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Wo man Benzin, Getränke und Geselligkeit tanken kann

Warum eine Frau an der Wiege der Tankstellen stand und ob diese die Begegnungsstätten der Zukunft sind, das beantwortet eine Ausstellung. 

Pfleger (li.) und Eberhart mit dem ersten pferdelosen Wagen, der Tankstellen-Geschichte geschrieben hat.
© UMJ/ J.J. Kucek Pfleger (li.) und Eberhart mit dem ersten pferdelosen Wagen, der Tankstellen-Geschichte geschrieben hat.

Als Bertha Benz in einem der ersten pferdelosen Fahrzeuge in einer deutschen Apotheke 1888 Fleckbenzin für ihre Überlandfahrt getankt hat, konnte sie nicht ahnen, damit den Startschuss für Tankstellen zu geben, die in 100 Jahren zu unverzichtbaren Weggefährten für die mobilisierte Gesellschaft geworden sind. Die Zeichen des wirtschaftlichen Wandels haben den Spritlieferanten am Straßenrand aber in den letzten Jahren arg zugesetzt. Der Druck der Ölkonzerne, geringe Margen und auch die steigende Zahl von Tankautomaten haben viele Betreiber in die Knie und damit zur Aufgabe gezwungen.

Neue Aufgaben 

Die Unbeugsamen waren bereit, ihren Tankstellen neue (Haupt-)Rollen zu geben: die eines Nahversorgers und Kommunikationszentrums, das heute bereits als die neue Form des Gasthauses gewertet wird. Der Kulturan­thropologe Helmut Eberhart hat mit seinen Studenten vom Ins­titut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Graz Tankstellen in der und um die Landeshauptstadt als Orte der Begegnung vier Jahre lang erforscht. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Unter dem Titel "Mythos Tankstelle" wird am 10. April, 19.00 Uhr, eine Ausstellung im Grazer Volkskundemuseum mit der WKO Steiermark als Kooperationspartner eröffnet (siehe Kasten). Eberhart: „Tankstellen sind längst nicht mehr nur Energielieferanten, sondern kulturelle Einrichtungen, die nicht mehr wegzudenken sind.“

Das unterstreicht auch Harald Pfleger, FG-Obmann Garagen, Tankstellen und Serviceunternehmen: "Der Treibstoff bringt uns die Kunden, den wirtschaftlichen Mehrwert erzielen wir aber über die Shops und die Gastronomie. Man trifft sich einfach gerne an der Tankstelle." Jürgen Roth, WKÖ-Vizepräsident und steirischer FG-Obmann des Energiehandels: "Tankstellen waren immer wichtige Spritlieferanten und werden in Zukunft auch unverzichtbare Nahversorger und Begegnungszentren sein."

Sehenswert: "Mythos Tankstelle"

10. April bis 5. Jänner 2020 im Volkskundemuseum Graz. Prunkstück ist ein Nachbau des Wagens, mit dem Bertha Benz, Ehefrau des Autopioniers Carl Benz, auf ihrer Überlandfahrt den ersten Tankstopp eingelegt hat. Initiator Helmut Eberhart punktet aber noch mit einer Reihe von weiteren sehenswerten Exponaten, mit Filmen und Fotoserien, die die Geschichte aus steirischer Sicht beleuchten. 


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