th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wo der Umsatzsteuerstempel klebt

Was viele Unternehmer nicht wissen: Als österreichische Leistungsempfänger haften sie für die Umsatzsteuer eines ausländischen Lieferanten.

Symbol Paragraph
© vege-stock.adobe.com Der Fiskus schaut darauf, dass auch ausländische Lieferanten ihrer Umsatzsteuerpflicht in Österreich nachkommen.

Christian Haid, Experte im WKO-Rechtsservice, erklärt die Vorgehensweise im Detail: „Der ausländische Unternehmer muss über die Lieferung eine Rechnung mit österreichischer Umsatzsteuer legen, sofern nicht im Einzelfall eine Steuerbefreiung gilt.“ Dazu muss sich der ausländische Unternehmer beim Finanzamt Graz-Stadt für Umsatzsteuerzwecke registrieren lassen. 

Der Leistungsempfänger muss die Umsatzsteuer einbehalten und im Namen und auf Rechnung des ausländischen Unternehmers auf dessen Steuerkonto beim Finanzamt Graz-Stadt einzahlen. Vorsteuerabzugsberechtigte Leistungsempfänger dürfen die an das FA überwiesene Umsatzsteuer beim eigenen Finanzamt als Vorsteuer geltend machen.

Haid: „Diese Regelung gilt natürlich nur dann, wenn der Ort der Lieferung bzw. sonstigen Leistung in Österreich liegt und dadurch das österreichische Umsatzsteuergesetz zur Anwendung kommt. Ist der Leistungsort hingegen im Ausland, sind die jeweiligen ausländischen Rechtsvorschriften zu beachten.“ Ausländische Unternehmer sind solche, die in Österreich weder Wohnsitz noch Sitz, keinen gewöhnlichen Aufenthalt oder keine Betriebsstätte haben. Eine Betriebsstätte ist jede feste örtliche Anlage oder Einrichtung, die der Ausübung eines Betriebes dient: Zweigniederlassungen, Fabrikationsstätten, Warenlager, Ein- und Verkaufsstellen und Bauleitungen, die für mehr als sechs Monate eingerichtet werden. 

Haid mit den Konsequenzen bei Nichtbeachtung: „Wird das Abzugsverfahren nicht korrekt durchgeführt, dann haftet der Leistungsempfänger für den dadurch entstandenen Steuerausfall. Die Abfuhrverpflichtung gilt auch dann, wenn der ausländische Unternehmer unrichtigerweise für den Inlandsumsatz keine Umsatzsteuer verrechnet.“

Das könnte Sie auch interessieren

Geld und Würfel

Was das Steuerjahr 2020 bringen wird

Wenn das Jahr zu Ende geht, dann lohnt sich ein Blick in das neue Steuerjahr. Was auf die Unternehmer ab 1. Jänner 2020 zukommt. Ein Ausblick. mehr

Feuerwehrmannschaft

Wer Hilfseinsätze künftig bezahlen wird

Mitarbeiter, die während der Arbeit zu Notfällen ausrücken, haben künftig Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Jetzt steht fest, wer das bezahlen wird. mehr