht weiter weiß oder man einen Durchhänger hat, und auch der Blick über den eigenen Tellerrand wird geschärft.“

Geteilte Infrastruktur

Nicht zu unterschätzen ist hier natürlich der finanzielle Aspekt. Denn Coworking Spaces bieten die volle Büroinfrastruktur, die von WLAN über Drucker, Scanner und Co. bis hin zu Besprechungsräumen, Rückzugsnischen und natürlich der Kaffeeküche reicht. Man mietet sich einfach seinen Tisch und kann sofort unternehmerisch loslegen.

Ein wichtiger Beweggrund für viele ihrer Coworker sei aber die soziale Interaktion, verrät Halbedl: „Viele wollen einfach nicht alleine zu Hause arbeiten. Manchmal braucht es einfach ein wenig Abwechslung und den Austausch mit anderen Menschen – und wenn es nur der kurze Tratsch in der Kaffeepause ist – um wieder neu motiviert weiterarbeiten zu können.“ Das bestätigt auch Businesscoach Christof Harich: „Für mich ist das Werkstudio zentral gelegener Ort für konzentriertes Arbeiten und Raum für Austausch mit inspirierenden Menschen, die ganz anderes tun und gerade deswegen den eigenen Blick auf das Geschäft bereichern.“ 

Die ruhige Arbeitsatmosphäre  erlaube es ihm, sich seinen Projekten zu widmen, erzählt Fotograf Andy Joe, der ebenso im Werkstudio beheimatet ist, „gleichzeitig wird auch der rege Austausch untereinander gefördert“.
Die Gespräche mit den Studio-Kollegen und die Netzwerke, die hier entstehen, schätzen auch Stephan Liegle und Markus Buchsbaum vom Kreativkollektiv „kontrastvoll“. Autorin Ilona Mayer-Zach nutzt das Coworking-Angebot als inspirierenden Arbeitsplatz, der sie schon „zu vielen Texten beflügelt“ hat. Und Architekt Axel Steidl (Steidl Architekten) startet gerade deshalb immer gut gelaunt in seinen Arbeitstag: „Es ist schön, in der Früh gemeinsam mit anderen Kollegen ins Büro zu kommen.“

Förderungen und „Boni“

Doch es gibt noch mehr „Zuckerl“, die Coworker am geteilten Büroraum schätzen: Denn nicht nur mögliche Förderungen (etwa durch die Stadt Graz mit bis zu 125 Euro im Monat) machen den „Arbeitsplatz auf Zeit“ heiß begehrt, auch zahlreich angebotene „Goodies“ zeigen, dass Coworking Spaces noch weit mehr sind, als reine „Büro-Zweck-WGs“ zur Kostenminimierung. Und ein Blick auf die Homepages der steirichen Anbieter präsentiert hier eine bunte Palette an „Zusatzaktivitäten“, die vom Breakfast-Club oder gemeinsamen Mittagessen über Business-Seminare, Innovationsworkshops und Coachings bis hin zum After-Work-Chillout oder dem Rooftop-Yoga für Start-ups reicht.


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