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"Wir müssen Messen neu denken"

Schwindenden Besucherzahlen zum Trotz hegt Alexandra Schäfer, die neu an der Spitze der Messe Graz steht, große Pläne für die Zukunft der Grazer Messe.

Seit Juli ist Alexandra Schäfer Leiterin der Messe Graz. Zuletzt war sie verantwortlich für den Bereich Marketing und Produktentwicklung bei der atempo GmbH in Graz.
© Foto Fischer Seit Juli ist Alexandra Schäfer Leiterin der Messe Graz. Zuletzt war sie verantwortlich für den Bereich Marketing und Produktentwicklung bei der atempo GmbH in Graz.

In wenigen Tagen startet die Grazer Herbstmesse. Es ist Ihre erste Großveranstaltung, seit Sie die Messeleitung übernommen haben. Ihre Erwartungen?

Alexandra Schäfer: Wir sind zuversichtlich, dass wir mit neuen Themenschwerpunkten und einem modernen und trendigen Touch auch heuer wieder an die 70.000 Besucher ansprechen und an die Besucherzahlen der Vorjahre anschließen können. Rund 350 Aussteller werden eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen präsentieren, wir wollen mit dem Wechselspiel aus Tradition und Moderne punkten.

Immer wieder wird Kritik laut, dass Messeformate in Zeiten der Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß seien. Was entgegnen Sie da?

Schäfer: Messen wird oft ein angestaubtes Image nachgesagt, doch das muss nicht sein. Umfragen belegen, dass die Leute diesen Marktplatz in der Region schätzen, weil sie Produkte ausprobieren und angreifen können. Das Haptische spielt da nach wie vor eine große Rolle. Gleichzeitig wissen wir, dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben – das zeigen auch die  Zahlen: Vor 30, 40 Jahren wurden noch 200.000 Besucher gezählt, aber damals gab es keine Konkurrenzveranstaltungen. 

Auch auf großen Messen wie dem Genfer Autosalon brechen die Besucherzahlen ein. Wie reagiert man als Veranstalter darauf?

Schäfer: In Zeiten wie diesen ist es zu wenig, Messen weiterzuführen. Man muss diese Formate neu denken. Es braucht innovative Konzepte, um Messen neu zu inszenieren und zu attraktivieren. Wichtig ist, die Konzepte mit den Ausstellern weiterzuentwickeln, denn sie sind die Spezialisten. 

Wie wollen Sie bei den Fach- und Publikumsmessen nachschärfen?

Schäfer: Bei den Fachmessen wie der Businessmesse, der Trends of Beauty oder der Häuslbauermesse sind wir sehr gut aufgestellt. Bei den Publikumsmessen müssen wir das Lebensgefühl der Menschen ansprechen, die Messe wieder als Treffpunkt etablieren und eine bunte Vielfalt bieten.

Welche Ideen gibt es für die Neuausrichtung?

Schäfer: Wir wollen die Digitalisierung ins Messekonzept integrieren. Uns schwebt etwa ein Messe-Mode-Online-Store vor. So haben Besucher auf Modeschauen einen unmittelbaren Nutzen, nämlich direkt kaufen zu können. Weiters wollen wir junge Konzepte entwickeln, um die Zielgruppe der 17- bis 31-Jährigen besser ansprechen zu können. 

Sie sind Betriebswirtin. Wo würden Sie den Hebel ansetzen, um die Messe auch für Aussteller zu attraktivieren? 

Schäfer: Das Preis-Leistungsverhältnis für Aussteller muss passen, die Kosten müssen durch Werbemaßnahmen und Verkäufe gedeckt sein. Das Wichtigste aber ist die Anbahnung. Um neue Kundenkontakte zu erschließen, sind Messeformate einfach optimal.

Was können Sie Gründern und Start-ups anbieten, um sie auf die Messe zu bringen?

Schäfer: Über Kooperationspartner gibt es die Möglichkeit für Gründer bzw. Start-ups, ohne Standgebühren auszustellen. So sind heuer etwa acht Start-ups auf der Herbstmesse vertreten.

Die Grazer Messe ist vielen als Volksfest in Erinnerung, Stichwort Tscheppe-Fest. Ist dieser Charakter verloren gegangen?

Schäfer: Ein Tscheppe-Fest wie anno dazumal wäre heute schon  aus Sicherheitsgründen nicht mehr denkbar. Außerdem ist für die steirischen Weinbauern der Sturm auch kein großes Thema mehr, die Qualität des Weins hat sich enorm verbessert. Dieses Volksfest-Feeling wollen wir aber in den nächsten Jahren mit dem „Almherbst“ neu inszenieren, einem Mix aus Brauchtum, Tourismus und Kulinarik.

Was darf auf der Grazer Messe keinesfalls fehlen?

Schäfer: Der Vergnügungspark gehört zur Grazer Messe einfach dazu – und die Messeschaumrolle.

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