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Wie Energie unsere Welt im Griff hat

Sei es eine warme Wohnung, die Tankfüllung fürs Auto oder die Grundlage zur Erzeugung von Stahl – ohne Energie geht nichts. Wir haben mit Angela Köppl, Ökonomin beim WIFO, aktuelle Entwicklungen und Konsequenzen für Produktion und Verfügbarkeit von Energie analysiert.

Erde bei Nacht vom Weltall aus - Lichtsmog
© Adobestock, Blue Planet Studio Seit Mitte der 1960er-Jahre hat sich der globale Primärenergieverbrauch fast vervierfacht.

Es ist der Hunger der Menschheit nach Energie und ihrer ständigen Verfügbarkeit, der unsere moderne Welt kennzeichnet. So hat sich zwischen 1965 und 2019 der weltweite Verbrauch von Primärenergie – das sind Energiequellen in ihrer ursprünglichen Form, wie Öl, Gas, Sonne, Wind oder Wasser – nahezu vervierfacht. Energie ist zur Handelsware geworden, die rund um den Globus transportiert wird, mit all den Verflechtungen und Abhängigkeiten, die Europa und insbesondere Österreich derzeit durch den Bezug von russischem Gas schmerzlich zu spüren bekommen.

Globaler Energieverbrauch 2020: 154.620 TWh

Im Jahr 2020 lag der weltweite Primärenergieverbrauch bei 154.620 Terawattstunden (TWh). Mit 40.404 TWh verbrauchte China fast doppelt so viel Energie wie die USA mit 24.387 TWh, gefolgt von Russland (18.171) und der EU (15.482). „Die großen Ökonomien spielen natürlich bei Verbrauch und Produktion von Energie eine bedeutende Rolle“, weiß Angela Köppl, Ökonomin beim Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO). „Da Europa kein großer Produzent fossiler Energieträger ist, diese aber für die vorherrschenden Produktions- und Konsumstrukturen kurzfristig schwer verzichtbar sind, ist die Abhängigkeit groß. Aber auch andere Wirtschaftsräume wie etwa Japan haben eine hohe Abhängigkeit von Energielieferungen.“ Besonders die Bereiche Verkehr, Industrie sowie Elektrizitäts- und Wärmeversorgung seien global nach wie vor von fossilen Energieträgern dominiert. „Bei der Erzeugung von Strom ist weltweit aber bereits eine deutlich positive Dynamik im Hinblick auf erneuerbare Energieträger spürbar“, so Köppl. „Besonders in den letzten zehn Jahren sind die Preise für diese Technologie stark gesunken, was sie nun auch wirtschaftlich attraktiv macht.“

Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg mit Folgen

Corona hat den weltweiten Energieverbrauch kurzfristig einbrechen lassen. „Vor allem zu Beginn der Pandemie ist die Nachfrage deutlich zurückgegangen“, berichtet Köppl. Doch 2021 habe sie wieder deutlich angezogen, was sich auch in steigenden Preisen niederschlug. Wie sich nun der Krieg in der Ukraine auf das globale Energiesystem auswirken wird, dazu sei derzeit keine belastbare Prognose möglich, so die Wissenschaftlerin. Zweifelsohne sei die Abhängigkeit Europas von Energielieferungen aus Russland eine besondere Herausforderung. Grundsätzlich liege darin die Chance für eine Beschleunigung der Transformation hin zu erneuerbaren Energieträgern und Energieeffizienz, aber es könne auch bedeuten, dass kurzfristig für manche Prozesse emissionsintensivere Energieträger eingesetzt werden. Langfristig sei letzteres aber keine Option. „Aus  Klimaperspektive ist es eine Notwendigkeit, alles daranzusetzen, Energie aus erneuerbaren Energieträgern auszubauen und Energie effizient einzusetzen“, so Köppl. „Die Transformation bedeutet auch veränderte Technologien und Produktionsprozesse, zum Beispiel in Hinblick auf eine Kreislaufwirtschaft.“

Globaler Primärenergiemix

  • Öl: 32,6 %
  • Kohle: 27,6 %
  • Gas: 25 %
  • Wasserkraft: 7 %
  • Wind: 2,6 %
  • Solar: 1,4 %
  • andere Erneuerbare: 0,5 %

Quelle: Our World in Data - Hannah Ritchie, Max Roser and Pablo Rosado

Von Petra Mravlak

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