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Wie die "Best Ager" den Immomarkt prägen

Die Gruppe der 45- bis 69-Jährigen ist laut neuer Studie hochflexibel: Zwei Drittel können sich Übersiedelung vorstellen.

Martin Schaller, Claudia Brandstätter und Nikolaus Lallitsch (v.l.)
© Raiffeisen-Jörgler Martin Schaller, Claudia Brandstätter und Nikolaus Lallitsch (v.l.)

Die Wohnwünsche einer ganzen Generation hat Raiffeisen kürzlich unter die Lupe genommen: Dafür wurden österreichweit 628 Personen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren – so genannte „Best Ager“ – befragt. Das ist insofern eine spannende Altersgruppe, als sie stark wächst: Derzeit sind bereits 35 Prozent der Steirer in dieser Altersgruppe, im Jahr 2030 werden schon 44 Prozent der Gesamtbevölkerung über 50 Jahre alt sein.

Der ideale Alterswohnsitz

Die Studie förderte interessante Ergebnisse zu Tage: Demnach können sich zwei von drei Befragten dieser Altersklasse eine Übersiedelung vorstellen. „Die Beweggründe sind vielfältig –allen voran ist es der Wunsch nach einem Ortswechsel. Aber auch eine derzeitig zu große Wohnsituation, verbunden mit aufwändiger Instandhaltung und Pflege, machen einen Wohnsitzwechsel denkbar“, so Studienautorin Claudia Brandstätter vom Grazer Trendbüro BMM. Zu den wichtigsten Kriterien des idealen Alterswohnsitzes zählen ein ruhiges Umfeld (91 Prozent), niedrige Fixkosten (86 Prozent), eine verkehrsgünstige Lage (84 Prozent), die Möglichkeit, eigene Hobbys in der Nähe ausüben zu können (82 Prozent), eine gute Erreichbarkeit mit Öffis (77 Prozent) sowie die Nähe zur Familie (75 Prozent) und die Wertbeständigkeit der Immobilie (73 Prozent).

Wohnfinanzierung

Die Wohnfinanzierung ist in der Steiermark auf 18,5 Milliarden Euro und damit auf ein Rekordhoch geklettert. Die meisten Finanzierungen werden an private Haushalte vergeben. Die Gefahr einer Immobilien-Blase sieht Raiffeisen-General Martin Schaller nicht – dazu würden Verursacher wie zu hoher Fremdmittelanteil, stagnierender Markt, ausbleibende Nachfrage oder steigende Zinsbelastung fehlen. Raiffeisen Steiermark hat allein im Vorjahr 8.300 neue Wohnkredite finanziert, wobei die durchschnittliche Kredithöhe gestiegen ist: Waren es 2010 noch 62.000 Euro, sind es mittlerweile 98.000 Euro. Raiffeisen-Immobilien-Steiermark-Chef Nikolaus Lallitsch erwartet wegen des Niedrigzinsniveaus weiterhin eine starke Nachfrage nach Immobilien, „die für viele Menschen eine attraktive und sichere Geldanlage darstellen.“ Allerdings dürfte die Nachfrage künftig noch selektiver und preissensibler werden.

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