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Wie Sinnersdorf weltgrößte Schmarrn-Metropole wurde

„Meisterfrost“ ist der einzige Familienbetrieb in der Tiefkühlbranche – und gleichzeitig der weltgrößte Kaiserschmarrnproduzent.

Kaiserschmarrn-Produktion
© Skarwan.com Täglich werden bei "Meisterfrost" zwei Tonnen Kaiserschmarrn per Hand in Pfannen produziert.

257 Einwohner zählt der Ortsteil Sinnersdorf in der Gemeinde Pinggau an der steirisch-burgenländischen Grenze. Auf den ersten Blick würde man wohl eher nicht vermuten, dass hier der weltgrößte Kaiserschmarrnproduzent zu Hause ist. Doch bei „Meisterfrost“, dem einzigen Familienbetrieb in der Tiefkühlbranche, wird tatsächlich in Superlativen produziert: Sage und schreibe zehn Tonnen des Süßspeisenklassikers laufen jeden Tag über die Anlage, weitere zwei Tonnen werden in Handarbeit hergestellt. Ähnlich ist es auch beim Apfelstrudel: Der Großteil wird maschinell in der Linienproduktion gefertigt, aber es gibt in auch aus der Manufaktur – handgefertigt wie zu Omas Zeiten. Wir haben  den Traditionsbetrieb besucht.

Das 1985 gegründete Unternehmen hat sich damit zur Top-Adresse in Sachen Tiefkühlkost gemausert. „Die Produktpalette wird laufend erweitert, aktuell haben wir 120 Produkte im Sortiment“, sagt Geschäftsführerin Heide Schützenhofer. Klassische Süßspeisen wie Palatschinken, Mohr im Hemd und Fruchtknödel zählen genauso dazu wie Suppeneinlagen, Gemüsestrudel und allerlei Knödel. Apropos, in Riesenmengen spielt sich auch die Knödelproduktion ab: Pro Tag werden weit über 100.000 Knödel gefertigt.

Die Vision von Firmengründer Emmerich Böhm – nämlich mit hochwertigen Tiefkühlprodukten Erleichterung in der Gastronomie zu schaffen – ist damit aufgegangen wie ein Germteig. Heute wird an drei Standorten  – zwei in Sinnerdorf und einer in Rohrbach – produziert, mit rund 200 Mitarbeitern zählt der Big Player in der Tiefkühlkost zu den großen Arbeitgebern in der Region. In Summe werden täglich 38 Tonnen Lebensmittel zu Tiefkühlkost verarbeitet, übers Jahr sind es 8.000 Tonnen, die über den Großhandel an Gastronomie, Großküchen, Kindergärten, Schulen und an den Einzelhandel geliefert werden.

Für Staunen sorgen auch die riesigen Rohstoffmengen, die hier jedes Jahr verarbeitet werden: Fast 1200 Tonnen Ei, mehr als 1000 Tonnen Mehl und 600 Tonnen Topfen werden von den Mitarbeitern jedes Jahr zu Tiefkühlkost in Top-Qualität verarbeitet. Davon profitieren auch andere Betriebe: „Wir legen großen Wert auf die regionale Herkunft unserer Rohstoffe“, so Schützenhofer.

Autorin: Karin Sattler

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