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Yvonne Graßhoff ist "Meisterin des Jahres"

235 frisch gebackene Meisterinnen und Meister bekamen am 17. Jänner im Grazer Stefaniensaal ihren Meisterbrief überreicht. Meisterin des Jahres ist Yvonne Graßhoff.

Meisterin des Jahres: Yvonne Graßhoff
© Foto Fischer Meisterin des Jahres: Yvonne Graßhoff

Der Meisterbrief steht traditionell hoch im Kurs! 235 frisch gebackene Meisterinnen und Meister (209 Männer, 26 Frauen) bekamen am 17. Jänner im Grazer Stefaniensaal ihren Meisterbrief überreicht. Dazu kommen noch 322 Absolventinnen und Absolventen von Befähigungsprüfungen (207 Männer, 115 Frauen). Somit haben insgesamt 557 Personen erfolgreich eine Meister- oder Befähigungsprüfung im vergangenen Jahr abgelegt – das sind um 32 mehr als im Jahr 2018! „Die Zahlen bei den Meister- und Befähigungsprüfungen sind auf konstant hohem Niveau. Die Bereitschaft zur freiwilligen Höherqualifizierung ist groß und dieses Wissen ist von großem Wert für die steirische Wirtschaft. Denn jeder Meister arbeitet auf Top-Level! Das sichert die Qualität unserer Betriebe und die Ausbildung der Jugend, was in Zeiten des Fachkräftemangels überragende Bedeutung hat“, so WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk.

„Meistersparte“ Gewerbe und Handwerk

Der Großteil aller Meister- und Befähigungsprüfungen wird in der Sparte Gewerbe und Handwerk abgelegt: 354 Personen haben im „klassischen“ Gewerbe und Handwerk eine meisterliche Qualifikation erworben, und zwar in insgesamt 34 Berufen. Spitzenreiter ist und bleibt die Kraftfahrzeugtechnik mit 63 neuen Meisterinnen und Meistern (2018: 55), gefolgt von Metalltechnik mit 25 (2018: 28). Jeweils 19 Meisterinnen und Meister entfallen auf Tischler und Mechatroniker (Tischler 2018: 25; Mechatroniker 2018: 23).

Bei den Befähigungsprüfungen liegt die Fußpflege mit 23 positiv absolvierten Prüfungen an der Spitze (2018: 17). Auf Platz 2 finden sich die Baumeister (18; 2018: 17), gefolgt von zwei weiteren Beauty- und Wellness-Berufen, nämlich Tätowierer (16; 2018: 12) und Kosmetik (15; 2018: 7). „Eine Meister- oder Befähigungsprüfung macht die hohe Qualität des Unternehmens für die Konsumentinnen und Konsumenten sichtbar und zeigt auch das hohe fachliche Niveau der Meisterinnen und Meister. Nicht umsonst steht die Meisterprüfung seit 2018 im Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) auf derselben Stufe wie ein Bachelorabschluss. Das heißt: Lehre und Meister sind gleich viel wert wie Matura und Bachelor“, so Hermann Talowski. Diese Zuordnung ist auch auf allen neu ausgestellten Meisterurkunden ersichtlich.  

„Meisterprämie“ für alle künftigen Meisterinnen und Meister

Neben der Gleichstellung von Bachelor und Meister im NQR gibt es seit heuer auch eine „Meisterprämie“ für alle Steirerinnen und Steirer, die eine Meister- und Befähigungsprüfung positiv absolvieren. Das Wirtschaftsressort des Landes steuert 1.000 Euro bei, und für Personen mit Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt übernimmt die Stadt Graz die Hälfte der Prämie. Damit ist eine weitere Aufwertung von Lehre und Meister verbunden sowie auch ein erster Schritt in Richtung einer finanziellen Gleichstellung: „Das ist mehr als wichtig, denn es kann nicht sein, dass zur Hochblüte des Fachkräftemangels Universitätsstudien zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand finanziert werden, während die Kosten für Meister- und Befähigungsprüfungen allein von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern getragen werden.“

Der „typische“ Meister

Die Meisterqualifikation ist mit ganz besonderen Erwartungen und Motiven verknüpft. Das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) hat im Jahr 2016 diese Motive untersucht. Die fachliche Weiter- und Höherqualifizierung ist für 76 % das zentrale Motiv. Mehr als 34 % der Meisterinnen und Meister wollen mit der Prüfung ihre Position im Unternehmen verbessern bzw. sichern. Auch die spätere Selbstständigkeit ist eine Motivation: 47 % wollen mit der Meisterprüfung eine Basis schaffen, um sich später selbstständig zu machen. Nicht zu unterschätzen ist auch das gesellschaftliche Ansehen: Rund ein Drittel der Befragten nennt die Erhöhung des sozialen Status als Beweggrund für die Absolvierung der Meisterprüfung. Fest steht: Eine absolvierte Meister- oder Befähigungsprüfung verändert bei 60 % der Absolventinnen und Absolventen die berufliche Stellung, und zwar zum Positiven. Die Meisterprüfung ist somit definitiv ein „Karrierebooster“! Übrigens: Der „typische“ Meister ist zumeist männlich, hat in der Regel einen Lehrabschluss in seinem Beruf und verfügt über rund zehn Jahre Praxis. 

Mit Publikumsvoting zum „Meister des Jahres“

Am Abend der Meisterbriefverleihung wurde auch wieder der Titel „Meister/in des Jahres“ vergeben. Die Wahl erfolgte wie bereits im letzten Jahr durch alle im Saal anwesenden Gäste, die sich via Online-Abstimmung für einen von 3 Kandidatinnen und Kandidaten entscheiden konnten. Die Vorauswahl erfolgte durch eine Jury, bestehend aus Experten der Meisterprüfungsstelle und der Sparte Gewerbe und Handwerk. Die Wahl des Publikums fiel in einem knappen Rennen auf Yvonne Graßhoff. „Eine unglaubliche große Ehre und Wertschätzung und Motivation für die Zukunft“, freut sich die junge Bäckermeisterin, deren berufliche Karriere eigentlich als Bürokraft begann. „Es war kein gerader Weg, aber ein dafür umso leidenschaftlicherer“, freut sich die 26-jährige Weißkirchnerin.

Hier das Video zur feierlichen Meisterbriefverleihung:

Weitere Impressionen aus dem Stefaniensaal

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Yvonne Graßhoff, Spartenobmann Hermann Talowski und WKO Steiermark Präsident Josef Herk (v.l.)
© Foto Fischer


Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Yvonne Graßhoff, Spartenobmann Hermann Talowski und WKO Steiermark Präsident Josef Herk (v.l.)

Meisterbriefverleihung
© Foto Fischer
Meisterbriefverleihung
© Foto Fischer
Meisterbriefverleihung
© Foto Fischer
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© Foto Fischer
Meisterbriefverleihung
© Foto Fischer
Meisterbriefverleihung
© Foto Fischer

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