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Wie Autofahrer neu auftanken können

Ein neuer Energielieferant will künftig auch auf Österreichs Straßen Tempo machen. In Graz hat die Tankstellen-Kette Socar jetzt ihr Flaggschiff eröffnet.

Socar-Führungsmannschaft
© Socar Die Socar-Führungsmannschaft mit E. Bachmann, M. Eisenhauer, O. Krammer und J. Kiennast (v.l.)

Warum sich der Konzern den schwierigen, weil doch hart umkämpften Tankstellenmarkt Österreich als zweite Destination nach der Schweiz auf ihren Expansionsplan gesetzt hat, ist schnell erklärt. Gerhard Annawitt, Gründer der A1-Tankstellen, hat Verkaufspläne signalisiert, die die Socar Energieholding mit Sitz in der Schweiz bereitwillig aufgegriffen hat, „weil man sich als Energie- und Mobilitätsprovider stärker in Europa etablieren möchte“, rechtfertigt Oliver Krammer den Expansionssprung. Immerhin kann der Socar-Österreich-Chef, ein langjähriger Kenner der Branche, mit der Übernahme von A1 nicht weniger als 80 Tankstellen im ganzen Land  unter seine Fittiche nehmen, „die überwiegend an erstklassigen Standorten für umsatzstarke Frequenzen sorgen“.

Für die erste Tankstation, die von A1 optisch und inhaltlich auf Socar (State Oil Company of the Azerbaijan Republic) umgerüstet wurde, fiel kürzlich in Graz am Eggenbergergürtel der Startschuss. In den nächsten drei Jahren sollen alle weiteren A1-Standorte, davon rund 20 in der Steiermark, diesem Facelifting unterzogen werden. Als reiner Diskonter will sich das Unternehmen  am heimischen Sprit-Markt keinesfalls positionieren, sondern als Energie-Lieferant mit einem erstklassigen Preis-Leistungsverhältnis, der seinen Kunden auch Zusatznutzen bietet, für die neben vielen Dienstleistungen wie Waschstraßen, Lotto-Totto-Annahmestellen etc. vor allem die Kooperation mit „Nah & Frisch“ garantieren soll.

Tanken und einkaufen

Krammer: „Mit der Eigentümerfamilie Julius Kiennast haben wir einen großartigen Partner gefunden, der unsere Positionierung auch auf der Handelsseite voll mitträgt. Wir möchten nicht nur Tankstelle sein, sondern unseren Kunden ein Einkaufserlebnis in optisch ansprechendem Ambiente bieten. Regionalität und erstklassige Qualität sollen gerade bei den Lebensmitteln alle Voraussetzungen dafür schaffen.“

Dass er auch mit diesem Credo nicht alleine auf weiter Flur ist, das beweisen die vielen Mitbewerber, die sich Spar, Billa und Co. an die Zapfsäulen geholt haben, um sinkende Deckungsbeiträge beim Sprit-Verkauf über Zusatzverkäufe wettzumachen. Das weiß der begeisterte Freizeit-Pedalritter natürlich, glaubt aber trotzdem, sich vom bestehenden Angebot abheben zu können. 

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