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Wie Firmen ihre Botschaft heute zum Kunden bringen

Die Medienlandschaft war schon einmal überschaubarer: Wie es Unternehmen in Zeiten von Social Media, Print, Online, Radio, Blog, ipTV und Livestream gelingt, den richtigen Kanal zu finden.

Wie es Unternehmen in Zeiten von Social Media, Print, Online, Radio, Blog, ipTV und Livestream gelingt, den richtigen Kanal zu finden.
© pathdoc - stock.adobe.com. Eine Flut an Informationen prasselt heute auf jeden Menschen ein. Wie findet die eigene Botschaft dabei noch den Weg zum Kunden?

So manchem Marketingstrategen stehen aktuell die Schweißperlen auf der Stirn: Seit Facebook vor kurzem seinen Algorithmus angepasst hat und wieder mehr Content „echter Freunde“ zulasten von Unternehmen und Fanpages anzeigt, sind die Reichweiten zahlloser Facebook-Präsenzen um bis zu 80 Prozent abgestürzt. Schlimm vor allem für jene, die ausschließlich auf dieses Pferd gesetzt haben. Doch auch für alle anderen stellt sich die Frage: Wie findet meine Botschaft im Jahr 2018 ihren Weg durch den Dschungel an Kommunikationskanälen?

Die „Steirische Wirtschaft“ hat sich in der Werbebranche umgehört und weiß-grüne Kommunikationsexperten (siehe auch unten) befragt. Grundtenor: Ohne Strategie geht heute gar nichts mehr.

„Wer sein Unternehmen und dessen Leistungen erfolgreich auf dem Markt positionieren will, braucht ein durchdachtes Kommunikationskonzept, das möglichst von allen Mitarbeitern der Unternehmenskommunikation gemeinsam erarbeitet wird“, erklärt Edgar Schnedl, Agenturinhaber und Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. Soziale, interaktive Medien spielten bei diesen Überlegungen natürlich eine zentrale Rolle – wichtig jedoch sei vor allem der passende Medienmix. „Viele Wege führen zum Kunden – und demzufolge müssen maßgeschneiderte Lösungen für alle passenden Kanäle her“, so Schnedl. Nur auf ein Pferd zu setzen, sei ein Risiko – nicht zuletzt deshalb, weil sich auch bei Medien die Rahmenbedingungen ändern können, wie das jüngste Beispiel des Facebook-Algorithmus eindrucksvoll zeigt.

Weniger Überraschungen erlebt man bei traditionellen Kommunikationsmitteln – etwa dem klassischen Printprodukt. Schnedl: „Print wird seit geraumer Zeit der Tod prophezeit. Dennoch kann es sich behaupten. Aus guten digitalen Inhalten entstehen heute längst sehr erfolgreiche Printprodukte. Online und Print sind für mich also keine Feinde – hier geht es um die sinnvolle Ergänzung.“ 

So ist etwa die gedruckte Visitenkarte weiterhin ein Must-Have, das trotz Smartphones seinen Stellenwert behaupten konnte. „Gar nicht“ gehen hingegen Logos von irgendwelchen Internetplattformen: „Mit solcherart Stangenware wird man die erwünschte Aufmerksamkeit nicht erlangen“, sagt Schnedl.

Zahlen, Daten & Fakten: 

• 3,7 Millionen waren 2017 bei Facebook registriert. Der Wert stagniert. 

• 148 Tausend Österreicher nutzten zuletzt Twitter. Tendenz: leicht steigend.

• 3,45 MillionenUnique Clients“ pro Monat zählte das „ORF.at-Network“ 2017:   Platz 1.

 2,00 Millionen User waren es auf „DerStandard.at“ – Nummer eins der Zeitungen.


Das sagen die Experten: 

Edgar Schnedl, Schnedl & Partner, Fachgruppenobmann: „Storytelling, Content-Marketing und eine langfristige Strategie mit definierten Zielen und Zielgruppen sind heute Pflicht. Die Kundenkommunikation ist vom Wunsch nach schnellen, ortsungebundenen Reaktionsmöglichkeiten und freier Wahl der Kanäle geprägt. Die Gestaltung durch Experten ist unbedingt zu empfehlen.“

Gregor Fink, „knif.marketing“, Gewinner Kreativwirtschaftspreis: „Um wirkungsvolle Kommunikation für sein Unternehmen zu erreichen, sollten alle Kommunikationsmaßnahmen auf die Markenziele einzahlen, um gezielt am Image zu arbeiten. Die Marke ist dabei im besten Fall zukunftsorientiert und vermittelt ein Versprechen oder einen Status, mit dem sich der Kunde identifizieren kann.“

Thomas Zenz, „doppel:punkt“: „Die Art, einen Kunden zu gewinnen, ändert sich auch 2018 nicht: Man muss sich für ihn interessieren. Die Kanäle jedoch, den Kunden zu erreichen, ändern sich ständig. Hier gibt es auch kein Patentrezept. Jedes Unternehmen tickt anders – und das gilt auch für seine Kunden. Interesse schaffe ich nur mit interessanten Lösungen. Experten-Know-how hilft dabei enorm.“

Michael Mauthner, „netwerker Mediahaus“, PR-Panther-Preisträger: „Ein Must-Have ist – und das ist auch 2018 noch nicht selbstverständlich – ein moderner, handyoptimierter Internetauftritt. Die Schlagkraft gut gemachter Printprodukte sollte dennoch nicht unterschätzt werden. Authentizität und Individualität – etwa bei den verwendeten Fotos – stehen unabhängig vom Medium im Vordergrund.“

Barbara Samitz, „bkom“: „Eine klare Botschaft ist nach wie vor am wichtigsten: In wenigen Sätzen zu sagen, wer man ist und welches Angebot man hat, entscheidet – unabhängig vom Trägermedium. Um sich in der Informationsflut abzuheben, gilt der Grundsatz Video first: Kurz- oder Livevideos sorgen noch immer für die höchste Aufmerksamkeit und kommunizieren Inhalte schnell und einprägsam.“

Jörg Wukonig, Internet-Agentur „wukonig.com“: „Die Faustregel ist die gleiche wie eh und je: Als Unternehmer soll man immer auch dort sein, wo der Kunde ist. Der wichtigste Touchpoint ist längst das Internet. Dementsprechend ist eine eigene Website, die alle Infos und Kontaktmöglichkeiten enthält, unumgänglich. Wichtig ist, schnell aus der Performance eigener Postings und Sujets zu lernen.“

Von Klaus Krainer

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