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„Wertschätzungsbeitrag“ für Lehrbetriebe in Frohnleiten

Auf Initiative von Stadtrat Talowski zeigt Frohnleiten seinen Lehrbetrieben mit einem Bonus Anerkennung für ihr großes Engagement.

Heininger, Kurasch, Talowski und Lehrling Mohammad Tajek (v. r.) freuen sich über das gelungene Projekt.
© kk Heininger, Kurasch, Talowski und Lehrling Mohammad Tajek (v. r.) freuen sich über das gelungene Projekt.

Graz-Umgebung. Um satte 9,1 Prozent ist die Zahl der Lehranfänger im vergangenen Jahr gestiegen: 4.962 junge Menschen in der Steiermark haben sich zuletzt für eine duale Ausbildung entschieden. Besonderer Dank gilt dabei den Ausbildungsbetrieben, die viel Zeit und Geld in die Jugend investieren.

Gerade diese Leistung möchte Frohnleiten künftig stärker anerkennen. So hat der Gemeinderat einen „Lehrlingsbonus“ beschlossen: „Für jeden Lehrling wird der Lehrbetrieb von der Stadt einen Euro pro Tag bekommen“, erklärt Initiator und Stadtrat Hermann Talowski, seines Zeichens auch Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der WKO Steiermark. „Ich sehe das nicht als Förderung, sondern als Wertschätzung jenen Unternehmen gegenüber, die vor Ort für Ausbildung sorgen und so für die Stadt einen wichtigen Beitrag leisten“, so Talowski. „Mein Ziel ist es, Frohnleiten zur unternehmerfreundlichsten Gemeinde in Graz-Umgebung zu machen.“ 

Finanziert wird der Lehrlingsbonus aus der Kommunalsteuer. „Das ist eine zu 100 Prozent von den Unternehmern abgeführte Steuer. Steiermarkweit gibt es ein Kommunalsteueraufkommen von rund 390 Millionen Euro jährlich. Würden alle Gemeinden unserem Beispiel folgen, flössen aus diesem Topf 5,3 Millionen Euro an die Firmen zurück – das sind 1,4 Prozent“, rechnet Talowski vor. Bei den Betrieben kommt der Bonus freilich gut an. „Es tut gut, seitens der Stadtverantwortlichen diese Wertschätzung zu spüren“, sagt etwa Mario Heininger vom Restaurant Volkshauspark. „Die Lehrlingsausbildung ist für unseren Betrieb ein wichtiges Standbein, aber auch darüber hinaus eine wichtige langfristige Säule für eine lebenswerte Stadt“, so Heininger. Ohne Fachkräfte gäbe es schließlich keine Betriebe. Die Geste seitens der Stadt gebe ihm als Unternehmer das Gefühl, willkommen zu sein. Auch Vizebürgermeister Heinz Jörg Kurasch begrüßt diese „wirtschaftspolitische Maßnahme mit einer  großen Außenwirkung. Wir wollen das aber 2019 noch weiterentwickeln und planen einen Bonus auch für die Jugendlichen, die sich für eine Lehre entscheiden“, so Kurasch.

Von Klaus Krainer.

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