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Wo der Verkehr dosiert wird

Tirol trägt seinen Kampf gegen den Transitverkehr auch auf dem Rücken der Steirer aus. Die Frächter versuchen sich zu wehren. 

Stillstand heißt es  auch 2019 an sogenannten Dosiertagen in Tirol.
© stockadobe.com, industrieblick Stillstand heißt es auch 2019 an sogenannten Dosiertagen in Tirol.

Er spricht ganz offen von der Blockade einer wichtigen wirtschaftlichen Lebensader: Peter Fahrner, FG-Obmann Güterbeförderungsgewerbe. Anlass ist der sogenannte „Dosierkalender“, der für das erste Halbjahr 2019 nicht weniger als 17 Blockabfertigungstage vorsieht. Zur Erklärung: Landeshauptmann Günther Plattner will mit sogenannten Dosiertagen, das sind Werktage vor oder nach Feiertagen, den Transitverkehr aus dem Ausland nur noch blockweise durch Tirol schleusen. An diesen Tagen werden dann nur rund 300 Lkw pro Stunde weitergewunken. Für die anderen Fahrer in der langen (Warte-)Schlange, darunter auch Österreicher und viele Steirer, heißt es warten. „Und das kostet Frächter und Fahrer nicht nur viel wertvolle Zeit, sondern vor allem auch unglaublich viel Geld, wie bereits der Dosiertage-Pilotversuch heuer gezeigt hat.“ Fahrner fordert jetzt massive Gegenmaßnahmen ein: „Wir dürfen uns das nicht länger gefallen lassen und sollten für die heimischen Frächter vom Auftraggeber einen Dosierungsbeitrag verlangen, um unsere Mehrkosten abzudecken.“ Dass diese hoch sind, zeigt auch Unternehmer Albert Moder: „Wenn wir Waren von München nach Graz an einem sogenannten Dosiertag transportieren, dann kostet uns das aufgrund des Staus von Kufstein bis zur Verbindung München-Salzburg viel Zeit und rund 400 Euro mehr. Diese fordern wir natürlich von unseren Kunden ein, die aber gar kein Verständnis für das Unvermögen der Politik haben, zu diesem Thema Lösungen zu finden.“ Tirol wird laut Fahrner immer mehr zu einem kostspieligen Nadelöhr: „So wird auch die Einhaltung des Nacht-60ers auf der Inntalautobahn rigoros abgestraft. In einer Woche wurden rund 600 Lkw wegen geringer Übertretungen zur Kasse gebeten. Das ist reine Geldbeschaffung. Ein zusätzlicher Tirolaufschlag wird daher künftig unumgänglich sein.“

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