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Zu Ostern rollen bunte Eier und Euros

Eier, Schoko und Co.: Ostern ist nach Weihnachten der zweitwichtigste Umsatzbringer, gut 40 Millionen Euro packt der Hase in die steirischen Nesterl.

Osterhase mit bunten Ostereiern
© drubig-photo/stock.adobe.com Ostern ist seit Jahren ein stabiler Umsatzbringer. Vor allem der Handel, die Fleischer, Bäcker und Floristen machen ein gutes Geschäft.

Nur noch rund eine Woche haben die heimischen Osterhasen Zeit, um die Nesterl und die Jausentische reichlich zu füllen. Die wichtigste „Zutat“ ist hier natürlich das Ei. Rund 70 Millionen Stück verdrücken die Österreicher rund um Ostern, das ist etwa ein Zehntel des gesamten Jahresverbrauchs. Aber mit dem Fest rollen nicht nur die bunten Eier, sondern auch die Euros millionenfach. „Ostern ist ein sehr stabiler Umsatzbringer. In den letzen Jahren erreichte man hier – quer durch alle Branchen – rund 40 Millionen Euro in der Steiermark“, weiß Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel. Und er hat den Osterhasen genau auf die Pfoten geschaut, weshalb er in diesem Jahr sogar mit einem leichten Umsatzplus rechnet.

Was genau der Hase ins Nesterl legt? „Die Klassiker: Spielzeug und Süßigkeiten“, erzählt Wohlmuth. „Nicht zu vergessen sind hier natürlich die Kinderfahrräder“, ergänzt Harald Scherz, Obmann des Freizeitartikelhandels. „Mindestens 50 Prozent aller Kinderfahrräder werden zu Ostern verkauft.“ Hinzu kommen Inlineskates, Slacklines oder Balance-Boards, „und für die größeren Kids hat der Hase sogar 24-Zoll-E-Bikes mit dabei“, so Scherz.

Kurz gesagt: Zu Ostern startet man landauf, landab sportlich. Was in Anbetracht der reichlich gefüllten Jausenbretter wohl nicht die schlechteste Idee ist. Denn wenn es um Kulinarik geht, ist der Osterhase ein echter Feinspitz. Dementsprechend viel zu tun haben die Fleischer, weiß Innungsmeister Josef Moßhammer: „Der Klassiker ist Geselchtes, und nicht zu vergessen die Osterkrainer, die eine lange Tradition haben.“ Aber auch Selchwürstel, Mulbratl und Zungen gehen zu Ostern über den Ladentisch. „Interessant sind die regionalen Unterschiede“, sagt Moßhammer. „Während im Ennstal der Schweinsbraten zur Osterjause gehört, ist das im Süden der Steiermark nahezu unbekannt.“

Wer es nicht ganz so deftig, sondern lieber süß mag, greift auf Osterpinzen & Co. zurück, die von den steirischen Bäcker- und Konditorenbetrieben dieser Tage zu Tausenden in aufwendiger Handarbeit produziert werden.

Über ein „blühendes Geschäft“ freuen sich auch die Floristen. „Zum Osterfest holen sich viele den Frühling ins Heim. Der klassische Osterstrauß gehört hier genauso dazu wie Gestecke in frischen Farben oder österliche Tischdekorationen, die von den heimischen Gärtnereien und Floristikbetrieben mit viel Kreativität verarbeitet werden“, rührt Bundesinnungsmeister und Präsident des Blumenbüros Rudolf Hajek die Werbetrommel. „Einzelne Blütenzweige werden gern mit Tulpen, Ranunkeln, Freesien, Anemonen, Mimosen, Narzissen oder Hyazinthen arrangiert“, weiß er. Letztere stammen zu dieser Zeit bereits überwiegend aus österreichischer Produktion.

Gerhard Wohlmuth, Spartenobmann Handel: „Das Ostergeschäft hat sich als stabiler Umsatzbringer etabliert. In der Steiermark werden hier quer durch die Branchen rund 40 Millionen Euro umgesetzt.“
Rudolf Hajek, Präsident des Blumenbüros: „Zum Osterfest holen sich viele den Frühling ins Heim. Der Osterstrauß gehört da genauso dazu wie Gestecke und Tischdekorationen.“
Josef Moßhammer, Innungsmeister der Fleischer: „Die Handwerksbetriebe aus dem Fleischergewerbe bekommen rund um Ostern immer mehr Konkurrenz durch die Direktvermarkter.“

Autorinnen:

Karin Sattler

Veronika Pranger

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