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Wenn sich Trends für Pelz erwärmen

Aus unserer Serie seltene Gewerbe: Seit 70 Jahren gibt es die Kürschnerei Kuttler in Graz. Heute wird der Betrieb in dritter Generation erfolgreich geführt.

Michael Klamminger, Renate Kuttler, Armin Kuttler, Josef Herk und Walter Imp (v.l.)
© Foto Fischer Michael Klamminger, Renate Kuttler, Armin Kuttler, Josef Herk und Walter Imp (v.l.)

Grund zur Freude gab es kürzlich für die Kürschnerei Kuttler in der Grazer Sackstraße: Der Familienbetrieb feierte dieser Tage sein 70-jähriges Jubiläum – und wurde dafür auch von WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und Innungsmeister Walter Imp mit einer Ehrenurkunde bedacht. Sehr zur Freude von Firmenchef Armin Kuttler, der den Betrieb seit dem Jahr 2000 erfolgreich in dritter Generation führt.

Und das ist keineswegs selbstverständlich in einer mittlerweilen recht überschaubaren Branche, der ein rauer Wind um die Ohren weht: „Pelzträger und damit auch die Kürschner sind medial immer wieder in die Kritik gekommen“, sagt Kuttler. Zu Unrecht, wie er findet: „Die Pelztierfarmen werden regelmäßig und genau kontrolliert, auf artgerechte Züchtung wird großer Wert gelegt.“ Ein schönes Fell sei letztlich der Beweis für eine gute Haltung, setzt er nach.

Doch es gibt nur mehr wenige Betriebe, die das uralte Handwerk noch beherrschen: Gerade einmal sechs Kürschner gibt es noch in der Steiermark. Rechnet man die Präparatoren, Säckler, Gerber und Lederfärber dazu, sind es unterm Strich 30 Betriebe, die sich dem alten Handwerk verschrieben haben.
Und freilich hat sich dieses über die Jahre massiv verändert: Doch damals wie heute sind die Aufgaben der Kürschner vielfältig – und reichen vom Entwurf bis zum Nähen der Felle und Servicearbeiten wie Pelzumgestaltung, Reparatur oder Pelzreinigung.

Die Stammkunden, die der Kürschnerei Kuttler seit Jahrzehnten die Treue halten, wissen jedenfalls um die hohe Qualität. „Das ist für uns die schönste Bestätigung unserer Arbeit“, sagt er nicht ohne Stolz.

Kuttler selbst hat das alte Handwerk von der Pike auf gelernt – nach der Lehre hat er die Gesellen- und später die Meisterprüfung absolviert. Und damit setzt er die Familientradition fort, schließlich wurde der Betrieb anno 1948 von seinem Großvater Emmerich gegründet und 30 Jahre später von seinem Vater Dieter übernommen. Neben den Stammkunden halten auch zwei langjährige Mitarbeiterinnen dem Betrieb die Treue: „Mit ihrer hervorragenden Arbeit leisten sie einen enormen Beitrag zum Unternehmenserfolg“, streut er seinen Mitarbeiterinnen Rosen.

Von Karin Sattler

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