th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wenn aus Zelten der Rauch aufsteigt

Das Rauchverbot in der Gastronomie hat zu einem regelrechten Wildwuchs an „Außenstellen“ geführt. Der WKO-Experte klärt auf, was erlaubt ist, was nicht.

Zigarette
© Fotolia Seit 1. November 2019 ist das Rauchverbot in Lokalen amtlich.

Langsam, aber sicher haben Gastronomen und Kunden akzeptiert, dass seit 1. November 2019 das Rauchverbot in Lokalen amtlich ist. Blauer Rauch darf nur mehr aus Freiflächen und Gastgärten – also open air – aufsteigen. Gemeint sind damit zum Beispiel Terrassen, Gastgärten, Schanigärten, Hof- bzw. Gartenflächen, Pavillons, Parkplätze, Zugänge/Zufahrten und ähnliches. Peter Postl, Experte im WKO-Rechtsservice: „Freiflächen können so ausgestattet sein, dass sie Gästen Schutz vor Regen oder Hitze und anderen Wettereinflüssen bieten, es darf aber zusätzlich kein Raum geschaffen werden.“

Das haben einige Wirtsleute allerdings völlig missverstanden und regelrechte „Außenstellen“ errichtet, die sehr wohl den Charakter von Gasträumen haben. Postl fasst daher die Konstellationen zusammen, die der Gesetzgeber erlaubt.

Gesetzliche Vorschriften für Raucherbereiche

Nach oben hin gänzlich offen, auf allen Seiten mit Wänden oder wandähnlichen Konstruktionen (Windschutz oder ähnlichem) umschlossen.
Nach oben hin überdeckte Bereiche (Dach, Markise etc.), seitliche Flächen offen bzw. maximal bis zur Hälfte mit Wänden oder wandähnlichen Konstruktionen (unabhängig vom Material) umschlossen.


Für Bereiche, die mit flexiblen Vorrichtungen oder Elementen (Planen, Rollläden etc.) überdeckt oder ummantelt werden, gelten die gleichen Bestimmungen wie für massive Wände und Decken. Siehe oben beschriebene Möglichkeiten.
In diesen Fällen müsste die Kennzeichnung dann flexibel je nach Bedarf (zum Beispiel durch Tischaufsteller) erfolgen.  

„Es ist auf jeden Fall zu beachten, dass Freiflächen nicht durch bauliche Maßnahmen auf allen vier Seiten umschlossen werden. Denn auch ein zeitweiliges Öffnen des Raumes – zum Beispiel mittels Schiebetür – hebt das Rauchverbot in keinem Fall auf.“
Peter  Postl, WKO-Rechtsexperte

Was vor Planung einer Raucherzone zu tun ist

Postl rät dringend dazu, schon in der Planungsphase des Witterungsschutzes Kontakt mit der Gemeinde (Baubehörde) bzw. Bau- und Anlagenbehörde der Bezirkshauptmannschaft aufzunehmen, da auch baubewilligungsfreie Vorhaben vor ihrer Ausführung der Gemeinde oder Bezirkshauptmannschaft schriftlich mitzuteilen sind.“ Diese Mitteilung hat den Ort und eine kurze Beschreibung des Vorhabens zu enthalten.

Verstöße gegen das Rauchverbot in Lokalen und ähnlichen Bereichen werden übrigens von der BH bzw. dem Magistrat geahndet. Die Strafen für den Lokalinhaber betragen bis zu 2.000 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 10.000 Euro. Diese Strafdrohung gilt für die Inhaber öffentlicher Gebäude oder von Räumlichkeiten, in denen das Rauchverbot ebenfalls gilt. Gäste, die im Nichtraucherbereich rauchen, können durch eine Verwaltungsstrafe mit bis zu 100 Euro, im Wiederholungsfall mit bis zu 1.000 Euro bestraft werden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Stempel mit Schriftzug "Kündigung"

Wenn die Arbeit ein "Ablaufdatum" hat

Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen zwingen viele Arbeitgeber auch dazu, sich von Mitarbeitern zu trennen. Was dabei zu beachten ist. mehr

Taschenrechner und Corona und Euros

Investitionsprämie setzt wichtige Impulse

Hier die wichtigsten Infos zu den neuen Förderungen für betriebliche Investitionen. mehr