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Wissenswertes rund um die Kündigung

Arbeitnehmer können auch im Krankenstand gekündigt werden. Was dabei von Unternehmern zu beachten ist, darüber informiert der Experte.

Die Kündigung kann Mitarbeitern auch im Krankenhaus zugestellt werden.
© www.choroba.at Die Kündigung kann Mitarbeitern auch im Krankenhaus zugestellt werden.

Ist der Mitarbeiter krank und nicht im Betrieb, so kann man sich trotzdem von ihm trennen. Der Lauf der Kündigungsfrist beginnt auch in diesem Fall mit Zugang der Kündigungserklärung. Das Arbeitsverhältnis selbst endet grundsätzlich mit dem Termin der Auflösung des Dienstverhältnisses. Christoph Florian, Experte im WKÖ-Rechtsservice mit einer Feinheit: „Der Anspruch des Arbeitnehmers auf Fortzahlung des Entgelts für die nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) vorgesehene Dauer bleibt bestehen, selbst wenn das Arbeitsverhältnis vom Unternehmer beendet wurde.“ Die Fortzahlungspflicht besteht daher so lange weiter, bis der Anspruch auf Entgeltfortzahlung ausgeschöpft oder der Arbeitnehmer zu einem früheren als diesem Zeitpunkt wieder gesund ist. Beginnt allerdings nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und während der Entgeltfortzahlungspflicht ein neues, fiktives Beschäftigungsjahr, dann steht dem ehemaligen Arbeitnehmer kein neuer Entgeltfortzahlungsanspruch zu.


Schriftliche Kündigung
Da der Kündigungsausspruch empfangsbedürftig ist, rät Florian dringend dazu, bei schriftlicher Mitteilung die Zeit des Postlaufs miteinzuberechnen. Florian: „Ist der betroffene Mitarbeiter im Krankenhaus, dann gilt das Schreiben erst dann als wirksam zugestellt, wenn das Kündigungsschreiben auf dem Nachtkästchen oder in einem für den Arbeitnehmer bestimmten Postfach hinterlegt wurde.“ Eine Zusendung an die Heimatadresse des Betroffenen gilt erst dann als zugegangen, wenn der Dienstnehmer wieder nach Hause zurückgekehrt ist.  
Eine mündliche Kündigung sollte aus Gründen der Beweisbarkeit immer nur in Anwesenheit eines Zeugen ausgesprochen werden. Erkrankt der Arbeitnehmer erst danach, dann endet der Fortzahlungsanspruch spätestens mit dem Ende des Dienstverhältnisses, es sei denn, der anzuwendende Kollektivvertrag sieht eine Sonderregelung für diesen Fall vor. Kündigt der Arbeitnehmer während eines Krankenstandes selbst, so besteht kein Entgeltfortzahlungsanspruch über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus.

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