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"Wie groß ist denn so ein Babyelefant?"

Abstand, Plexiglas, Masken: Arbeitsmedizin-Referatsleiter Georg Wultsch informiert Betriebe, worauf jetzt zu achten ist.

Industriemitarbeiter mit Maske
© narong – stock adobe Viele Betriebe sind verunsichert, welche Corona-Schutzmaßnahmen zu treffen sind.

Immer mehr Betriebe nehmen die Arbeit wieder auf. Wie können sich die Verantwortlichen jetzt auf die sukzessive Zunahme von Mitarbeitern im Betrieb vorbereiten?
Georg Wultsch:
Grundsätzlich beinhalten alle vorab sinnvollen Maßnahmen das Aufrechterhalten oder das Einführen von ausreichenden Abständen zueinander. Als eine fast überall gangbare Regel hat sich empirisch ein Zwei-Meter-Abstand herauskristallisiert. Alle Tätigkeiten, die unter zwei Metern ausgeführt werden, sollten mit chirurgischem Mund-Nasen-Schutz und jene, die einen noch engeren Kontakt benötigen – also unter einem Meter Abstand –, sollten mit einer FFP2-Maske ausgeführt werden. Dieses Abstandhalten lässt sich auch schon durch das Auseinanderrücken von Tischen bewerkstelligen. Wenn dies im Büro aber nicht möglich ist, können physische Barrieren – etwa Trennwände aus Plexiglas – hier sehr dienlich sein.

Wo lauert unbewusst Gefahrenpotenzial im Betrieb?
Wultsch:
Sie lauern insbesondere dort, wo wir oft Kontakt zueinander aufehmen bzw. wo ein Aufeinandertreffen unausweichlich ist. Raucherplätze, Pausenräume, Kaffee- und Jausen-Automaten sind etwa Bereiche, wo selten daran gedacht wird. Gleiches gilt für Lifte, Umkleiden, WCs und Sanitäranlagen. Ein weiterer, oft nicht beeinflussbarer Kontakt besteht auch am Weg zu und von der Arbeit.

Wo herrscht Ihrer Erfahrung nach aktuell die größte Unsicherheit in den Betrieben?
Wultsch:
Die meiste Verunsicherung herrscht auf Grund widersprüchlicher Meldungen und der sich oft ändernden Vorgaben. Etwa: Wie lange kann der Virus an Oberflächen überleben? Reichen zehn Quadratmeter oder sollen wir 20 je Arbeitnehmer berücksichtigen? Welche Masken sind chirurgischen Masken gleichzusetzten? Hinzu kommt, dass Abstandsbegriffe wie „ein Babyelefant“ wenig hilfreich sind. Denn: Wie groß ist denn so ein Babyelefant? Und wird er mit oder ohne Rüssel vermessen?

Wie weiß der Unternehmer aber dann, was richtig ist? 
Wultsch:
Viele dieser Fragen bedürfen eines pragmatischen Zugangs, denn sie lassen sich nicht ad hoc und nicht mit hundertprozentiger Sicherheit beantworten. Es ist eine neue Erkrankung und wir alle müssen uns herantasten. Beim „Übersetzen“ der notwendigen Maßnahmen ist der Arzt im Betrieb die beste Unterstützung. Das fängt beim Diskutieren der notwenigen Schritte an und führt über Unterweisungen zum richtigen Verhalten hin zu weiteren Adaptionen der Maßnahmen, die im Zuge von regelmäßigen Begehungen auffallen. Diese Unterstützungen können auch weit darüber hi
nausgehen – und auch die Abnahme von Nasen-Rachenabstrichen bis zum Ausstellen von Zertifikaten für Dienstreisen beinhalten.


Georg Wultsch
© kk

Georg Wultsch: "Die meiste Verunsicherung herrscht auf Grund widersprüchlicher Meldungen und der sich oft ändernden Vorgaben.Hinzu kommt, dass Abstandsbegriffe wie „ein Babyelefant“ wenig hilfreich sind. Denn: Wie groß ist denn so ein Babyelefant? Und wird er mit oder ohne Rüssel vermessen?"


Corona-Webinar der Sparte Industrie

  • Georg Wultsch referierte beim Corona-Webinar der Sparte Inustrie. Interview-Langfassung zum Nachlesen auf https://bit.ly/3dhP2Qr
  • 12. Mai: Webinar „Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die steirische Industrie“. Anmeldung: https://bit.ly/2W4uZzp

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