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Wenn Sparefrohs auf Skonti schielen

Ist ein Skontoabzug bei sofortiger Zahlung ohne ausdrückliche Vereinbarung eigentlich erlaubt? Die Expertin kennt die Antwort.

Schnell berechnet, aber nicht so schnell abzuziehen, der Skonto
© mapoli-photo stock.adobe.com Schnell berechnet, aber nicht so schnell abzuziehen, der Skonto

Kunden, die ihre Rechnungen schnell bezahlen, werden von vielen Unternehmen dafür belohnt, indem ihnen ein Skonto gewährt wird. Es ist nicht die Pflicht eines Unternehmens, diesen zu gewähren, es liegt vielmehr in ihrem Ermessen, ob es bei kurzfristiger Bezahlung der Rechnungen einen solchen Rabatt gewährt. Unter „Skonto“ versteht man in jedem Fall einen prozentuellen Preisnachlass, der auf den Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist gewährt wird. Cornelia Schöllauf, Expertin im WKO-Rechtsservice, ist sehr häufig mit Anfragen zu diesem Thema konfrontiert: „Viele Unternehmer und auch Verbraucher glauben nämlich, dass ein Skontoabzug bei sofortiger Zahlung einer Rechnung auch ohne ausdrückliche Vereinbarung erlaubt ist. Dies ist aber ein Trugschluss.“

Skontoabzug nur nach Vereinbarung

Ein Skonto darf von jenem Betrag, den der Lieferant oder Werkunternehmer in Rechnung gestellt hat, grundsätzlich nur dann in Abzug gebracht werden, wenn die Vertragsparteien dies ausdrücklich vereinbart haben oder der Rechnungsleger den Skontoabzug nachträglich durch einen entsprechenden Hinweis auf der Rechnung gestattet. Schöllauf macht darauf aufmerksam, dass jeder, der eigenwillig einen Skontoabzug tätigt, mit Mahn- oder sogar Gerichtskosten rechnen muss. „Der Betrag, den der Schuldner unrechtmäßig abgezogen hat, ist weiterhin fällig und wird auch als Schuld ausgewiesen“.
Da ein Skontoabzug grundsätzlich nur auf Grund einer (schriftlichen) Vereinbarung möglich ist, empfiehlt die Expertin folgenden Formulierungsvorschlag: „Der Kaufpreis/Werklohn ist binnen … Tagen ab Rechnungseingang zu bezahlen. Bei Bezahlung innerhalb von … Tagen kann ein Skonto von … Prozent abgezogen werden.“
Wenn Skontovereinbarungen getroffen werden und der Käufer/Werkbesteller das Entgelt in mehreren Teilzahlungen zu entrichten hat, dann sollte klargestellt werden, ob das Recht zum Skontoabzug bei Verzug auch nur einer Teilzahlung nur hinsichtlich dieser Teilzahlung oder eben zur Gänze verloren geht.
Folgende Formulierungsvorschläge werden empfohlen: „Wenn der Vertragspartner auch nur eine Teilzahlung nicht innerhalb der für einen Skontoabzug vereinbarten Zahlungsfrist erbringt, verliert er seinen Skontoanspruch nicht nur hinsichtlich dieser Teilzahlung, sondern auch hin-sichtlich aller bereits geleisteten oder erst später zu erbringenden Teilzahlungen.“ Schöllauf schlägt noch eine zweite Variante vor: „Wenn der Vertragspartner eine Teilzahlung nicht innerhalb der für einen Skontoabzug vereinbarten Zahlungsfrist erbringt, verliert er seinen Skontoabzug nur hinsichtlich der jeweiligen zu spät erfolgten Teilzahlung.“

Alle Informationen zum Thema: 
Rechtsservice, Tel. 0316/601-601, E-Mail rechts­service@wkstmk.at.


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