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Wann die Zinsen wieder steigen

Die Spar-Bilanz zum Weltspartag: Trotz Rekordinflation legen die Steirer noch immer viel Geld auf die hohe Kante. Zuversicht gibt es bei der Zinsentwicklung.

Sparschweine auf Euroscheinen
© Adobe Stock/Alexander Limbach Den Sparefrohs winken wieder bessere Zeiten.

Es ist ein wirtschaftliches Umfeld, das nicht gerade zum Sparen einlädt: Der Wirtschaftsmotor ist aufgrund von Krisen – zuerst durch die Pandemie, später die Folgen des Krieges – ins Stottern geraten, für das nächste Jahr wird gar eine Stagflation prognostiziert. Gleichzeitig hat die Teuerung voll zugeschlagen: Die Inflation ist mittlerweile auf ein zweistelliges Niveau geklettert, im Jahresschnitt werden es noch immer sechs bis sieben Prozent sein. Immerhin wurden zuletzt wieder die Zinsen angehoben. Unterm Strich bleibt den Nutzern klassischer Sparformen aber noch immer eine negative Realverzinsung – die Kaufkraft des Ersparten schmilzt dahin.

Wie also geht’s weiter? Wir haben anlässlich des Weltspartags Experten zum Thema Veranlagen befragt. Gerhard Fabisch, Vorstand der Steiermärkischen Sparkasse, ortet eine Trendwende beim Sparen. Das belegen auch die jüngsten Zahlen der  Erste Group und Sparkassen: Demnach ist der durchschnittliche monatliche Sparbetrag der Steirerinnen und Steirer von zuletzt 346 Euro (2021) auf nunmehr 302 Euro gesunken – damit ist auch die Sparquote mit 7,3 Prozent rückläufig. 

Wie ein Blick auf die Statistik zeigt, ist das aber noch immer eine Entwicklung auf hohem Niveau: Vor zehn Jahren noch lag der monatliche Finanzpolster mit rund 150 Euro bei der Hälfte des heutigen Betrages. „Sparen hat für die Bevölkerung also nach wie vor eine große Bedeutung“, unterstreicht Fabisch. Laut Studie ist Geld zur zu Seite legen für acht von zehn Steirerinnen und Steirern noch immer „sehr wichtig“ bzw. „ziemlich wichtig“. Ganze 72 Prozent der Steirer setzen mit Sparbuch, -karte oder -konto auf klassische Formen. Bei anderen Veranlagungsalternativen scheiden sich die Geister: So greifen 51 Prozent auf den traditionellen Bausparer zurück, 37 Prozent inves­tieren in Lebensversicherungen, 32 Prozent in Wertpapiere und 20 Prozent in Immobilien. 

So schätzen Banker die Zukunft der Zinsen ein

Eine Frage, die die Sparer eint, ist jene nach der Zinsentwicklung. Mit Spannung schielen sie in Richtung Notenbanken, wann die nächste Zinserhöhung ansteht. Denn vor allem für täglich fälliges Geld sind die Zinsen noch immer verschwindend gering. Allerdings geht das Gros der steirischen Banker davon aus, dass die Zinsen mittelfristig weiter steigen werden.

Im internationalen Umfeld zeigt sich aber, dass sich Zinserhöhungen hierzulande nicht so niederschlagen wie in anderen Ländern Europas. Das bestätigt Andrea Schertler,  Leiterin des Instituts für Banken und Finanzierung an der Universität Graz. „In Österreich ist man mit der Zins­erhöhung zurückhaltender. Die Nachfrage nach Krediten würde auch die Zinsentwicklung beflügeln, aber aktuell ist die Lage hier nicht so dynamisch.“ Auch die im Zusammenhang mit der Pandemie befürchtete Insolvenzwelle habe die Entwicklung bei den Zinsen gebremst.

Auch Schertler sieht in puncto Sparen aktuell eine Trendumkehr. „Im ersten Pandemiejahr war die Sparquote so hoch wie noch nie. Doch was jetzt? Viele fragen sich, ob sie bei dem hohen Niveau noch in Sachwerte wie Immobilien oder Gold einsteigen sollen.“ 

   Grundsätzlich müsse man sich beim Sparen immer die Frage nach der zeitlichen Komponente stellen (wofür spare ich überhaupt?) und eine Risikoabschätzung vornehmen. Wichtig sei auch, sich der fehlenden sofortigen Verfügbarkeit von Geld bei langfristigen Anlagen bewusst zu sein. „Die goldene Grundregel bei der Veranlagung ist eine breite Streuung“, so Schertler, weil die Wertentwicklung in verschiedenen Bereichen unterschiedlich sei. Ein Notgroschen sei aber jedenfalls unverzichtbar: „Idealerweise sollte man diesen in Relation zu den monatlichen Ausgaben setzen“, schließt die Expertin.

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