th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Wie man die Gefahr aus dem Wasserhahn minimiert

In der Urlaubszeit steigt das Risiko einer Infektion mit Legionellen. Wie Profis Abhilfe schaffen und den Bakterien beikommen.

Wasserstrahl aus der Dusche
© Janis Smits-stock.adobe.com Der regelmäßige Austausch von Handbrause und Brauseschlauch kann die Gefahr deutlich reduzieren.

In der Urlaubszeit, wenn die eigenen vier Wände oft über Wochen unbewohnt sind, kann die unsichtbare Gefahr aus dem Wasserhahn zu einer realen Bedrohung werden: Die Rede ist von Legionellen, also bakteriellen Keimen im Wassernetz, die sich bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad vermehren und zu schweren Infektionen führen können. In Europa zeichnet sich ein Anstieg bei den Fällen der sogenannten Legionärskrankheit ab – ein Trend, den die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auch für Österreich bestätigt. 2017 wurden 218 Krankheitsfälle gemeldet, in den vergangenen fünf Jahren gab es sogar 49 Todesopfer. Vor allem für chronisch Kranke, ältere Menschen oder Kleinkinder könne das Einatmen des Sprühnebels zu einer ernsten Gefahr werden.

Grund zur Panik bestehe trotzdem nicht, beruhigt der promovierte Chemie-Ingenieur Michael Ruppert von der Innung der Installateure: „Wir haben in Österreich eine Top-Wasserqualität.“ Probleme mit Legionellen sind für Ruppert hausgemacht, „weil sie vom hausinternen Netz verursacht werden“. Die Bakterien vermehren sich rasant in Warmwasserleitungen, besonders in abgestandenem Wasser. „Bei großen Gebäudekomplexen ist die Gefahr ungleich größer, besonders gefährdet sind Spitäler, Heime und Sportstätten“, so Ruppert. Hier werden aber regelmäßig Kontrollen vom Hygieneinstitut durchgeführt und gegebenenfalls Desinfektionsmaßnahmen gesetzt. Um die Gefahr zu minimieren, sind etwa in Turnhallen automatische Spülsysteme installiert.

Bei Problemen mit älteren Installationen rät der Experte zu Umbauten. In privaten Haushalten schaffe bereits eine simple Maßnahme Abhilfe: „In regelmäßigen Abständen bei der Dusche die Handbrause und den Brauseschlauch erneuern.“ Und: Das Wasser nach dem Urlaub laufen lassen, bis es heiß wird.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Tourismus und Freizeitwirtschaft
Hotellerie und Gastronomie können über eine Qualifizierungsinitiative auch Quereinsteigern oder beruflichen Umsteigern tolle Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten bieten.

Hilferuf der Gastronomie wird gehört

Eine Qualifizierungsinitiative soll auch der Gastlichkeit Fachkräfte zuspielen. Wirte und Co. können beim Recruiting sparen. mehr

  • Bank und Versicherung

EZB bekräftigt Ausblick zu Anleihenkäufen und Zinswende

Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins bei 0,0 Prozent und erklärt, die Anleihenkäufe – das Mittel der letzten Jahre im Kampf gegen die schwache Konjunktur – bis Jahresende einzustellen. mehr