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Wirtschaftsbarometer: "Jetzt alle Konjunkturhebel in Bewegung setzen!"

Nach dem positiven Start ins Jahr wurde die heimische Wirtschaft durch das Corona-Virus jäh gebremst. Das unterstreicht nun auch die aktuelle Konjunkturumfrage unter 1.025 steirischen Unternehmern: Der Saldowert fürs Wirtschaftsklima fällt hier auf - 71,6 Prozentpunkte.

WKO Steiermark Präsident Josef Herk (r.) und WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg: „Wir müssen jetzt alle Konjunkturhebel in Bewegung setzen, damit aus den negativen Erwartungen keine wirtschaftliche Realität wird.“
© Foto Fischer WKO Steiermark Präsident Josef Herk (r.) und WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg: „Wir müssen jetzt alle Konjunkturhebel in Bewegung setzen, damit aus den negativen Erwartungen keine wirtschaftliche Realität wird.“

Die Konjunktur in der Steiermark ist aktuell von Corona und den dadurch ausgelösten Maßnahmen geprägt – das zeigen die Zahlen des aktuellen Wirtschaftsbarometers der WKO Steiermark. Nach einem durchwegs positiven Start ins Jahr wurde die heimische Wirtschaft durch das Virus jäh gebremst. Liegen die Saldenwerte, was den bisherigen Geschäftsverlauf betrifft, noch deutlich im positiven Bereich – Gesamtumsatz (+34,4 Prozentpunkte), Auftragslage (+33,9), Preisniveau (+23,6), Investitionen (+20,3) und Beschäftigung (+24,9) – so fällt der Ausblick ins zweite Halbjahr äußerst negativ aus: Der Saldowert für die Umsatzerwartungen fällt auf -48,2 Prozentpunkte, für die Auftragslage auf -43,1, fürs Preisniveau auf -7,2, für Investitionen auf -50,0 und für Beschäftigung auf -40,7 Prozentpunkte.

„Angesichts der massiven coronabedingten Einschränkungen überraschen diese Ergebnisse allerdings nur bedingt. Sie zeigen, dass es weitere konjunkturfördernde Maßnahmen braucht“, betont WKO Steiermark Präsident Josef Herk. Ziel müsse es sein, dass diese Erwartungen nicht zur wirtschaftlichen Realität werden. Hier würde das Wirtschaftsklima nämlich von soliden +11,9 Prozentpunkten (bisherige Entwicklung) auf -71,6 Prozentpunkte abrutschen. 

„Hierbei handelt es sich wie gesagt um Erwartungen. Darum müssen wir jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, damit aus diesen Erwartungen keine wirtschaftliche Realität wird.“
WKO-Steiermark-Präsident Josef  Herk

Die Regierung habe in der Krise entschieden gehandelt", so WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg: "Gemeinsam mit den Sozialpartnern wurden viele Maßnahmen gesetzt, die noch schlimmere wirtschaftliche Auswirkungen verhindert haben. Auf dieser Basis können wir jetzt mit den richtigen Maßnahmen den wirtschaftlichen Restart schaffen.“

Insgesamt 1.025 steirische Unternehmerinnen und Unternehmer haben an dieser ersten großen Konjunkturumfrage seit Corona teilgenommen. „Sie spiegelt sämtliche Branchen, Regionen und Betriebsgrößen wider und lässt darüber hinaus auch einen Vergleich mit bundesweiten Daten zu“, erklärt Dernoscheg.


Das Video zur Ergebnispräsentation:


Detailergebnisse – So schätzen die Unternehmer die Geschäftsentwicklung ein

 

  • UMSATZ. Die bisherige Umsatzentwicklung erwies sich als überwiegend zufriedenstellend (Umsatz bisher gestiegen: 52,5 %; gesunken: 18,1 %; Saldo: +34,4 Prozentpunkte). Die Umsatzerwartungen entsprechen jedoch dem aktuellen Konjunkturbild: 59,2 % rechnen mit einem Umsatzrückgang und nur 11,0 % mit einer Umsatzsteigerung im kommenden Jahr, wodurch der Erwartungssaldo fürs zweite Halbjahr buchstäblich einbricht. Mit -48,2 Prozentpunkten markiert dieser ebenfalls den niedrigsten Wert seit Beginn der Zeitreihe.
     
  • AUFTRAGSLAGE. Auch der Saldo zur erwarteten Auftragslage markiert in der aktuellen Wirtschaftsbarometer-Umfrage ein „All-Time-Low“. Nach einer robusten Entwicklung in den Monaten vor der Corona-Pandemie (Saldo bisher: +33,9 Prozentpunkte), kommt diese gegen Ende des ersten Quartals 2020 abrupt zum Erliegen. Der Erwartungssaldo für die kommenden Monate rasselt damit auf -43,1 Prozentpunkte und befindet sich erstmals seit dem Jahr 2015 wieder deutlich unter der Nulllinie.
     
  • PREISE. Die Konjunkturprognose weist in diesem Bereich ebenfalls ein Minus aus, wobei dieses mit -7,2 Prozentpunkten (Erwartungssaldo) im Vergleich zum restlichen Konjunkturbild noch moderat ausfällt. Konkret rechnen 15,5 % der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer mit steigenden Preisen, 22,7 % gehen jedoch von einem sinkenden Niveau aus. In etwa jeder zweite möchte versuchen sein bisheriges Preisniveau auch künftig zu halten. Beim bisherigen Preisniveau betrug der Saldowert noch +23,6 Prozentpunkte.
     
  • INVESTITIONEN. Der allgemeinen Entwicklung entsprechend dürfte auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten deutlich nachlassen (Investitionsvolumen wird steigen: 5,1 %, sinken: 55,1 %). Der Erwartungssaldo fällt auf unerfreuliche -50,0 Prozentpunkte, der aktuelle Wert (Investitionen bisher) beträgt zum Vergleich noch +20,3 Prozentpunkte. Die befragten Unternehmen werden künftig eher aufgrund von Ersatzbedarf investieren (44,7 % der Unternehmen, die derzeit Investitionen planen), Neuinvestitionen spielen aktuell eine untergeordnete Rolle.
     
  • BESCHÄFTIGUNG. Bereits in den vergangenen Monaten hat sich die Unsicherheit in Bezug auf den weiteren Wirtschaftsverlauf erstmals wieder auf die Erwartungen hinsichtlich der Beschäftigungsentwicklung niedergeschlagen. Dennoch haben mehr steirische Unternehmen Personal aufgestockt (36,7 %) als abgebaut (11,8 %), was der positive Saldo von 24,9 Prozentpunkten widerspiegelt. Der „Lockdown“ aufgrund der Corona-Pandemie hat den heimischen Arbeitsmarkt nun unerwartet erschüttert. Trotz Gegenmaßnahmen wie Kurzarbeit dürfte den Erwartungen der steirischen Unternehmen nach zu urteilen, die Situation in den kommenden Monaten angespannt bleiben. Die Hälfte (46,2 %) geht von einer sinkenden Beschäftigungszahl im kommenden Jahr aus, wohingegen nur 5,5 % mit einer Personalaufstockung rechnen. Der Erwartungssaldo von -40,7 Prozentpunkten liegt damit auf dem Niveau zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise (Frühjahr 2009: -40,4 Prozentpunkte).
     
  • EXPORT. Corona hat den internationalen Handel schwer getroffen, das spiegelt sich auch in der aktuellen Umfrage wieder: Der Erwartungssaldo steirischer Exportunternehmen fällt hier von +24,1 Prozentpunkten im Herbst 2019 auf -22,5 Prozentpunkte. Im Detail: 42,3 % der Exportbetriebe erwarten überwiegend sinkende Exportumsätze, 10,6 % können die weitere Entwicklung derzeit nicht abschätzen und immerhin 19,9 % zeigen sich optimistisch. Die Rückmeldungen zum Exportumsatz sind damit zwar ebenfalls überwiegend negativ, fallen aber besser aus als jene zum Inlandsumsatz.

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