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Arbeitsplatz 4.0: Wie die Jobwelt morgen aussieht

Die Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt schreitet voran – was für Chefs und Mitarbeiter Herausforderung und Chance gleichermaßen bedeutet. 

Die Digitalisierung und Automatisierung bergen Herausforderungen und Chancen zugleich.
© Die Industrie Die Digitalisierung und Automatisierung bergen Herausforderungen und Chancen zugleich.

Von Robotern, die mit Menschen im Produktionsablauf interaktiv agieren, über „selbstlernende“ Maschinen, von digitalem Shopping via Fingertipp bis hin zum globalen Kundenservice dank virtueller Datenbrille: Die digitale Revolution erobert sukzessive unsere Lebens- und Arbeitswelt. Und das stellt Chefs wie auch deren Mitarbeiter vor große Herausforderungen, schließlich ist hier ordentlich Know-how gefragt. „Aber die neuen Technologien eröffnen auch neue Chancen“, erklärt Udo Traussnigg, Studiengangsleiter Automatisierungstechnik an der FH Campus 02. Und das gilt nicht nur für große Produktionsbetriebe, die dank Automatisierung die Effizienz steigern und Mitarbeiter bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten entlasten. Auch kleinere und mittlere Unternehmen springen hierzulande immer stärker auf den digitalen Zug auf: Ob Gaststätte, die via SocialMedia die Kundenzufriedenheit abfragt, oder Handwerksbetrieb, der das Zeitmanagement dank neuem elektronischen System optimiert – das Potenzial ist gewaltig. 

Doch je umfangreicher das Digitalisierungsvorhaben bzw. die Automatisierungsbestrebungen im Unternehmen sind, desto höher werden auch die Ansprüche an die Mitarbeiter. Traussnigg: „Wir stellen eine massive Zunahme von IT-Herausforderungen fest. Das gilt nicht nur für große Unternehmen, sondern zunehmend auch für mittlere und kleine Betriebe.“ 

Die Qualifikation werde also künftig das A und O sein, so Trauss­nigg: „Durch Digitalisierung und Automatisierung werden weiterhin niedrig qualifizierte Jobs verloren gehen. Gleichzeitig ist aber erhebliches Potential für hoch qualifizierte Arbeitsplätze vorhanden.“


Chancen:

Vernetzte Wertschöpfungsketten. Durch die Digitalisierung können Lieferanten schneller auf Ressourcen zugreifen. So können KMU effizienter auf Kundenwünsche reagieren. Vernetzte Kunden. Kunden können ihr Produkt künftig „mitdesignen“: Durch neue Technologien können Unternehmer heute von den Kunden erfahren, wie sie über neue Ideen denken. Produktivitätssteigerungen. Die Technik liefert Daten, die genau analysiert werden können, das optimiert Arbeits- und Produktionsabläufe. Rekrutierung. Durch die Vernetzung der Betriebe mit Kunden, etwa durch Social Media, erhöht man die Reichweite enorm. Nischen. Kleinere Firmen können mit ihrer Flexibilität schneller reagieren und Nischen besetzen.

 

Risken: 

Sensibilisierung. Wer sich nicht mit den neuen Technologien auseinandersetzt, verliert Zeit und schlimmstenfalls den Anschluss. Fehlendes Know-how. Viele KMU haben nicht die Zeitressourcen und das Know-how für digitale Weiterentwicklung. Externe Berater können helfen. Hohe Einstiegskosten. Moderne Technologien haben Einstiegsschwellen, die es schwer machen, sie auch in einem kleineren Maßstab anzuwenden. Größeres Verlustrisiko. Ein Kleinbetrieb, der in Digitalisierung investiert und zunächst mit dem Webshop Verluste macht, kann sie nicht so einfach kompensieren. Fehlende Einstellung. Bei Entscheidungsträgern gibt es ein breites Spektrum, das von Skepsis bis zur „Technologieverweigerung“ reicht. 

Best-Practice-Beispiele: 

  1. M&R: Spezialist für Automatisierung

    Für Bernhard Mühlburger, mit 31 der jüngste Entwicklungschef, den M&R Automation je hatte, ist die Zukunft eine aufregende. Er entwickelt Anlagen für die Getriebefertigung, die sich selbst nachjustieren können. Basis dafür ist ein besonderer IT-Algorithmus im digitalen Prozessleitsystem. „Tritt ein Ereignis bei Maschine A ein, weiß Maschine B sofort, wie sie darauf reagieren muss“, so Mühlburger. Nähere Infos: http://www.mr-automation.com/de/home/

  2. TDE-Group: Daten für Ölbohrung

    Seit 20 Jahren forscht Gerhard Thonhauser mit seinem Unternehmen TDE-Group mit Sitz in Leoben an innovativen Konzepten der Datenverarbeitung für Ölbohrungen. „Wir verwandeln Rohdaten in nutzbare Informationen, die Kosten einsparen“, erklärt Thonhauser. Das ist nicht nur in der Ölindustrie ein Zukunftsthema. Deshalb möchte er über den Tellerrand seiner Branche hinausschauen. Nähere Infos: http://www.tde-group.com/de/
  3. NET-Automation: Digital-Innovation

    Von Zeltweg aus ist die 2007 gegründete NET-Automation rund um Walter Rieger international erfolgreich, und zwar unter anderem mit einem Gerät, das die Düngeraufbringung in der Landwirtschaft bis ins kleinste Detail protokolliert. „Durch die Digitalisierung können wir eine Überdüngung des Bodens verhindern“, erklärt Rieger die Vorteile der neuen Entwicklung. Nähere Infos: http://www.net-automation.at/index.php/de/

Autorin: Veronika Pranger

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