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Zug um Zug mit Sicherheit zum Erfolg

„Reeloq“ nennt sich das innovative System von Lukas Watzinger, das Outdoor-Equipment seilgesichert immer griffbereit hält.

Lukas Watzinger sichert mit dem Reeloq-Antidrop-System Outdoorequipment.
© Reeloq Lukas Watzinger sichert mit dem Reeloq-Antidrop-System Outdoorequipment.

Wie so oft bestimmt auch beim jungen Grazer Unternehmen „Reeloq“ der Zufall den Businessstart. Denn als der sportbegeisterte Lukas Watzinger im Sommer 2018 vor einer traumhaften Bergkulisse stand, wollte er diese auch fotografisch festhalten, „doch festgehalten hätte ich besser die Kamera“, lacht er. So gabs statt eines Erinnerungsfotos ein zersplittertes Display – und einen Geistesblitz dazu:

„Jeder kennt das Seilzipp-System für Liftkarten: Man hat die Karte immer griffbereit, aber an einem Seil gesichert“, erzählt der Maschinenbaustudent. „Ich fragte mich, warum es so etwas nicht für Outdoor-Equipment wie Go-Pro, Kamera oder Smartphone gab.“ Und als die Recherche ihn nicht zufriedenstellte, machte er sich einfach selbst an die Arbeit und entwickelte nicht nur ein Seilzug-Device, an dem unterschiedlichste technische Geräte einfach per Klick montiert werden können, sondern auch einen neuen Sperrmechanismus. „Dieser ist einzigartig und bereits zum Patent eingereicht“, erklärt Watzinger. 

Der Clou: Das Seil wird beim vollständigen Ausziehen – in etwa eine gute Armlänge – automatisch gesperrt. Man kann Kamera, Smartphone und Co. also uneingeschränkt und ohne lästigen Gegenzug benutzen, die Teile sind aber vor unfreiwilligen „Abstürzen“ gesichert. Erst ein zweiter Zug, in etwa, wie man es vom Staubsaugerkabel kennt, rollt das Seil wieder automatisch ein und das Equipment ist griffbereit fixiert.

Diebstahlsicherung fürs Handy


Aber nicht nur Outdoorsportler, auch Stadtbummler hat Watzinger mit seiner Entwicklung im Visier: „Der Seilzug ist auch eine Art Diebstahlsicherung fürs Handy“. Und für Betriebe sei das Antidrop-System von Reeloq ebenso von Vorteil, eine robustere Ausführung ist angedacht, um damit etwa Werkzeug bei Höhenarbeiten zu sichern. 

Dass der junge Innovator mit Reeloq eine feine Nische bespielt, zeigt sich an zahlreichen Auszeichnungen – so freute sich Watzinger innerhalb weniger Monate über den Gewinn des Ideentriebwerk-Startup-Playgrounds, der „Gründungsgarage“ von TU Graz und Uni Graz sowie des Elevator Pitch der Jungen Wirtschaft. Und zuletzt sicherte er sich das Ticket für die TV-Show „2 Minuten, 2 Millionen“. 


Quergefragt

Woran arbeiten Sie gerade?
Reeloq für die Serienproduktion vorbereiten.
Was steht auf Ihrer To-do-Liste?
Die Erweiterung des Systems für andere Bereiche.
Wann ist das Serienprodukt am Markt?
Im Frühjahr, passend zum Start der Wandersaison


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