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Die Wirtschaft wird immer weiblicher

Bereits 27.191 steirische Betriebe sind in Frauenhand, das sind um 1.392 mehr als noch im Jahr zuvor – ein neuer Rekord. Wir rücken den Trend anlässlich des nahenden Weltfrauentags in den Fokus.

Immer mehr Frauen sind Unternehmerinnen – bereits 27.191 steirische Betriebe sind in Frauenhand.
© fotogestoeber - stock.adobe.com Immer mehr Frauen sind Unternehmerinnen – bereits 27.191 steirische Betriebe sind in Frauenhand.

Am 8. März ist es wieder soweit: Die „Steirische Wirtschaft“ hat den internationalen Frauentag zum Anlass genommen, all jene Frauen in den Mittelpunkt zu stellen, die sich unternehmerisch engagieren und so maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes beitragen. Denn von diesen Frauen gibt es – glücklicherweise – von Jahr zu Jahr immer mehr,  wie aktuelle Zahlen belegen: Bereits 27.191 Unternehmen sind in weiblicher Hand, das entspricht 37,4 Prozent aller steirschen Betriebe – Tendenz weiter steigend. Denn alleine im vergangenen Jahr ist die Zahl um 1.392 gestiegen, was auch die aktuelle Gründungsstatistik zeigt: Von allen im Vorjahr neu gegründeten Unternehmungen sind 47,1 Prozent unter weiblicher Führung, rechnet man die von Frauen dominierte Branche der Personenbetreuer hinzu, steigt dieser Wert sogar auf stolze 65,7 Prozent. 

„Eine tolle Entwicklung, die zeigt, dass Frauen als Unternehmerinnen auf der Überholspur sind“, freut sich die Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), Adelheid Moretti. Das bestä-tigt auch eine aktuelle Studie der  KMU Forschung Austria über „Unternehmerinnen in Österreich“. Laut dieser entstehen frauengeführte Betriebe vorrangig durch Neugründungen. Knapp drei Viertel der Befragten geben nämlich an, ihre Firma selbst gegründet zu haben. Diese beschäftigen im Schnitt übrigens drei Mitarbeiter. Statistisch gesehen sind Unternehmerinnen 46,7 Jahre alt, gegründet wird durschnittlich mit 42,2 Jahren. 

Zentrale Beweggründe für den Schritt in die Selbstständigkeit sind für Frauen vor allem Unabhängigkeit, flexible Zeiteinteilung oder die Vereinbarkeit des Berufs mit der Familie. Die Selbständigkeit ist für viele Unternehmerinnen der Studie zufolge aber mit besonderen Rahmenbedingungen verbunden: Frauen würden vor allem im Hinblick auf Unternehmensgründung- und Führung vor besonderen Herausforderungen stehen, die es für Männer nicht gäbe. So übernimmt die überwiegende Mehrheit (73 Prozent) der Unternehmerinnen selbst die Betreuung ihrer Kinder – zum Vergleich: Bei den Vätern sind es nur 36 Prozent. Deshalb befürworten zum Beispiel auch zwei Drittel aller „Chefinnen“ die steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung bis zum 14. Lebensjahr.  „Das ist auch eine unserer zentralen Forderungen“, betont Moretti.

Besonderes Augenmerk liegt darüber hinaus auch auf dem generellen Abbau der Bürokratie, die für viele Frauen oft eines der größten Probleme im Unternehmerinnen-Dasein darstellt. Auch was unternehmerische Netzwerke angeht, gibt es laut FiW noch Nachholbedarf: „Viele Frauen nutzen bei Fragen rund um das eigene Unternehmen vor allem informelle Netzwerke, obwohl vor allem professionelle Netzwerke für Unternehmerinnen von größter Wichtigkeit wären“, betont Moretti. Ebenso Verbesserjungsbedarf ortet FiW beim Thema Arbeitsräume. Diese sollten von  der Steuer absetzbar sein, auch wenn sie im privaten Wohnraum angesiedelt sind, da viele Unternehmerinnen oft von Zuhause aus arbeiten, um sich so besser um Kinder und den Haushalt kümmern zu können.


Das sagen steirische Unternehmerinnen: 

„Man muss es wollen“– Waltraud Wölkart, Nah & Frisch Maria Lankowitz: „Unternehmerin zu sein, ist mit kleinen Kindern sicher schwer. Aber wenn die Familie mitzieht, ist es auch machbar. Man muss sich in der Familie gegenseitig unterstützen, dann kann jeder das erreichen, was er will.“

Teamwork ist wichtig“– Susanne Meininger, VPZ: „Ich arbeite seit jeher im Familienbetrieb. Zusammenarbeit ist wesentlich, denn nur gemeinsam schafft man Großes. Frauen wie auch Männer könnnen ihre individuellen Stärken einbringen und zusammen viel erreichen. Das ist mir als Unternehmerin wichtig

Von Sarah Gritsch

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