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Wo die Kfz-Branche Gas gibt, und wo sie ausgebremst wird

Am 21. November richtete die Branche am Tag der steirischen Kfz-Wirtschaft ihren Fokus auf Chancen durch neue Technologien.

Kfz-Branchentag: Josef Niegelhell, Josef Harb, Klaus Edelsbrunner und WKO-Vizepräsident Andreas Herz (v.l.)
© Foto Fischer Kfz-Branchentag: Josef Niegelhell, Josef Harb, Klaus Edelsbrunner und WKO-Vizepräsident Andreas Herz (v.l.)
Pickerl-Gutachten zu Dumpingpreisen, Dieselgate und Cybersicherheit: Das sind nur einige der Themen, die beim Tag der steirischen Kfz-Wirtschaft am 21. November im Europasaal der WKO Steiermark heiß diskutiert wurden. Rund 300 Gäste folgten der Einladung von Landesgremialobmann Klaus Edelsbrunner (Kfz-Handel), Landesinnungsmeister Josef Harb (Kfz-Technik) und Landesinnungsmeister-Stv. Josef Niegelhell (Karosseriebautechnik) zum größten Branchentreff des Jahres.
Die gute Nachricht präsentierte Edelsbrunner gleich zu Beginn: „Mit 298.122 Neuzulassungen österreichweit konnte 2017 ein Plus von sieben Prozent und damit ein weiteres Rekordjahr im Autohandel verzeichnet werden.“ Und auch die medial geschürte Verunsicherung im Dieselgate-Skandal habe man schlussendlich gut überwunden, so Edelsbrunner.
Insgesamt sind 6,7 Millionen Kfz auf den rot-weiß-roten Straßen unterwegs – viel zu tun also für die Kfz-Techniker, wie Harb betonte: „Die fünf Millionen Pickerl im Jahr sind für viele überlebenswichtig. Umso mehr sind Dumping-Preise zu verurteilen, denn einerseits können sie die geforderte Qualität nicht gewährleisten und zum anderen ist Österreich nur eines von zwei Ländern, in denen Reparatur und Überprüfung ,in Personalunion‘ erlaubt sind – was durch negative Aktionen aber gefährdet wird.“ Ebenso verweist Harb auf die vielen Chancen, die sich durch die rasanten Entwicklungen im Kfz-Bereich ergeben: „Ob elek­trisch, hybrid, ob teilautonom oder vollautonom: Die Werkstätten sind für die Zukunft gerüstet.“ In diesem Zusammenhang mahnt Niegelhell zur besonderen Vorsicht bei Elektrofahrzeugen in der Lackiererei: „Wichtig ist hier die permanente  Mitarbeiter-Schulung.“

Dass diese neuen Technologien das Business maßgeblich beeinflussen werden, das unterstrichen Mobilitätscluster-Chef Wolfgang Vlasaty wie auch Hans Günter Löckinger von der Garanta-Versicherung in ihren Vorträgen zur „Digitalisierung“ bzw. „Cybersicherheit“. Was aber ebenso verlange, sich intensiv mit Themen wie Datensicherheit und digitaler Vernetzung in der Branche auseinanderzusetzen. Deshalb laute das Credo „Fokus auf Mitarbeiterqualifizierung“, waren sich die Vertreter der Kfz-Wirtschaft einig.

Von Veronika Pranger

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