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Wie das Virus die globale Wirtschaft infiziert

Das Coronavirus kennt keine Grenzen. Wir werfen einen Blick auf die Entwicklungen rund um den Globus und auf die Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft.

Welthandel
© sapsiwai, fotolia Der Welthandel ist derzeit enormen Verwerfungen ausgesetzt.

Mit der Ausbreitung des Coronavirus über den Erdball werden die  Prognosen für die Weltwirtschaft nahezu im Tagesrhythmus gesenkt. Für die exportorientierte Steiermark wird das nicht ohne Folgen bleiben.

Europa beginnt mit ersten Lockerungen

Während der Privatverkehr innerhalb der EU-Länder komplett zum Erliegen gekommen ist und sich die Bestimmungen für Pendler permanent ändern, läuft der Güterverkehr weitgehend ungehindert. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner der Steiermark – mit einem Handelsvolumen von rund sieben Milliarden Euro allein im ersten Halbjahr 2019 – ist Deutschland, das bereits mit stufenweisen Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen begonnen hat. Im vom Virus schwer getroffenen Italien ist der grenzüberschreitende Warenverkehr nach wie vor auf die kritische Infrastruktur beschränkt. Mit einem Handelsvolumen von 1,4 Milliarden Euro (1. Halbjahr 2019) ist das Land zweitwichtigster Import- und drittwichtigster Exportmarkt der Steiermark.

Amerika: Die USA als Corona-Hotspot

Mit Exporten im Wert von rund 1,25 Milliarden Euro in die USA (1. Halbjahr 2019) steht das Land auf Platz zwei der wichtigten steirischen Exportdestinationen. Dass die USA zum weltweiten Corona-Hotspot avanciert sind, wird auch die heimische Wirtschaft zu spüren bekommen. „Das Ausmaß ist allerdings nocht nicht abschätzbar“, weiß Robert Brugger, Geschäftsführer des Internationalisierungscenters Steiermark (ICS). So erlitt die US-Fertigungsproduktion im März den größten monatlichen Rückgang seit 1946: Am stärksten betroffen ist die Autoindustrie mit einem Minus von 28 Prozent. Nicht nur eine geringe Nachfrage, sondern auch Störungen der globalen Lieferketten werden die Branche noch Monate beschäftigen.

Asien: Produktion in China läuft wieder an

In China – dem wichtigsten Handelspartner der Steiermark in Asien – scheint die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt. „Die Produktion fährt wieder hoch“, berichtet Brugger. Statt des avisierten Wachstumsziels von sechs Prozent für 2020 wird Chinas BIP allerdings nur um ein Prozent steigen. Aktuell gibt es massive Einschränkungen beim Übersee-Gütertransport. „Wurden vor der Krise 90 Prozent der Güter zwischen Österreich und Asien per Schiff transportiert, so reichen die Frachtkapazitäten nun nicht“, so Brugger. „Es werden Frachtflugzeuge eingesetzt, was die Kosten in die Höhe treibt.“ Weitere für die steirische Wirtschaft wichtige Länder in Asien sind Südkorea, Japan und Singapur.

Australien: Rezession nach 28 Jahren

Auch Australiens Wirtschaft ist von der Ausbreitung des Coronavirus schwer betroffen. Jüngste Prognosen des Währungsfonds gehen von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 6,7 Prozent aus. Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft werden sich aber in Grenzen halten. 

Afrika vor großen Herausforderungen 

Auf die Steiermark werden sich die Entwicklungen in Afrika kaum auswirken, massiv aber auf die Menschen vor Ort, die sich als Tagelöhner, Straßenhändler oder  Wanderarbeiter verdingen.

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